Chapter Twenty-six

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"Rihanna?",fragte Tyler und holte mich aus meinem Element heraus. Ich bemerkte, dass die Zeit verging, da es bereits Nachmittag war. Wenn ich schrieb, vergass ich all meine Sorgen, da ich nun mein zweites Leben leben konnte.

"Geht es dir gut?", fragte Tyler hinterher. Ich nickte lächelnd und klappte mein Laptop zu.

"Mir geht es sehr gut. Entschuldige, dass ich so abwesend war.",sagte ich und legte das Laptop weg. " Aber das Schreiben tut mir so gut.",fügte ich hinzu.

Tyler fing an zu lächeln und legte sein Buch ebenfalls weg. Langsam erhob er sich und setzt sich auf meine Bettkante.

"Worüber schreibst du?",fragte er interessiert nach. Diese Frage hatte noch Niemand gestellt und ich wusste nicht hat, ob ich ihm wahrheitsgetreu antworten sollte. Er könnte mich auslachen und mich verspotten, andererseits denke ich nicht, das Tyler fähig dazu wäre. Für eine Person, die ihr Bein verloren hatte und ebenfalls in diesem weißen Gefängnis gefangen war, erschien Tyler von Außen recht glücklich und unversehrt. In Gegensatz zu mir könnte man bei ihm glauben, dass er ein normales Leben ohne Benachteiligungen führte. Ich kannte ihn zwar erst einen halben Tag lang, aber in diesen paar Stunden lächelte Tyler öfters als ich während meines ganzen Krankenhaus Aufhalts. Er versprühte in diesem leeren weißen Raum eine positive Aura und das beneidete ich an ihn. Die positive Einstellung, obwohl man weiß, dass das Leben nichts Positives mit sich bringt.

"Ich schreibe mein eigenes Buch, wo ich mein zweites Leben leben kann wie ich es will.",antwortete ich selbstbewusst und wartete auf seine Reaktion. Stattdessen bekam ich ein warmes Lächeln als Antwort. Ich konnte nun seine strahlend weißen Zähne sehen und seine rosa Lippen. Tyler war recht gutaussehend und dies bemerkte ich erst jetzt.

Wie ein Heilmittel...Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt