ElijahSchüsse fallen Hektik bricht aus und das einzige was ich sehe ist sein toter Körper vor mir, er war der einzige Erwachsene der mir jemals in meinem erbärmlichen leben das Gefühl gegeben hat etwas wert zu sein und jetzt liegt er hier vor mir Tot. Ichbewege mich auf ihn zu ohne dass ich mich dagegen währen könnte, die Waffe wird weiterhin fest von meiner rechten Hand umschlossen. Ich halte sie als wäre sie ein Anker welcher mich vor dem Ertrinken bewahrt, doch es ist zu spät! Ich falle vor ihm auf die Knie und ziehe seinen schlaffen Körper auf meinen Schoß und halte ihn fest, als könnte er dadurch zu mir zurückkommen. Ich schreie, denn der Schmerz den ich empfinde ist unerträglich, ich schreie immer weiter und fühle mich weiterhin wie in Watte gepackt. Meine Stimme klingt fremd und kein bisschen nach mir. Ich werde an der Schulter berührt und sehe in das Gesicht von Layla. Ihre Augen sind gerötet als sie mich auf die Beine zieht und ihre Arme um mich schließt. Ich sollte mich darum kümmern Valentino auszuschalten, doch ich bin unfähig dazu gerade irgendetwas zu unternehmen, also muss ich darauf vertrauen was meine Freunde und Angestellten tun. „Es tut mich so leid!" Schluchzt Layla, doch ich finde keine Worte die unsere Situation beschreiben könnte.
Ich will mich wieder zu Archers Leiche drehen, doch sehe aus dem Augenwinkel, wie welche meiner Männer ihn zudecken und wegbringen. Ich atme einmal tief durch und ziehe die Maske wieder auf die ich, nach Nathans Tod getragen hatte. Kalt, herablassend, undurchdringlich! Ich drehe mich zu meiner Freundin und schiebe sie vor mir her in Richtung der Stelle wo wir die Jacht abgestellt haben. Ich erkenne Sawyer, Armani und Faith, doch vor ihnen kniet ein geknebelter Valentino was meinem Herzen ein wenig Erleichterung bereitet. Wir sind noch 200 Meter vom Steg entfernt als es neben uns im Gebüsch raschelt und ein Blonder Haarschopf zum Vorschein kommt. Emma steht neben und reißt die Augen auf als sie Layla und mich erblickt. Ich zögere keine Sekunde und richte meine Waffe auf sie und drücke ab, einmal, zweimal, dreimal, viermal, dann ist die Pistole leer. Ihr Körper liegt schlaff am Boden und ich gehe einfach weiter, als wäre sie ein Stück Müll am Straßenrand. Layla zieht scharf die Luft ein, doch ich habe gerade keine Nerven dafür mich auf sie zu konzentrieren auch wenn ich sie liebe.
Wir erreichen die Jacht und ich betrete sie nicht ohne Valentino vorab noch einen kräftigen Schlag zu verpassen. Gewalt ist keine Lösung, dass ich nicht lache. Ich schmeiße meine Pistole auf ein Regal im Innern der Jacht und gebe meinen Männern das Kommando loszufahren. Ich drehe mich um und plötzlich steht Sawyer vor mir und umarmt mich. „Sorry...Mann ich weiß wie viel dir Archer bedeutet hat." Ich erwidere nichts sondern lasse mich einfach von ihm umarmen, schweigen sagt manchmal mehr als tausend Worte es könnten. Wir lösen uns voneinander und ich lasse mich auf einem der Sessel nieder. „Wir haben Valentino unten im Frachtraum eingesperrt und gefesselt, wenn wir wieder auf dem Festland sind sorgen wir dafür das er weggesperrt wir, versprochen." Sagt Sawyer aufmunternd. „Danke dir." Erwidere ich Müde und lasse erschöpft den Kopf gegen die Lehne sinken und schließe die Augen.
Ich vernehme wie sich ein Körper auf meinen Schoß setzt und weiß dass es Layla ist. Ich öffne die Augen wieder und erkenne ihren traurigen Blick. Ich lege meine Arme um ihre Taille und halte sie fest, oder eher halte mich an ihr fest, sie ist mein Anker. Meine einzige Chance nicht komplett durchzudrehen und irgendwann zu mir zurück zu finden und ihr ein guter Mann zu sein. „Ich liebe dich Baby." Sagt sie und haucht mir einen Kuss auf die Stirn. „ich liebe dich auch kleine und danke dass du da bist." Sie nickt nur leicht und lehnt sich gegen mich. Ich atme ihren süßen Duft ein und fühle mich geborgen, doch obwohl ich müde und erschöpft bin kann ich kein Auge schließen ohne Archers toten Körper vor mir zu sehen. Wie er da so leblos vor mir lag und ich nicht einmal die Gelegenheit hatte mich von ihm zu verabschieden.
Es ist 03:00 Uhr als Layla und ich wieder im Penthouse ankommen. Ich habe auf der Fahrt hier her kein Wort mit ihr gewechselt. In der Wohnung angekommen steuere ich auf die Küche zu und hole eine Flasche Whiskey aus dem Kühlschrank und ein Glas dazu. „Ist das wirklich eine so gute Idee?" Fragt meine Freundin und sieht skeptisch auf die Flasche in meiner Hand. Ich zucke die Schultern und setze die Flasche an meine Lippen, dass Glas brauch ich jetzt wohl doch nicht mehr. Layla sieht mich ermahnend an, doch ich gehe an ihr vorbei Richtung Dachterrasse. Ich will nichts mehr fühlen, rein gar nichts und Alkohol ist der beste Weg meine Gefühle abzustellen.
Ich komme auf dem Dach an und sauge die kalte Nachtluft in meine Lungen wie eine Droge. Ich setze die Flasche erneut an und mache ein paar kräftige Züge bevor ich sie wieder absetze und schon mehr als die Hälfte aus ihr fehlt. Ich trete bis an den Rand des Daches und schaue über die Dächer der Stadt. New York, die Stadt die niemals schläft. Meine Heimat und mein Gefängnis zugleich. Ich hasse diese Stadt, egal wie viel gutes ich mit ihr verbinden könnte, dass schlechte würde immer auf seine besondere Art und Weise überwiegen. „Warum müsst ihr mich alle verlassen verdammt! Erst du Nathan und jetzt Archer, ist meine Gegenwart so schrecklich das ihr nur durch den Tot vor mir fliehen könnt." Schreie ich in die Nacht und fahre mir durch die Haare. „Ich hab euch beide einfach sterben lassen und konnte nichts dagegen tun. Ich hasse mich dafür, wenn es das ist was ihr erreichen wolltet, ich hasse mich." Schreie ich erneut und schleudere die Whiskeyflasche vom Dach. Ich höre ihren Aufprall nicht, sondern nur meine Knie die auf dem Schotter aufkommen ehe ich mir die Hände vors Gesicht schlage. Ich bin eine verdammte pussi, kauere hier heulend auf dem Dach und betrinke mich weil ich zu feige bin der Wahrheit ins Gesicht zu sehen.
Die Dachluke hinter mir öffnet sich und leise Schritte nähern sich mir. „ich glaube du solltest versuchen zu schlafen Baby, wir reden Morgen zusammen ok." Sagt Layla und greift sachte nach meinem Arm. Ich lasse mich von ihr hoch ziehen und folge ihr ohne zu murren ins Schlafzimmer. Layla schiebt mich zum Bett und zieht mich in ihre Arme. Ich schling meine Arme um ihren Bauch während sie mir durch die Haare fährt und über den Rücken streicht. „Danke das du da bist." Sage ich leise und ich hoffe sie weiß wie viel Überwindung es mich kostet sowas auszusprechen. „Nicht dafür, du würdest dasselbe für mich tun Elijah." Erwidert sie leise und drückt ich fester an sich. Ich schließe die Augen, da mich ihre sachten Berührungen langsam verdammt müde machen und drifte in einen leichten Schlaf ab.
Flashback/Traum
Ich befinde mich in einem dunklen Raum. Ich gehe vorsichtig ein Paar schritte und weit weg tut sich ein kleines Licht auf. Plötzlich ist es so hell das ich die Augen zukneifen muss um etwas zu sehen. Vor mir steht mein Vater und sieht mich hasserfüllt an. „Du Nichtsnutz!" Schreit er und schlägt mich, einmal, zweimal, dreimal. Ich lasse es über mich ergehen, da mein Körper mir nicht mehr gehört und ich wie versteinert bin. „Du wirst nie genug sein, dien Bruder ist so viel besser als du." Schreit er und plötzlich verschwindet er und Archer taucht auf. „Warum hast du mir nicht geholfen Junge?" Will er anklagend wissen und geht auf mich zu. Ich gehe rückwärts, doch stoße mit dem Rücken gegen etwas Hartes. Mein Atem geht viel zu schnell und ich will nur noch weg von hier. „Du hast zugesehen wie ich gestorben bin und nichts dagegen unternommen" Sagt er. „Es tut mir doch leid!" Sage ich mit zitternder Stimme.
Ende TraumIch spüre wie jemand an meiner Schulter rüttelt und ich schlage hektisch die Augen auf. Mein Atem rast und ich sehe mich panisch um, es ist stockdunkel und der fakt bringt mein Herz nur noch mehr zum Rasen. „Hey hey hey Elijah ich bin hier, es ist alles gut." Sagt eine vertraute Stimme und ich sehe in Laylas Gesicht, welche gerade die Nachttischlampe eingeschaltet hat und mich besorgt mustert.
Ich stütze mich auf die Unterarme und merke wie mir der Schweiß über die Stirn rinnt. Der Traum hat sich so echt angefühlt das ich das Gefühl habe wirklich geschlagen wurden zu sein. Layla legt ihre Hand an meine Wange und bis dahin habe ich nicht einmal gemerkt das mir Tränen über die Wangen gelaufen sind. „Shhhhh alles gut, ich bin bei dir." Redet sie einfühlsam auf mich ein und nimmt mich in den Arm, wie so oft schon. Mein Atem normalisiert sich langsam wieder und ich schaffe es Layla in die Augen zu sehen. „Geht es wieder?" Fragt sie und mustert mich. „Ich weiß nicht.." sage ich wahrheitsgemäß. Ich hatte schon so lang keine Panikattacken mehr, doch die hier war mit Abstand eine der schlimmsten. „Das ist mir schon lang nicht mehr passiert." Flüstere ich und weiß nicht ob sie mich überhaupt verstanden hat. „Darf ich fragen warum du eine Panikattacke hattest." Will Layla wissen und streicht mir die Haare aus der Stirn. Ich nicke und lasse meinen Kopf wieder in die Kissen sinken.
„Mein Vater hat mich früher geschlagen." Sage ich und höre wie sie scharf die Luft einzieht. „Immer wenn ich nicht gehört habe oder nicht so war wie Nathan, einmal hat er mich sogar mit dem Messer angegriffen, davon stammt die Narbe auf meinem Arm welch fast komplett von meinem Tattoo verdeckt wird." Sage ich ganz leise und streich über die schwarzen Linien des Tattoos. „Warum hast du nicht früher was gesagt?" Fragt Layla und schnieft einmal leise. „Weil ich Angst hatte du würdest mich dadurch anders sehen." Sage ich und schaue betreten weg. „Hör auf so etwas zu denken Elijah, zweifle nie an dir und vor allem vergiss nie das ich dich liebe mit allem was mir lieb ist. Du bist eine der stärksten Personen die ich kenne und ich würde dich nie verurteilen." Sagt sie liebevoll. „Danke kleine, du bist das Beste was mir je passiert ist." Flüstere ich und merke wie meine Augenlieder vor Erschöpfung wieder ganz schwer werden und ich dieses mal aber befreiter einschlafe.
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𝑺𝒉𝒆'𝒔 𝒎𝒚 𝑫𝒆𝒔𝒕𝒊𝒏𝒚 ✔️
Misterio / SuspensoWe all wear masks, some with makeup some with smiles some with wifes or husbands cars or chlothes we hide from the world and from ourselves we hide from the truths behind our eyes running away from our real but somewhere there where truth me...