Chapter sixty-three

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"In was für ein Krankenhaus haben wir unsere Tochter geschickt?",sagte mein Vater dem Arzt. Der Arzt schaute mich bemitleidend an und ich spürte, dass ein paar Tränen meine Wange runterliefen.

"Papa, es ist nichts schlimmes. Tyler-",versuchte ich zu erklären, doch er unterbrach mich.

"Du bist mit einem Jungen im Zimmer und wohlmöglich bereits seit Wochen, oder?"

"Aber durch ihn-"

"Habe ich Recht?",fragte er mich und ich nickte langsam. Auf einmal begab er sich zum Schrank und nahm meine Tasche daraus. Schnell nahm er sich meine Kleidung und packte sie in meine Tasche. Meine Mutter fing im Hintergrund an zu weinen und ich tat es ihr gleich. Ich wollte nicht weg. Ich hatte nun endlich gefallen daran gefunden und Tyler half mir mein Schicksal zu akzeptieren und dennoch das Beste daraus zu machen.

Wären meine Eltern vor Wochen hier hingekommen und hätten sie gesagt, dass ich meine Sachen packen soll, hätte ich es ohne zu zögern gemacht. Ich hatte damals keinen Grund hier zu bleiben, doch nun hatte ich einen gewaltigen Grund dafür. Tyler war für mich da, während meine Eltern mich in Stich gelassen hatten.

"Papa bitte.",schrie ich, doch er packte weiter meine Sachen. Tyler blieb still im Bett liegen und man konnte seine Fassungslosigkeit deutlich am Gesicht erkennen. Er malte sich bereits ein Zimmer ohne mich aus. Die einzige Person, die er hatte, war ich.

"Ihre Tochter ist in Behandlung. Sie können sie nicht einfach mitnehmen, ohne eine Bestätigung des Oberarztes.",sagte ihm der Arzt aber mein Vater ignorierte ihn.

"Die Gesundheit ihrer Tochter wird sich wieder verschlechtern, wenn Sie sie jetzt mitnehmen.",fügte er hinzu, doch dies bewirkte nichts.

Ich stand auf und versuche mit schnellen Schritten auf mein Vater zu zugehen. Ich wollte ihn aufhalten und ihm sagen, dass Tyler wie ein Heilmittel auf mich gewirkt hatte. Vor ein paar Wochen konnte ich nicht einmal vernünftig stehen, doch als ich mit schnell Schritten auf mein Vater zuging, schaute mich meine Mutter verwundert an.

"Du kannst laufen.",flüsterte sie vor sich hin und schaute meine zittrigen Beine an.

Wie ein Heilmittel...Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt