Chapter Forty-nine

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Die Stille zu genießen war unsere schönste Beschäftigung. wir liefen still den Weg entlang und hörten die Vögel schwitzen, Blättern rascheln und den Wind wehen. der Gedanke, dass dieser Moment sehr kurz war und dennoch so wundervoll war unglaublich. Ich stellte mir ein Leben ohne all diese Probleme vor. Wenn jeder uns Glück wünscht und kein Stein im Weg sein sollte, würden wir mehr als überglücklich sein. Wir könnten ungestört die Nächte schlafen ohne eine Träne zu verschwenden und die Angst zu haben, nicht akzeptiert zu werden. Wir würden täglich Lächeln, strahlen und glücklich sein. Auf einem Schlag wären all unsere Probleme weg und das einzige was uns an diesen Traum hindert waren meine Eltern. Sie könnten mir meine größte Last, die ich jemals in meinem Leben hatte, nehmen. Sie könnten mich zu einem glücklichen Menschen machen, wenn ich ihren Segen hätte. Sie würden ihre Tochter ohne Probleme täglich aufwachsen sehen und selber merken, dass Jakob mein Leben positiv verändert.

Im Leben kommt es nicht darauf an die besten Noten zu haben, von außen glücklich zu erscheinen. Im Leben kommt es darauf an was man hatte und was einen glücklich machte. Das was einen glücklich macht lässt man nicht los und man hält es für immer fest.

"Wann möchtest du deinen Eltern von uns erzählen.",fragte er mich und schaute dabei auf dem Boden. Diese Frage war schwieriger als wir dachten. Ich konnte sie nicht beantworten, da ich die Antwort selber nicht wusste. Ich möchte es ihnen sagen, doch die Angst war größer als der Mut. Als Kind möchte man die Eltern nicht enttäuschen, doch ich möchte aber mein herz ebenfalls nicht enttäuschen. Ich möchte mir selber und meinen Gefühlen treu bleiben und ich möchte mich nicht selber belügen. Das tut mir im Herzen weh, dass Jakob seinen blick nicht heben konnte und mir nicht in die Augen sah. Unsere Probleme bedrückten uns sehr und die machten uns beide fertig.

Wie ein Heilmittel...Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt