"Ich will nicht mehr warten.",flüsterte er und blieb stehen. Die Hand ließ ich automatisch los und ein Gefühl von Wärmeverlust breitete sich in mir aus. Seine Hand loszulassen verpasste mir in einer Sekunde Gänsehaut auf meinem ganzen Körper. Eine leere entstand in mir und ich fühlte mich, als wenn ich einen großen Teil von mir verloren hatte.
Ich schaute ihn und den Boden abwechselt an und blieb still dabei. Er wurde ungeduldig und ich konnte ihn verstehen. Anfänglich dachte ich, als er mir die Frage stellte, warum er mich nicht verstand. Für mich war die Situation unglaublich schwer zu überwinden. In einem Zuhause zu leben. wo du nicht das sagen kannst, was du denkst, da es sich nichts gehört. Ich kann nunmal nicht sagen: Ich liebe Jakob. Wir gerne ich diesen Satz am liebsten schreien würde aber ich kann es einfach nicht. Meine Hände waren mir gebunden und mein Herz schmerzte dabei. Doch nun verstand ich seine Sorgen und er hatte ein Recht dazu mir diese Frage zu stellen. Doch leider hatte ich noch keine Antwort darauf.
Dass er dennoch an meiner Seite blieb, zeigte mir, wie sehr er mich liebte. Die Bereitschaft mit mir durch die Hölle zu gehen war da und dies war der Grund, warum ich ihn sehr schätzte. Mit einem solchen Menschen konnte man sich eine Zukunft vorstellen und ein gemeinsames Leben. Er würde mit mir durch dick und dünn gehen, durch gute und schlechte Zeiten, durch Reichtum und Armut. Er zeigte mir, dass er vollkommen auf meiner Seite war und, dass ich ihm vertrauen konnte. Er war für mich da, wenn ich ihn brauchte und dabei war der Tag und die Uhrzeit vollkommen uninteressant. Er war bereit dazu um 3 Uhr morgens mit mir zu schreiben, wenn es mir schlecht ging, auch wenn seine Augen vor Müdigkeit abfielen. Doch ließ er sich etwas anmerken? Nein das tat er nicht. Mein Wohlergehen war für ihn wichtiger als sein Schlaf und das schätzte ich an ihm sehr. Er gab mir die Fürsorge, die ich zum leben brauchte.
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Wie ein Heilmittel...
RomansRihanna ein 18 Jahre altes Mädchen, erkrankt an Malignes Mesotheliom, verbrachte seit Sommer ihre Tage im Krankenhaus zwischen ihren vier weißen Wänden. Die einzige Motivation den langen Aufenthalt zu überstehen war das Schreiben an ihrem selbstgesc...
