Elijah
Valentino Knight, dieser Name kreist auf der ganzen Heimfahrt durch meine Gedanken. Ich kenne niemanden der so heißt oder einen ähnlichen Namen trägt. Wie kann es seien das er ein Mafioso ist und ich ihn nicht einmal anhand seines namens kenne. Das Tor zur Tiefgarage öffnet sich und ich stelle mich wieder auf den Parkplatz den ich vor gut 3 Stunden verlassen hatte. Laylas Wagen steht immer noch unveränderlich da was mich darauf schließen lässt das sie immer noch da ist und auf mich warten wollte. Ich schalte meinen Wagen aus, bleibe aber trotzdem noch sitzen. „Fuck!" Brülle ich und schlage mehrmals auf das Lenkrad ein.
Ich wollte nur den Namen wissen und damit haben sich so viele ungelöste Tatsachen offenbart. Kannte dieser Valentino meinen Bruder und wenn ja was hat er mit dem Mord zutuen. Ich raufe mir die Haare und hole noch einmal tief Luft ehe ich die Tür öffne und mit schwären schritten auf den Fahrstuhl zusteure. Die Tür des Lifts springt auf und ich wähle die taste um auf die Etage meines Apartments zu kommen. Der Lift hält und ich gehe auf die Haustür zu, doch halte kurz inne um im nächsten Moment die Tür doch aufzuschließen.
Ich streife mir die Schuhe von den Füßen und gehe in Richtung Wohnzimmer, als ich in den Raum treten will kommt Layla vor mir schlitternd zum Stehen und schlingt ihre Arme um mich. Ich taumle einen Schritt zurück, da ich damit nicht gerechnet hätte, erwidere ihre Umarmung aber auch sofort. „Nicht so stürmisch kleine." Scherz ich und hauche ihr einen Kuss auf den Scheitel. Sie lächelt mich an und drückt mir einen Kuss auf die Lippen ehe sie mich hinter sich her ins Wohnzimmer zieht. Ihre stürmische Begrüßung lenkt mich sogar einen Augenblick von meinem eigentlichen Problem ab.
„Sind die Anderen schon gegangen?" Frage ich und lasse mich neben ihr auf dem Sofa nieder. Layla dreht sich so dass sie mich ansehen kann und augenblicklich weiten sich ihre Augen und sie schlägt sich die Hände vor den Mund. „Du...da ist Blut auf deinem Oberteil." Sagt sie stotternd und will schon vom Sofa aufspringen. „Ist okay, das ist nicht meines mi pequeño." Sage ich schnell und greife nach ihren Händen um sie davonabzuhalten aufzustehen. „Mir geht es gut." Füge ich noch hinzu und sie schaut mich prüfend an.
„Was wolltest du noch gleich wissen?" Fragt sie und streicht sich verlegen die Haare aus dem Gesicht. Ich merke wie unangenehm es ihr ist das sie meine Frage vergessen hat und muss leicht schmunzeln. Ich packe Layla an den Hüften und lasse sie auf meinem Schoß wieder runter. „Ich wollte wissen wo die anderen sind?" Wiederhole ich meine Frage und schlinge meine Arme um ihre schmale Taille. „Armani ist kurz nach dir gefahren weil er noch zu Faith wollte und Sawyer hat Roxy vor einer Stunde nachhause gebracht und ist dann auch heim." Sagt sie und legt ihren Kopf an meine Brust. Ich atme ihren vertrauten Geruch ein und male mit meinen Fingern kleine Kreise auf ihren Rücken.
„Du hättest ruhig schlafen gehen können und nicht auf mich warten müssen." Sage ich und komm mir vor wie ein Vater der seiner Tochter sagt das sie nicht wach bleiben soll bis er von der Arbeit heim kommt. „Ich wollte aber auf dich warten Elijah." Flüstert sie an mein Ohr. „Du bist das Beste was mir passieren konnte, weißt du das eigentlich Layla." Philosophiere ich vor mich hin und ihre ozeanblauen Auges fixieren Augenblicklich meine grauen. „Wirklich?" Fragt sie leise und hört sich irgendwie atemlos an. „Wirklich, ohne dich wäre ich nicht da wo ich jetzt bin, du hast mir einen Grund gegeben weiterzumachen." Sage ich ehrlich und lege meine Lippen auf ihre.
Sie erwidert den Kuss und unsere Münder bewegen sich leidenschaftlich aneinander. Ihre Hände fahren in meine Haare und ich knurre an ihre Lippen so dass ich merke wie sich ihre Mundwinkel nach oben verziehen. Sie löst sich von mir und sieht mir intensive in die Augen. „Du hast mein Leben auch so viel besser gemacht Elijah, denn ohne dich wäre ich nie von Derek weggekommen" Flüstert sie. „Jetzt erzähl mir aber was in Brooklyn passiert ist!" Setzt sie mit Nachdruck hinterher. Das ist mein Mädchen.
„Okay!" Sage ich und hole noch einmal tief Luft und stelle mich darauf ein mit Frage gelöchert zu werden. „Der Mann den meine Leute geschnappt haben war Lopez, er war einer der höheren Mitglieder des The Saint Kartells. Ich habe ihn zuerst nicht erkannt, doch als er gesagt hat dass er Lopez heißt wusste ich das er einen ziemlich hohen Rang hat. Er wollte erst einen auf loyales Mitglied machen aber wenn man die richtigen Mittel und Wege kennt bekommt man selbst von dem treusten Mitglied die Antwort die man braucht. Sagen wir so ich weiß jetzt das ich nach jemandem mit dem Namen Valentino Knight suche und Lopez wird nie wieder jemandem in die quere kommen." Ich musste nach meiner letzten sarkastischen Bemerkung schmunzeln und Laylas Gesicht nahm einen schockierten Ausdruck an.
„Du hast ihn umgebracht?" Kam es fast nur flüsternd aus Laylas Mund und ich nickte. „Er musste sterben, er hätte uns noch gefährlich werden können und ich lasse kein weiteres Mal zu das jemand verletzt wird der mir nahe steht." Sage ich und meine Stimme hört sich kühler als beabsichtigt an.
Ich weiß nicht was mit mir los ist. Müsste man sich nicht eigentlich ein wenig erleichtert fühlen wenn man wenigstens den Namen von der Person kennt die wahrscheinlich deinen Bruder umgebracht hat. Es ist leider das totale Gegenteil, ich fühle mich unter Druck gesetzt und jedes Mal wenn ich in solche Situationen geraten bin verfalle ich wieder in alte Muster. Ich fange an wieder unüberlegt zu handeln und kann meine Impulse nicht kontrollieren, aber ich muss mich zusammenreißen.
Elijah du darfst nicht die Kontrolle verlieren, sage ich gedanklich eines meiner vielen Mantras was mich die letzten Jahre über schon begleitet. Dieses Mal steht aber mehr auf dem Spiel, ich darf Layla nicht enttäuschen und vor allem darf ich sie durch meine Art nicht verlieren. Ohne sie würde ich mich verlieren und womöglich durch eine unüberlegte Entscheidung mein Leben und das meiner Freunde und Familie riskieren.
„Alles okay?" Dringt Laylas Stimme zu mir durch und ihre Hand berührt mich sachte an der Schulter. Ich schrecke aus meinen Gedanken hoch und sehe perplex in das Gesicht meiner Freundin. „Ohh.. ja es ist alles gut, ich war nur in Gedanken." Sage ich schnell und schiebe sie sachte von meinem Schoß um in die Küche zu gehen. Ich spüre ihren stechenden Blick im Rücken und weiß das sie nicht locker lassen wird ehe sie weiß was mich so beschäftigt. Ich hole ein Glas aus dem Schrank in der Küche und dazu eine Flasche Whiskey aus dem Kühlschrank. Ich befülle das Glas und lasse den ersten Schluck der brennenden Flüssigkeit meine Kehle runterlaufen.
Ich stütze die Hände auf der Arbeitsplatte ab und höre Schritte hinter mir. „Elijah ich merke das es dir nicht gut geht, rede bitte mit mir." Fleht Layla schon, doch ich kann mich gerade nicht zu ihr umdrehen. Ich spüre das sie ganz dicht hinter mir steht, doch sie fasst mich nicht an. „Wovor hast du Angst Elijah?" Fragt sie mit nun weicherer Stimme. Ich drehe mich zu ihr um und ihre blauen Augen ziehen mich schon wie so oft in diesen Bann. „Ich habe Angst zu davor zu versagen! Ich muss Nathans Mörder finden, doch was ist wenn ich Scheiter? Was dann Layla? Ich suche seit drei Jahren und ich habe eine scheiß Angst davor zu scheitern!" Sage ich und bemühe mich ruhig zu bleiben.
Layla umarmt mich und ich vergrabe meinen Kopf in ihren Haaren. Ihr könnt jetzt denken ich bin schwach und heule ständig rum, doch sowas nimmt dich seelisch mit. Du stehst so kurz vor dem Ziel, doch immer wenn du es überschreiten willst reißt es dir dem Boden unter den Füßen weg und du fällst. Mann kämpft jedes Mal nur noch stärker, denn aufgeben war noch nie eine Option.
„Sei nicht so hart zu dir, ich weiß das es nicht leicht für dich ist und ich möchte gar nicht wissen wie es wäre wenn meiner Schwerster etwas passieren würde, doch ich glaube das dein Bruder nicht wollte das du dich so kaputt machst." Sagt sie und schnieft einmal auf. „Nein er hätte es nicht gewollt, Nathan wollte immer das Beste aus jeder Situation machen." Sage ich und lasse mich weiterhin von ihr umarmen. „Ich glaube an dich Elijah, du wirst es schaffen, denn du bist unglaublich stark!" Ich hoffe doch das sie recht hat und ich sie nicht enttäuschen muss wie kaputt ich eigentlich bin. Nach außen kann man vieles vormachen, unsere innere Stärke macht uns aber hierbei aus.
Was denkt ihr hartes nun mit Valentino auf sich und was hat das Phantom eigentlich vor um Elijah zu schaden? 😏
Ich hoffe das Kapitel hat euch gefallen ❤️
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𝑺𝒉𝒆'𝒔 𝒎𝒚 𝑫𝒆𝒔𝒕𝒊𝒏𝒚 ✔️
Misterio / SuspensoWe all wear masks, some with makeup some with smiles some with wifes or husbands cars or chlothes we hide from the world and from ourselves we hide from the truths behind our eyes running away from our real but somewhere there where truth me...