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31. Der erste Blick

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Ich verdrehe die Augen und schenke meine Aufmerksamkeit dann wieder Layla.

„Hast du gerade deine Augen verdreht?"  fragt er heiser und setzt sich neben mich. Sobald ich seine Hand an meinem nackten Bein spüre ziehe ich es weg.

„Fass mich nicht an Elijah."  zische ich und stehe auf.

„Vivian, wie lange willst du noch sauer auf mich sein? Ich habe mich schon dafür entschuldigt."

Ich schaue ihn ungläubig an und kann mir ein Lachen nicht verkneifen. „Und eine Entschuldigung macht alles wett ja? Du musst dich nur entschuldigen und ich verzeihe dir alles sofort, ist das so? Das hättest du wohl gerne Elijah." 

Ich gebe mir wirklich Mühe nicht laut zu werden weil ich Layla im Arm halte. „Ich habe dir doch gesagt, dass es mir Leid tut und das ich wirklich versuche mich zu beherrschen, es manchmal aber einfach nicht geht! Du musst nachsichtig mit mir sein verdammt!" Kommt es als Antwort, mit erhobener Stimme, von ihm und Layla fängt an zu weinen.

Ich seufze. „Bitte lass es einfach, du machst alles nur noch schlimmer." Mit diesen Worten gehe ich zusammen mit Layla aus dem Wohnzimmer und versuche sie zu beruhigen.

In meinem Zimmer angekommen sehe ich Olivia die mein Kleid gerade aufhängt. Der kleine Engel in meinen Armen hat sich zum Glück schnell beruhigt und ist kurz davor einzuschlafen. Ich gebe Olivia ein Zeichen, dass sie bitte leise sein soll und laufe im Zimmer auf und ab während ich Layla etwas vorsinge.

Wie gern ich selbst ein Kind hätte. Kinder machen diese düstere Welt einfach zu einem besseren Ort. Ja, noch bin ich zu jung und ich will zuerst mein Studium beenden aber ich hätte in Zukunft so gerne Kinder. Daraus wird nur leider nichts werden.

Nachdem ich mich vergewissert habe, dass Layla auch wirklich eingeschlafen ist lege ich sie auf mein Bett. Um sie herum lege ich Kissen damit sie nicht runterrollt, auch wenn wir gerade bei ihr sind.

„Sie werden eine tolle Mutter Ms Harper."

Ich schmunzle „Olivia wie oft denn noch, du sollst mich Vivian nennen." ich seufze und schaue mein Kleid an.

„Es ist wunderschön geworden, findest du nicht?" frage ich leise und streiche einmal drüber.

Olivia nickt eifrig. „Alle werden umfallen vor Begeisterung!" sagt sie etwas zu laut und ich halte mir den Finger sofort vor den Mund.

„Psht, Layla schläft doch." warne ich sie und gehe zu meinem Kleiderschrank.

„Hilfst du mir bitte?"

Sie nickt und hilft mir dabei mich fertig zu machen. Ich ziehe zuerst den Bademantel aus Seide aus und die Reizwäsche die mir Rebecca besorgt hat an.

Ich muss grinsen als ich sehe was sie da gekauft hat. Also die hat einen ausgefallenen Geschmack. Mein kaum vorhandener BH besteht aus weißer Spitze, die übrigens genau gar nichts bedeckt. Mit dem Slip ist es genauso. Die weiße Spitze vorne ist durchsichtig und gibt freies Blickfeld auf meinen Intimbereich. An meinem Hintern ist eigentlich überhaupt kein Stoff sondern nur eine dünne Schnurr die den durchsichtigen Stoff vorne zusammenhält. Die Spitze geht bis an meinen Bauchnabel und wird auch dort von Schnürren zusammengehalten.
Auf den Seiten hängen zwei Schnürre runter an die ich meine Strümpfe befestigen kann.

Das würde Elijah wohl gefallen, ohne es zu wollen muss ich bei dem Gedanken, dass er mir diese Unterwäsche vom Leib reißt auf meine Lippe beißen.

Ich will eigentlich nicht sauer auf ihn sein, aber diesmal ist er einfach zu weit gegangen. Wenn ich ihm das so leicht durchgehen lasse hört das doch nie auf. Oder mache ich vielleicht doch einen Fehler?

Ich seufze.

Ein räuspern reißt mich aus meinen Gedanken und ich drehe mich zu Olivia.

„Willst du nicht langsam mal dein Kleid anziehen?" fragt sie vorsichtig als hätte sie angst ich würde ihr wegen dieser Frage etwas antun.

Ich nicke lächelnd. „Oh ja, tut mir leid ich bin nur so abwesend in letzter Zeit."
Mit viel Mühe und Vorsicht schaffen wir es nach einer halben Stunde mich in das Kleid zu quetschen ohne meine Frisur oder mein Make-up zu beschädigen.

Sobald Olivia den Verschluss zugemacht hat stelle ich mich vor den Spiegel. „Oh wow." kommt es leise und ungläubig von mir. „Es, es ist noch viel schöner als ich es mir erwartet hatte Olivia."

Ich betrachte mich weiter, von einem Ohr zum anderen lächelnd, im Spiegel und streiche mir über das Kleid. Ich hätte nicht einmal davon träumen können, dass es so schön wird.

Trotz allem hoffe ich es gefällt Elijah. Ich weiß nicht was er mit mir getan hat, aber da sind diese Schmetterlinge in meinem Bauch wenn er mich Berührt oder wenn er mich nur anschaut. Oh und wenn er meinen Namen sagt, ich könnte umfallen das sag ich euch.

Mein ganzer Körper fühlt sich so an als würde er nicht mehr mir gehören. Als ob man einem Kind sein Spielzeug wegnimmt, nimmt er mir die Kontrolle über meinen Körper und meine Sinne weg.
Ich habe absolut keine Ahnung wie er das schafft, und um ehrlich zu sein weiß ich auch nicht ob mich das wirklich stört. Es gefällt mir von ihm dominiert zu werden, auch hier verstehe ich nicht wieso das so ist.

„Oh mein Gott! Du schaust aus wie eine Prinzessin!" kreischt Rebecca als sie ins Zimmer kommt und weckt sogleich ihre kleine Schwester aus dem Schlaf.

„Becca!" seufze ich und schaue zu Layla die wieder weint. „Sie ist doch gerade erst eingeschlafen. Olivia kannst du sie vielleicht zu Alison bringen? Sie sollte schon fertig sein." Olivia nickt und nimmt Layla mit nach draußen.

„Hör doch auf dir Gedanken um Layla zu machen, es ist deine Hochzeit! Der schönste Tag deines Lebens!"
Ruft sie aufgeregt und inspiziert mich genau.

Dann muss ich doch noch lächeln. „Du hast ja Recht. Findest du es ist zu viel? Zu pompös?" frage ich besorgt und schaue mich wieder im Spiegel an.

„NEIN! Es ist absolut großartig und keine könnte dieses Kleid besser tragen als du!"
Sie dreht mich einmal um meine eigene Achse und schaut mich begeistert an.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass viele dieses Kleid als extravagant bezeichnen würden. Aber das ist mir egal, es ist genau so wie ich es wollte und außerdem ist es das mindeste für Familien wie unsere.

„Na los, alle sind schon da, Elijah wartet unten auf dich und der Standesbeamte auf euch beide."
Sie ist total aufgeregt und überdreht, so als würde sie gleich heiraten und nicht ich. Ich muss deswegen lachen, nicke dann aber.

Ich ziehe noch mit Hilfe von Rebecca meine Schuhe an und wir machen uns auf den Weg nach unten.

Ich höre unten an den Treppen Elijah mit einer mir allzu bekannten Stimme reden. Er ist tatsächlich gekommen. Wie dreist kann man bloß sein?
Ach ist doch egal jetzt, ich will den Tag einfach nur genießen.

Olivia stößt zu uns bevor wir an den Treppen angekommen sind und sie und Rebecca helfen mir mit meiner Schleppe und passen auf das ich nicht stolpere. Ich atme einmal tief ein und aus bevor ich an das Gelände trete und runter schaue. Augenblicklich verstummen Elijah und mein Vater.

Beide betrachten mich kurz von Kopf bis Fuß, doch ich habe nur Augen für Elijah. Sobald sich unsere Blicke treffen wars das für mich.

Falling for my ownerGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt