Layla
Meine Füße tragen mich so schnell aus dem Penthouse heraus dass ich kurzzeitig das Gefühl habe mein Gleichgewicht zu verlieren und auf dem Bürgersteig zusammen zu brechen. Tränen rinnen mir über das Gesicht und verschleiern meine Sicht fast vollständig. Ich befinde mich in irgendeiner Straße in der Nähe des Penthouses, doch ich weiß nicht wie ich zurück zu meiner Wohnung kommen soll da meine Schlüssel noch bei Elijah im Auto liegen. Der Gedanke an Elijah lässt mein Herz erneut in tausend Teile zerspringen. Ich dachte da entwickelt sich etwas zwischen und, er hat mir von seiner Vergangenheit erzählt und wir waren für einander da als es uns schlecht ging. Er ist der Erste Mann der mir das Gefühl von Sicherheit vermittelt hat und ich mich in seiner Gegenwart geborgen und geschützt gefühlt habe. Ich will verdrängen was ich gesehen habe doch immer wieder taucht das Gesicht von dieser blonden Schlampe vor mir auf wie sie mich gehässig anlächelt und Elijah küsst. Ich bleibe außer Atem stehen und wische mir die Tränen aus dem Gesicht um endlich wieder besser sehen zu können. Ich stütze mich an einer Wand ab und hohle unregelmäßig Luft. Mein Atem beruhigt sich, doch mein Herz fühlt sich weiterhin so an als hätte man ein Messer herein gesteckt und es herumgedreht.
Ich laufe weiter durch die Straße als plötzlich ein schwarzer Van langsam neben mir her fährt. Das ganze kommt mir komisch vor und ich beschleunige meine Schritte. Ich hab Angst, Angst davor dass mir jemand etwas tun könnte. Seit mich Elijah vor Derek gerettet hat fürchte ich mich davor dass er mir hier irgendwo auflauern könnte und wieder hängt alles mit Elijah zusammen. Der Van wird langsamer und alles passiert plötzlich ganz schnell. Die Schiebetür an der Seite wird aufgerissen und ein Mann greift nach meinem Arm, ehe ich mich wehren kann werde ich in den Van gerissen und mir werden die Hände vor dem Körper zusammen gebunden. Alles um mich herum ist dunkel und ich kann den Mann vor mir nicht erkennen, da er seine Kapuze tief ins Gesicht gezogen hat. Mein Kopf dröhnt da ich ihn mir an der Innenwand des Fahrzeugs angeschlagen habe als mich der Unbekannte ins Auto geschuppt hat. Meine Augen gewöhnen sich grade an die Dunkelheit da werde ich auch schon unsanft am Arm gepackt und meine Augen werden mit irgendeinem Tuch verbunden. Ich höre wie die Geräusche des Autos langsam leiser werden und dann ruckt es einmal und ich nehme an das wir angehalten haben. Ich zittere und habe Angst davor was als nächstes passieren wird.
„Layla Jones, schön sie auch endlich mal live zu sehen." Ertönt eine tiefe Männerstimme neben meinem Ohr und jagt mir einen Schauer über den Rücken. Meine Hände sind feucht und ich reibe sie hektisch an meiner Hose trocken. Ich will schreien und weinen zugleich, doch ich stehe so unter Schock das ich nicht mal einen einzigen Ton heraus bekommen würde. „Willst du nicht mit mir reden Layla? Haben dir deine Eltern denn keine Manieren beigebracht das du Leuten antworten sollst die sich mit dir unterhalten." Fragt er fährt mir mit seinen kalten Fingern am Kinn entlang so dass ich automatisch vor der Berührung zurück weiche. Ich höre ein raues lachen und ein Geräusch als ob sich jemand mir gegenüber hinsetzen würde. „Du bist ein ungezogenes kleines Mädchen ich hoffe du bist gesprächiger wenn ich dir gleich ein paar Fragen über deinen kleinen Lover Elijah Hill stelle?" Spricht der Mann weiter. Scheiße Elijah wo bin ich hier nur hereingeraten? Wäre ich bloß nicht vor meinen Problemen weg gelaufen und hätte dir zugehört was du mir hättest sagen wollen! Ich hab so viele fragen, doch ich weiß nicht einmal ob ich das hier überlebe. Ich weiß nicht viel über Elijah und das wenige was ich weiß werde ich auch niemandem verraten. Elijah hat mir geholfen und nun stehe ich gewisser maßen in seiner Schuld, auch wenn ich mich momentan in einer gefährlichen Situation befinde hoffe ich doch das ich für den Mann so nützlich bin das er mich am Leben lässt. Ich will nicht sterben! Ich will leben!
Ich weiß nicht wie viel Zeit vergeht in welcher der Unbekannte einfach nur stumm da sitzt. Ich kann seine Präsenz so stark spüren das ich beinahe das Gefühl habe das er direkt durch mich hindurch sieht. „Ich glaube wir haben lang genug geschwiegen meine Liebe, du gibst mir jetzt lieber die antworten die ich will und du kannst gehen." Sagt er und in dem Moment setzt sich der Wagen wieder in Bewegung. „Was kannst du mir über die Machenschaften von Mr. Hill sagen?" Fragt die tiefe Stimme in einem befehlenden Tonfall. Ich beiße mir auf die Lippen und meine ganze Körperhaltung versteift sich augenblicklich. Ich atme zittrig ein und aus wobei ich versuche meine Unsicherheit zu verstecken. „I...Ich..ich weiß nichts über Elijahs Geschäfte." Stottere ich letztendlich doch. Ich höre wie der Fremde tadelnde Geräusche von sich gibt und direkt darauf erklingen Schritte. Schwere und langsame Schritte welche langsam auf mich zukommen bis ich seinen Atem vor meinem Gesicht spüren kann. Heißer feuchter Atem der nach Whiskey riecht und meine Sinne leicht benebelt.
„Du enttäuscht mich mi amore." Flötet die Männerstimme und die kühlen Finger umschließen mein Kinn erneut, diesmal nur viel kräftiger. Ich kann nicht mehr zurückweichen, da ich soweit es ging an die Innenwand des Vans gerutscht bin. „Du hast noch eine Chance mir zu antworten!" Sagt er mit Nachdruck und nimmt ruckartig seine Hand von mir. Ich wimmere leicht auf und spüre den unangenehmen druck der Seile um meinen Handgelenken immer stärker. „Ich weiß wirklich nichts!" Sage ich hysterisch und hoffe inständig dass er mir meine Lüge abkauft. Ein wütendes schnaufen ist zu hören und das Geräusch von einem metallische Gegenstand. Ich spüre etwas Kaltes an meiner Kehle und als es mich sticht weiß ich dass ein Messer an meiner Kehle liegt. Ich ziehe die Luft scharf ein und der Fremde lacht boshaft. „Ich dachte du bist schlauer mi amore, doch du hast dich so entschieden. Sag deinem Lover dass dies erst der Anfang war. Versteh es als Drohung nur das du als unbeteiligte dadurch zu Schaden kommen wirst." Seine Stimme ist Rasierklingen Scharf und jagt mir erneut einen Schauer über den Körper. Ich höre das Geräusch wie sich jemand entfernt und jemand neues kommt der mir die Binde von den Augen zieht.
„Hast du mich vermisst Baby." Sagt die nun mir bekannte Stimme und als sich meine Augen an die Dunkelheit gewöhnen erkenne ich wer nun vor mir steht. Derek Hayes, mein schlimmster Albtraum. Ich sehe in seine blauen Augen und erkenne darin nur Schadenfreude. Was hat er mit dem unbekannten Mann zutuen? Ich dachte er wäre einfach nur ein widerliches Arschloch, doch da steckt anscheinend mehr dahinter. Derek holt aus und seine Flache Hand trifft schmerzhaft auf meine Wange. Mir schießen sofort Tränen in die Augen und ich muss ein wimmern unterdrücken. Derek sieht mich verachtend an und holt zum nächsten Schlag aus der mich direkt in die Magengrube trifft so das sich mein ganzer Körper zusammenkrampft. Ein schluchzen entflieht meiner Kehle und Tränen verschleiern meine Sicht fast endgültig. „Hör auf zu Heulen!" Blafft mich der blondhaarige an und schlägt mir ins Gesicht so dass mir Sternchen vor den Augen tanzen.
Ich spüre einen stechenden Schmerz in meinem arm und im nächsten Moment läuft mir warme Flüssigkeit daran herunter die ich als mein Blut identifiziere. Ich erhalte einen letzten Schlag und das Auto hält so abrupt an das ich zur Seite geschlaudert werde. Die Schiebetür öffnet sich und ich werde auf den kalten Gehweg in irgendeiner Straße geschuppt. „Ich hoffe das ist Elijah Hill eine Lehre." Ruft Derek und der Van rast mit quietschenden Reifen davon. Beim Aufprall habe ich mir den Kopf so stark angeschlagen dass ich nicht mehr klar sehen kann. Es ist stockdunkel und nur eine Laterne wirft ein wenig Licht auf die Straße. Ich versuche mich aufzurappeln, doch ich breche zusammen und mein Körper zittert unterbrochen. Ich will weg doch meine Sicht verschwimmt immer mehr bis ich mich der Dunkelheit völlig hingebe. Alles ist rabenschwarz und ich fühle keinen Muskel meines Körpers mehr. Das letzte was ich höre ist der Schrei einer Stimme, doch im nächsten Augenblick bin ich auch schon komplett weg und fühle nichts mehr.

DU LIEST GERADE
𝑺𝒉𝒆'𝒔 𝒎𝒚 𝑫𝒆𝒔𝒕𝒊𝒏𝒚 ✔️
Mystery / ThrillerWe all wear masks, some with makeup some with smiles some with wifes or husbands cars or chlothes we hide from the world and from ourselves we hide from the truths behind our eyes running away from our real but somewhere there where truth me...