Chapter five

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Im schmalen Gang in der Klinik hingen viele verschiedene Bilder. Keine Babyfotos, sondern Kinder und Jugendliche wie sie im Kreis saßen, lachten und innerlich einen Kampf führten.
Meine Krankheit ist ein hoffnungsloser Kampf.
Malignes Mesotheliom ist wie der Leopard, während ich die unschuldige Gazelle bin.
Aber was habe ich für ein Problem?
Das Brustfell besteht aus zwei hauchdünnen Blättern (Lungenfell und Rippenfell). Der Spalt zwischen diesen beiden Pleura-Blättern (Pleurahöhle) kann sich bei Erkrankungen mit Flüssigkeit füllen.
Das ist der Grund, warum ich oft mit Atembeschwerden zu kämpfen habe. Außerdem kriege ich noch Schmerzen im Brustkorb und Appetitlosigkeit kommt noch dazu, welche meine Schwache Hülle, die man Körper nannte, erklärte.
Als ein Mädchen voller Träume, hatte ich einen ungünstigen Bedingungen. Jeder von uns wünschte sich die Liebe seines Leben, eine Familie und eine Zukunft.
Doch können diese Wünsche existieren, wenn keine Zukunft existiert?
Andererseits lautet mein Wunsch, dass eine Zukunft existiert.

Als ich am Raum ankam stand der Arzt an seinem Rechner und schaute sich meine Werte an. Die Tür stand weit offen und langsam nährte ich mich der. Mit meiner kleinen Hand klopfte ich zweimal bis ich die Aufmerksamkeit des Arztes hatte.
„Komm rein, Rihanna.",sagte er mit einer sanften Stimme. Ich lächelte ihn leicht zu und ging rein. Eine Krankenschwester hinter mir kam nach mir rein und schloß die Tür hinter mir zu.
Mit einer Handbewegung zeigte er mir, dass ich mich hinsetzen sollte.
„Wie geht es dir Rihanna?"
„Gut."
„Hattest du letzte Nacht Schmerzen?"
„Nein, hatte ich nicht."
Letzte Nacht hatte ich höllische Schmerzen. Leise weinte ich und versuchte mein Leid zu verstecken. Wenn ich jetzt sagen würde, dass ich Schmerzen hatte, dann würden sie mich nicht zu meiner Familie lassen.
Sie würden mich länger hier behalten wollen und meine Sommerferien würde ich erneut in der Klinik verbringen.
Dieses Jahr würde ich gerne bei meiner Familie sein. Meine Eltern kommen aus einem kleinen Dorf in Südasien. Sie sind Mitte der 70 Jahre nach England gezogen.
Sie lieben Asien und vermissen das Land sehr. England ist Ihnen zu modern und nicht traditionell genug.
Aber in England gibt es gute Krankenhäuser und sie können mir helfen.

„Gut Rihanna, ich denke wir können dich mit deinen Medikamenten zu deiner Familie schicken.",sagte der Arzt erfreut und schrieb sich sich meine Medikamente auf.
Ein Lächeln bildete sich auf meinen Lippen. Das Gefühl von Erleichterung breitet sich auf meine kaputte Lunge aus. Plötzlich fing ich an zu husten. Der Arzt schaute zu mir auf und kam mit schnellen Schritten zu mir rüber. Die Krankenschwester alarmierte die anderen Schwestern, dass ich dringend ein Beatmungsgerät brauche.
Das husten wurde immer stärker und es die Luft immer weniger. Ich merkte dass mir das Atmen schwer fiel.
Mit meiner rechten Hand nahm ich die Hand von dem Arzt und drückte sie fest. Der Arzt nahm meine Hand und führte mich zu einem Bett, welche die Krankenschwester geholt hatte. Mit schnellen Schritten schoben sie mich den Flur entlang.
„Wir sind da", sagte der Arzt.
„Schnell die Maske!", schrie die Krankenschwester.
Das waren die letzten Worte, bevor meine Augenlider schwerer wurden und ein schwarzes Bild vor mir auftauchte.
Stumm wurde es plötzlich um mich herum.

Wie ein Heilmittel...Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt