Chapter Fifty-two

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"Willst du nicht für mich warten?",flüsterte ich und schaute nun den Boden an. Mein ganzer Körper fing an zu zittern und die Tränen kamen immer näher. Ich hatte in dem Moment das Gefühl Schuld an allem zu haben und Jakobs wohlergeben zu ignorieren. Die Angst breitete sich in mir aus, dass Jakob vielleicht denken könnte, dass ich das Ganze nicht Ernst nahm. Er verstand, dass die Lage zwischen Liebe, sowie dem eigenem Herz und Kultur, sowie der eigenen Familie eine komplizierte Lage war. Die Wahl traf ich nicht, da ich die Mitte wählte. Jedoch wusste ich, dass die Mitte ein gewagter Platz war.

Sein Blick erhob sich und traf direkt meine Augen. Seine Pupillen weiteten sich aus, als er die Tränen an meiner Wangen runterliefen sah. Sofort nahm er mich in den Arm und beruhigte mich. Meine Emotionen konnte ich nicht zurückhalten, da sie zu groß waren. Eine Mischung aus Schuldgefühlen, Angst und Trauer würde das Ganze sehr gut beschreiben. Ich drückte ihn ganz fest an mir und die Tränen vermehrten sich.

"Es tut mir leid.",versuchte ich deutlich zusagen, doch durch das Weinen fiel mir das Reden schwer. Er verstand mich irgendwie und drückte mich enger zu sich. Eine Umarmung hatte ihre eigene Sprache. Sie kann eine Begrüßung sein und einen Anfang symbolisieren. Sie kann Jemanden beruhigen und Ruhe sowie Fürsorge symbolisieren. Sie kann jedoch auch ein Abschieds sowie ein Wiedersehen symbolisieren. Doch diese Umarmung fühlte sich wie ein Abschied an. Wir drückten uns, als wenn es kein nächstes Mal geben würde und allein dieser Gedanke ließ meine Beine schwach werden. Ich war froh, dass er mich halten konnte, da meine Muskeln in meinen Beinen sich so eben verabschiedet hatten.

Er fing an die Umarmung langsam zu lösen und schaute mir tief in die Augen. Mit seinem rechten Daumen entfernte er meine Tränen und steckte die Haare, die in mein Gesicht gefallen waren, hinter mein Ohr.

Wie ein Heilmittel...Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt