Kapitel 29

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Scarlett P. O. V.

Ich flog so schnell ich konnte durch den Himmel und fühlte mich einfach frei. Aber komischerweise musste ich überhaupt nicht darüber nachdenken, wie ich flog, es war einfach instinktiv, dass mein Körper wusste, wie er sich zu bewegen hatte. Der Wind wehte mir die nassen Haare ins Gesicht, und nicht nur das, komischerweise war mir überhaupt nicht kalt, obwohl mein ganzer Körper klitschnass war. Plötzlich hörte ich noch ein anderes Paar Flügelschläge hinter mir. Ich konnte nicht fassen, wer da hinter mir flog.... Es war dieser beschissener Prinz. Okay, ich nannte ihn nur so, weil er mich einfach geküsst hatte, auch wenn ich zuerst nichts unternahm, um seine Spielchen zu beenden. Und nur, weil er ein Prinz war, hieß das noch lange nicht, dass er sich alles erlauben konnte. Ich beschleunigte meine Flügelschläge und ging in einen Sturzflug über, um ihn abzuschütteln. Meine Manöver waren gar nicht mal so übel, wie ich fand, aber leider war diese Fliege immer noch hinter mir. Ich überlegte mir was anderes, und ging schnell in einen Sturzflug in den Wald rein. Die Bäume waren Riesen groß und damit perfekt, um jemanden abzuhängen. Meine Manöver waren jetzt schneller und riskanter als vorher, sodass es jemand schwer hatte, mit mir, mitzuhalten. Ich drehte mich nach hinten um, um zu sehen, ob dieser blöde Prinz noch mir immer noch hinter den Fersen war. Glücklicherweise konnte ich ihn tatsächlich abhängen. Ich verlangsamte meine Geschwindigkeit und landete geschmeidig auf einem breiten Ast, atmete ein paar Mal tief durch, um meinen Atem wieder unter Kontrolle zu bringen. Jetzt erst betrachte ich meine Hände mal genauer an, und musste feststellen das meine Fingernägel länger und schärfer geworden waren. Plötzlich hörte ein verräterisches Knacken im Unterholz, meine scharfen Augen durch streiften die Dunkelheit auf etwas, oder jemand verdächtiges. Und tatsächlich, keine zweihundert Meter weiter beobachtete mich jemand von einem Ast aus. Mist! War das etwas immer noch dieser Prinz? Was wollte er von mir? Egal. Ich musste mir schnell was anderes ausdenken, um ihn abzuhängen. Plötzlich fiel mir der Wasserfall ein, an dem ich vorhin vorbeiflog, der perfekt für meine Aktion war. Ich sprang wieder vom Ast und raste mit voller Geschwindigkeit auf den Wasserfall zu. Zwischendurch schaute ich nach hinten, um sicherzugehen, dass er mich noch immer verfolgte. Ich konnte sehen, dass er sichtlich verwirrt von meiner Aktion war, aber das nutze ich nur noch mehr aus und bewegte mich in zig Zack Bewegungen. Knapp vor dem Wasserfall flog ich wieder steil nach oben. Als ich oben ankam, sah ich gerade noch den Prinzen, der mitten in den Wasserfall flog. Ich musste mir echt das Lachen verkneifen und flog weiter in die Dunkelheit. Alles schön und gut, dass ich den Prinzen jetzt losgeworden war. Aber wo sollte ich als Nächstes hin? Ich konnte ja schlecht nach Hause gehen. Mir fiel plötzlich der Baum ein, auf dem wir übernachtet hatten. Am Baum angekommen rollte ich mich zu einer Kugel zusammen und legte Schützen meine Flügel über mich. Und schlief kurz darauf ein.


Fortsetzung folgt ...

Safe me from the DarknessWo Geschichten leben. Entdecke jetzt