Layla
Valentino dreht mir den Rücken zu verschwindet im inneren des riesigen Gebäudes. Ich folge ihm und bin sprachlos als ich in den riesigen Eingangsbereich komme. Auf den Videoaufnahmen sah das Innere des Gebäudes schon atemberaubend aus, doch aus nächster Nähe wirkt es fast erdrückend auf einen. In der Mitte der beiden Treppen die links und rechts von mir in die nächste Etage führen prangt auf dem Boden in Gold die Initialen V.K. Ich stehe unschlüssig mitten im Raum und erschrecke als seine tiefe Stimme die Stille förmlich durchschneidet. „Kommst du Summer, mein Büro liegt oben." Ich nicke schnell und laufe mit genügend Sicherheitsabstand hinter ihm her.
Wir nehmen die Treppe auf der rechten Seite und gehen in der oberen Etage ebenfalls den rechten Flügel entlang. Der Gang ist nicht besonders lang und an seinem Ende erstreckt sich eine mattschwarze Tür vor der Valentino stehenbleibt. Er öffnet die Tür und hält sie mir auf. „Nach dir mi amore." Beim Klang seiner Stimme stellen sich mir alle Haare zu Berge und ich verspanne mich. „Danke seht Mr. Knight." Sage ich und bemühe mich so ruhig und höflich wie möglich zu klingen, dass er keinen Verdacht schöpft.
Ich betrete das Büro sehe direkt auf einen gläsernen Schreibtisch welcher vor einem schwarzen Sessel steht. Links und rechts von mir erstrecken sich dunkelbraune Bücheregale welche bis unters Dach gefüllt sind. Der schwarzhaarige lässt die Tür krachend ins Schloss fallen und setzt sich mit einer Eleganz hinter seinen Schreibtisch und mustert mich eindringlich. Ich kann nicht leugnen das Valentino Knight ein unattraktiver Mann ist, doch die Art wie er mich ansieht bringt mich schon dazu das mir das Blut in den Adern gefriert und ich es nicht einmal schaffe seinem Blick Stand zu halten. Sein Blick hat etwas Raubtierartiges und man fühlt sich als wäre man die Beute in einem seiner Spiele. „Setzen sie sich doch Summer." Sagt er verführerisch und deutet auf das schwarze Leder Sofa was auf der anderen Seite von seinem Schreibtisch steht. Ich setze meine Schritte langsam und bedacht und versuche mich möglichst elegant auf das Sofa gleiten zu lassen, doch mit seiner Eleganz und Körperhaltung kann ich nicht mithalten. Er spielt in einer andern Liege und das wissen das ich nicht annähernd in seine Reichweite komme lässt er mich dadurch nur noch deutlicher spüren.
„Was führt so ein schönes Mädchen wie dich hier zu mir?" Fragt er in verführerischem Ton und ich muss schlucken. „Ich wurde in ein Taxi hier her gesetzt und der Mann für den ich arbeite meinte es bringt gut Geld wenn er mich hier hin loswird." Sage ich und meine Stimme hört sich so fremd an, dass ich sie kaum selbst wiedererkenne. „Dann kann ich mich ja glücklich schätzen eine wie sie abbekommen zu haben mi amore." Flöhtet er und ich weiß nicht wirklich wovon er redet. „Was meinen sie damit? Eine wie mich." Frage ich zögerlich und mein Blick schnellt durch den Raum da ich mich hier ganz und gar nicht sicher fühle. „Das wirst du schon noch früh genug erfahren." Sind seine letzten Wörter als er ruckartig aufsteht und plötzlich auf mich zukommt. „Komm mir mi amore ich zeige dir dein Zimmer in dem du vorerst bleiben kannst." Haucht er an mein Ohr und legt eine seiner schwären Hände auf meiner Schulter ab.
Ich verspanne mich leicht unter seiner Berührung und erhebe mich zögerlich. Valentino geht neben mir und seine Hand wandert bis zur Mitte Meines Rückens hinab. Ich öffne die Tür und trete in den Flur. „Dein Zimmer liegt auf dem linken Flügel." Erklärt er und ich gehe langsam los in der Hoffnung dass er endlich seine Hand von meinem Rücken nimmt. Er lässt tatsächlich die Hand fallen und ich fühle mich automatisch freier als noch ein paar Sekunden zuvor. „Das ist dein Zimmer." Sagt er und deutet auf eine Tür zu meiner Linken. Ich nicke und er greift an mir vorbei und stößt die Tür auf. Ich betrete das Zimmer und sehe mich flüchtig um. Es ist alles Modern eingerichtet, aber trotzdem hat alles diese dunkle Note. „Du kannst dich erst einmal ausruhen, ich brauche dich heute noch nicht und nehme lieber Morgen deine volle Aufmerksamkeit in Anspruch." Flüstert er an mein Ohr und streicht mir eine Haarsträhne aus dem Gesicht bevor er das Zimmer verlässt und ich allein bin, allein mit meinen Gedanken.
Ich stehe im Badezimmer und mache mich gerade fertig als ich ein Piepen an meinem Ohr wahrnehme. „Wie ist die Lage." Dringt eine Männliche Stimme in mein Ohr und erst jetzt fällt mir wieder ein das ich ja ein kleines Mikro in meiner Brille habe. „Alles okay bis jetzt, ich kann aber nicht weiter reden, ich melde mich später nochmal." Flüstere ich und hoffe dass mich niemand gehört hat. Ich trete aus dem Badezimmer wieder in mein Zimmer und trage immer noch die selben Klamotten wie gestern. Ich fahre mir noch ein letztes Mal durch die Haare eh ich all meinen Mut zusammennehme und die Tür öffne welche in den Flur führt.
Ich trete in den Flur und stoße dabei fast vor einen der Wachmänner. „Tut mir leid." Sage ich schüchtern und drehe mich so schnell wie möglich von ihm weg und gehe zurück zu der Treppe mit der ich gestern hier hoch gelangt bin. Aus der unteren Etage dringt seine tiefe Stimme welche sich nicht besonders erfreut anhört und ich entschließe mich trotzdem gegen meinen Verstand dieser zu folgen. Der Stimme zu folgen gestaltet sich leichter als gedacht, denn sie kommt aus der großen Küche welche in unteren Stockwerk liegt. Ich bleibe im Türrahmen stehen und spähe vorsichtig hinein. Valentino steht mit dem Rücken zu mir und wirft sein Handy achtlos auf die Arbeitsplatte. „Solche Nichtsnutze, alles muss man selber machen." Brummt er und dreht sich um, als er jedoch mich in der Tür stehen sieht verändert sich allerdings etwas in seinen Augen und ich kann nicht sagen das ich diesen neuen Ausdruck besser finde als ihren vorherigen.
„Komm doch rein Summer." Sagt er und deutet an den Tisch welcher mitten im Raum steht. Ich gehe auf ihn zu und lasse mich auf einem der Stühle nieder. Valentino stellt sich hinter mich und ich habe dabei ein ganz mulmiges Gefühl. „Ich muss gleich noch einmal weg, aber ich verspreche dir wenn ich zurück bin werden wir eine schöne Zeit zusammen haben." Die Zweideutigkeit in seiner Stimme ist kaum zu überhören und mir stellen sich alle haare zu berge. Seine Hände gleiten langsam meine Arme hinab in ich muss mich wirklich unter Kontrolle haben nicht aufzuspringen und wegzulaufen. Eine seiner Hände fährt wieder nach oben und zieht an meinen Haaren so dass ich meinen Kopf in den Nacken legen muss um in sein Gesicht sehen kann. Er grinst mich Raubtier artig an und drückt dann seine Lippen dominant auf meine. Ich bin wie erstarrt, doch erscheint es nicht zu merken und wenn doch ist es ihm scheiß egal wie ich diesen Kuss finde. Valentino lässt mich wieder los und geht auf die Tür zu. „Wie sehen uns später mi amore." Sagt er und zwinkert mir zu ehe er die Küche verlässt.
Ich bleibe wie erstarrt auf dem Stuhl sitzen und höre nur noch wie die schwäre Haustür ins Schloss fällt und ein Auto das Anwesen verlässt.
Ich atme durch und versuche mich zu sammeln. Das ist meine einzige Chance unbeobachtet in sein Büro zu kommen und die sollte ich nutzen. Ich rapple mich hoch und verlasse die Küche auf leisen Schritten. Im Eingangsbereich sehe ich mich in alle Richtungen um, doch es totenstill und niemand ist zu sehen. Besser könnte es nicht laufen doch ich sollte nicht zu euphorisch sein, Hochmut kommt bekanntlich vor dem Fall und der fall kann hier ziemlich leicht kommen. Ich gehe die Treppe schnell nach oben und verschwinde im rechten Flügel. Die Tür am Ende des Ganges steht einen Spalt breit offen und ich schleich mich hinein. Es sieht immer noch so aufgeräumt aus wie als ich es gestern verlassen habe, doch irgendwo hier muss er doch auch irgendwelche wichtigen Daten haben. Ich mache mich zuerst daran in den Bücherregalen zu suchen, doch als zu viel verspreche ich mir davon nicht.
Ich ziehe einzelne Bücher heraus und sehe ein das sich meine Vermutung nur bestätigt hat. Der Schreibtisch ist also meine letzte Option, ich fange an ihn oben drauf abzusuchen, doch auch da ist nichts Brauchbares bis mir ein Stick ins Auge springt welcher aussieht wie ein Stück von dem Keramiktopf auf dem Sachreibtisch. Ich greife danach und plötzlich höre ich ein knacken. Ich stecke mir den Stick in den BH und sehe langsam auf. Ich sehe in blaue Augen die so viel Kälte ausstrahlen das ich sie unter tausenden wieder erkennen würde. Mein Atem bleibt stehen und ich hatte wirklich von ganzem Herzen gehofft ihn nie wieder sehen zu müssen, doch Wünsche gehen bekanntlich nicht immer in Erfüllung und meine erst recht nicht.
😏😏Wer da wohl vor Layla im Büro steht. Ich bin gespannt auf eure Vermutungen.
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𝑺𝒉𝒆'𝒔 𝒎𝒚 𝑫𝒆𝒔𝒕𝒊𝒏𝒚 ✔️
Mystery / ThrillerWe all wear masks, some with makeup some with smiles some with wifes or husbands cars or chlothes we hide from the world and from ourselves we hide from the truths behind our eyes running away from our real but somewhere there where truth me...
