~Vanessa~
In den letzten Tagen entfernte sich Vivian immer mehr von mir, was mir das Herz brach. Ich dachte ich hätte mit ihr eine Freundin gefunden, scheinbar hatte ich mich bin ihr getäuscht, denn jetzt sah ich wie sie wirklich ist. Eine Tussie, die sich auf den Erfolg ihres Onkels ausruhte, die sich für etwas besseres hielt und denkt sie könnte alle rumkommentieren, zudem ist sie eine Drachenfanatikerin. Wer hatte ihr eigentlich beigebracht, dass Drachen friedliche Wesen sind? Mädchen wach auf! Wir stehen in der Nahrungskette ganz oben, ihr seit nicht mehr als ein Snack für uns!
Dieses Mädchen machte mich verdammt agressiv!
Na, ja wenigstens verstehe ich mich mit Kimberly aus dem Deutschkurs ganz gut und sie ist nicht so besessen von Drachen.
Hoffentlich kann ich irgendwann mal vergessen, dass ich anders bin und leben wie jeder andere auch.
Erneut glitten meine Finger über die weißen Tasten des Klaviers was endlich angekommen war, genauso wie der Rest unserer Sachen. Mella besuchte gerade einen neuen Freund, somit hatte ich freies Haus. Besser kann ein Samstag nicht laufen.
Das Klavier stand am Ende des geräumigen Wohnzimmer, das in hellen Tönen gehalten wurde.
Die Melodie, genauso wie meine Stimme fühlten den Raum.
~Linkin Park- Shadow of the day~
I close both locks below the window. I close both blinds and turn away.
Sometimes solution aren't so simple.
Sometimes goodbye's the only way.
And the sun will set for you. The sun will set for you and the shadow of the day will embrace the world in grey and the dun will set for you.
Ich liebte diesen Song, auch wenn er zugleich etwas trauriges zum Ausdruck brachte.
Ich hatte keine Ahnung wie viele Stunden bereits vergangen waren, als es an der Tür klingelte.
Vor mir stand ein Mann mit schwarzer Sonnenbrille und einem Gap bis zu den Augen gezogen, der mein Herz schneller Schlägen ließ. An den Tattoos am Handgelenk, die unter den Ärmeln der Stickjacke hervorblitzten erkannte ich ihn.
Chester.
Er wollte mich zum Studio abholen.
Wie ein Gentlemen hielt er mir die Beifahrertür, des schwarzen Sportwagens auf, ohne mich aus den Augen zu lassen, dann stieg er ebenfalls ein und ließ den Motor aufheulen.
"Es tut mir leid, dass Viviann dicj jetzt ignoriert", meinte er mehr zu sich selbst.
"Es ist nicht deine Schuld", freudig schaute ich ihn an, "Zudem weiß ich jetzt wie sie wirklich drauf ist."
"Eine arrogante Tussie", überrascht blickte ich ihn erneut an, hätte nie gedacht, dass er so über sie redet.
"Das ist einer der Gründe warum sie nicht ins Studio darf. Sie protzt nur so rum, dass ich ihr Onkel bin."
Der Rest der Fahrt schwiegen wir, es war ein angenehmes Schweigen.
Nach einer gefühlten Ewigkeit hielt Chester den Wagen vor einem riesigen Gebäude.
Mit mir im Schlepptau betraten wir das Studio.
Zwei braune Augen mussterten mich ausgiebig mit einem Hauch überraschtheit, hätte wohl nie im Leben geglaubt mich hier zu sehen. Doch schnell legte sich ein sanftes Lächeln auf seine rosigen Lippen.
"Das ist Vanessa", Chester machte eine übertriebene Handbewegung bevor er auf mich zeigte, "Sie war eine Freundin meiner achsotollen Nichte Viviann." Ich spürte wie er mit den Augen rollte.
Wie er seine Nichte liebte, darüber könnte man doch nur schmunzeln.
"Hi ich bin Rob, der Schlagzeuger", freundlich lächelte mich der braun Haarige an.
Nach und nach stellten sich alle vor.
Mike stand mit strahlenden Augen und einem Lächeln zum dahin schmelzen vor mir.
"Ich bin Mike, spiele Piano, Gitarre, schreibe Songs, Zeichne und Rappe", er hielt mir seine Hand entgegen.
Freudig nahm ich sie entgegen, "Vanessa".
Ruckartig zog mich der braun Haarige an sich heran, wober er seine Arme um mich schlang. Der Rest der Band fing an zu Pfeifen, bis auf Chester, dessen tötliche Blicke ich am Rücken spürte.
Langsam löste ich mich aus seiner Umarmung, wobei mich der Tätowierte nicht aus den Augen ließ, generell beobachtete er jeden meiner Schritte.
Mike warf seinen besten Freund einen wüdenten Blick zu, der etwas rebtilisches an sich hatte.
Die Luft fing an sich langsam zu erwärmen.
Chester blickte ihn verstohlen an, auf seinem Lippen ein leichtes Lächeln.
Joe setzte sich neben mir auf das Sofa, nach dem alle ihre Arbeit nach gingen.
"Pass auf die beiden Streithähne auf", er lachte leicht, "Wie alt bist du eigentlich?"
"16", bei seinem Gesichtsausdruck brach ich lauthals in Gelächter aus, als hätte er einen Geist gesehen.
"Ich dachte du wärst jünger", verlegen kratzte er sich am Hinterkopf.
"Mach dir nix drauß, dass denken viele", verzeihlich klopfte ich ihm auf die Schulter.
Die Jungs waren alle mit ihrer Arbeit beschäftigt. Chester saß mit seinen Block in der Ecke, wobei er frustriert am Ende des Kullies herum biss. Scheinbar hatte er immer noch keine Idee.
"Jungs, ich haue ab!", rief Dave durch das Studio, wobei alle erschrocken zusammen zuckten.
"Warte, ich gehe mit dir", hechtete Rob durch den Raum.
Nach einer weiteren Stunde saßen Mike, Chester und ich nur noch im Studio.
Faszinierenden beobachtete ich Mike, wie er mühelos über die Tasten des Keyboards glitt, dabei trug er Kopfhörer.
Plötzlich umarmten mich zwei Arme von hinten und ein Kopf lag auf meinem.
Chester.
War er nicht verheiratet?
"Es tut mir leid, wenn ich heute nicht soviel Zeit für dich hatte", raunte er mir ins Ohr, "Beim nächsten mal werde ich die alles Zeigen."
Mike hatte seine Kopfhörer beiseite gelegt und warf den Mann hinter mir einen bitterbösen Blick zu.
"Schon in Ordnung", ich versuchte mich aus seinen Armen zu befreien, wobei mein Blick Mikes begegnete, der mich fassungslos anschaute. Meine Nackenhäarchen stellten sich bei diesem Blick auf.
Ein klingeltes Handy durchbrach die drückende Stille.
"Was gibt es?", kurze Pause, "Oh, dass habe ich total vergessen. Bis gleich Schatz."
Chester steckte sein Handy zurück in die Hosentasche.
"Ich muss jetzt leider gehen", er blickte zu Mir, "Du kommst nach Hause?"
Ich nickte.
"Dann bis bald!"
Mike atmete sichtlich erleichtert aus, nachdem Chester das Studio verließ.
"So sieht man sich also wieder", ein Lächeln zierte seine rosigen Lippen, automatisch lächelte ich mit.
"Ja".
Mein Drache versuchte sich mit wild schlagenden Flügel an die Oberfläche zu drängen, nur mühselig konnte ich in verdrängen. Wieso reagierte er so?
Mike setzte eine eiskalte Mimik auf, "Du weißt schon, dass Chester verheiratet ist?"
Abwesend drehte er sich zum Keyboard um. Warum fragte er mich das?
"Ja", tröstlich schlang ich meine Arme um seine Taille und legte den Kopf auf seinen Rücken.
Er roch verdammt gut, sein Herz schlug ungleichmäßig schnell und er strahlte eine unverkennbare Hitze aus.
Sachte legte Mike seine Hände auf meine. Der Mann übte eine unfassbare Anziehungskraft auf mich aus.
~Wir waren füreinander geschaffen, nur die anderen wollten es nicht akzeptieren.~
Nach einer Ewigkeit fragte er über die Schulter," Kannst du eigentlich auch ein Instrument spielen?"
Ich bin meinen Kopf von seinem gemütlichen Rücken und blickte in die braunen Augen, "Ich kann ein bisschen Keyboard spielen und singen?"
Er löste sich von mir, wobei sich eine Kälte ausbreitete und deutete erwartungsvoll auf das schwarze Instrument.
Seufzend setzte ich mich auf den Hocker. Was sollte ich nur spielen?
Bilder von meiner Mutter tauchten im Gedächnis auf, wie sie in meinen Armen starb und das Licht in ihren Augen für immer erlosch. Meine Finger schwebten automatisch über die Tasten.
I'm so tired of bring here.
Suppressed by all my childish fears.
And if you have to leave.
I wish that you would just leave.
Cause your presence still longer here.
And it won't sehen to heal.
This pain is just too Real.
There's just too much that Time can not erase.
Evanescence- My Immortal
Mike hörte die ganze Zeit gespannt zu, während das Lied verklang, hockte er sich hin und schlang die Arme um meine Taille. Er merkte, dass ich weinte.
"Du hast eine wundervolle Stimme", meinte er nach einiger Zeit.
"Danke", ich nahm meine Hände von dem Keyboard und legte sie vorsichtig auf seine warmen.
"Für wen ist der Song?"
"Für meine Mutter".
"Was ist den mit ihr passiert?"
Er nahm meine Hände.
Mein Drache sträubte sich dagegen ihn anzulügen. Konnte er nicht mal verschwinden?
Ein weiterer Mensch, der es nicht verdiente belogen zu werden.
"Meine Eltern starben bei einem Verkehrsunfall."
~Heute wusste ich es besser. Ich hätte dich nie anlügen brauche, doch jetzt ist alles zu spät.~
Noch immer befanden wir uns in dieser Position, Mikes Atem streichelte meinen Hals, wobei sich eine Gänsehaut über den ganzen Körper zog. Ich wünschte dieser Moment würde für immer andauern.
"Es ist schon spät", Mike erhob sich, "Ich bringe dich nach Hause."
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Invisible (Linkin Park- Fanfiction)
Fiksi PenggemarVanessa hatte es geschafft dem Krieg zu entkommen, doch es lauerten neue Problem für sie. Dann taucht auch noch Mike in ihrem Leben auf, der ihre Welt auf den Kopfstellt. Doch irgendetwas verheimlichte er. Doch nur was? Und was hat es mit der myster...
