Chapter 32

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~Zane~

Ungeduldig saß ich auf dem bequemen Ledersessel vor dem Schreibtisch, wo ich auf den Chef wartete, meinen Vater.
Irgendwann werde ich dort sitzen, die Organisation leiten.
Schließlich bin ich der Nachfolger, meine sture Schwester wollte nicht zurück, wollte lieber bei diesen Haufen von Versagern bleiben.
Ihnen wird allen das gleiche Schicksal wiederfahren.
Ein grausamer Tod!
Sie wollten es anders nicht haben und wer nicht hören will muss fühlen. Schwungvoll öffnete sich die Flügeltür, wodurch der Chef trat, keuchend aufgelöst.
Etwas war passiert, was ihn völligst aus der Bahn warf.
So hatte ich ihn nie gesehen, war er doch immer höchst professionell und lies sich seinen Gemütszustand nicht anmerken.
Nervös rutschte ich auf dem Stuhl hin und her.
Sollte ich ihn fragen?
„Sie sind hier“, meinte er gepresst, „Sie werden uns angreifen.“
Ich wusste wer damit gemeint war. „Wir sind doch in der Überzahl. Sie können uns nichts anhaben. Wir werden einfach über ihnen hinwegrollen“, sagte ich.
Der Mann strich seinen Anzug glatt. „Wenn es doch so leicht wäre. Wir müssen alles dicht machen, die Scharfschützen sollen alles weg pusten was auch nur mit der Wimper zuckt“, befahl er der Sekretärin über das Telefon.
Verwirrt musterte ich ihn.
Er hatte Angst.
Wieso?
Wir besaßen die größere Armee. „Warum ziehen wir uns zurück?“, wollte ich wissen, „Ist sie hier? Ist meine Schwester dabei?“
Irgendetwas an der Sache war gewaltig faul.
„Sie wurde noch nicht gesehen, dass ist es ja was mir wahnsinnig Angst macht und da wäre noch eine winzige Kleinigkeit“, er holte tief Luft, „Vor vielen Jahren sind wir noch mächtiger gewesen als jetzt. Doch diese Gabe haben wir mit der Zeit abgelegt, wir brauchten sie nicht mehr. Zwei Drachen da draußen besitzen sie noch ein Asiatischer und ein roter bei deiner Schwester bin ich mir nicht so sicher. Ich rede von Magie!“
Mir stockte der Atem.
Ich dachte sie sei vollkommen ausgestorben, doch da hatte ich mich wohl gewaltig geirrt.
Mein Drache bewegte sich unruhig unter der Haut, wusste auch er was dies insgeheim für uns bedeutete.
Für sowas sind wir nicht vorbereitet gewesen, war keine Option, stand nicht in den Plänen.
Zum ersten Mal entdeckte ich Angst in seinen Augen, die nicht unberechtigt war.
Scheppernd fielen die schweren Rollläden zu, allerdings werden sie wohl nicht lange ihnen standhalte.
Sie wusste, dass wir sie gesehen hatten, doch diese Tatsache hielt sie mit Sicherheit nicht davon ab uns anzugreifen, womöglich zu vernichten.
Vor allem nicht, wenn meine Schwester mit dabei ist, wenn sie sich was in den Kopf gesetzt hat, zieht sie es auch durch, wie damals als wir noch Kinder gewesen sind.
Doch eine Frage blieb ungeklärt. Wieso versteckte unsere Mutter sie? 

Invisible (Linkin Park- Fanfiction)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt