Haley's Sicht
Ich war auf dem Weg zu Sean, da wir uns heute Abend einen Film auf seinem Laptop anschauen wollten. Er hatte auch Layla gefragt, aber die zog es lieber vor mit Niall zu skypen oder zu schreiben.
Wie auch immer.
So langsam hatte ich das Gefühl, dass Sean gar nicht wollte, dass wir mal einen Abend zu zweit verbrachten. Nein, es musste ja irgendjemand dabei sein. Um ehrlich zu sein würde es mich rein gar nicht wundern, wenn er diese Amanda gefragt hat. Nur würde ich es nicht mit ihr aushalten. Aber nach meiner Meinung fragt er ja nie.
Früher dachte ich immer, dass er meine große Liebe ist. Immer wenn ich in seiner Nähe war, bekam ich dieses Herzklopfen und meine Hände begannen zu schwitzen. Wenn er mich umarmt hatte, wusste er gar nicht, was das in mir ausgelöst hatte. Niemand hatte davon gewusst, außer Layla.
Und damals war mir das nur rausgerutscht, als ich so sauer auf ihn war, weil er nicht verstehen wollte, dass Irina ihn nur ins Bett bekommen wollte. Damals hatte ich wirklich gedacht, dass er mich lieben würde.
Aber ob er es jetzt noch tut, lässt mich zweifeln.
So hatte ich mir das überhaupt nicht vorgestellt.
Klar, meine Gefühle für ihn waren immer da gewesen, aber was sind seine Gefühle für mich? Vielleicht empfindet er gar nicht mehr als Freundschaft für mich.
Quatsch, sonst wäre er ja kaum mit dir zusammen, redete ich mir ein und öffnete eine weitere Tür. Hier musste man echt aufpassen, dass man sich nicht verläuft, so verzweigt wie das ist.
Es war nicht mehr weit bis zu Sean's Zimmer. Ein Nachteil für uns war, dass unsere Zimmer so weit auseinander lagen. Layla's befand sich zwei Etagen über meinem, während ich durch das halbe Gebäude laufen musste, um zu Sean's zu gelangen. Auf die Dauer war das ganz schön nervig.
Meine schlurfenden Schritte hallten im leeren Flur wieder. Irgendwie unheimlich...als wäre hier alles ausgestorben.
Ich legte gerade meine Hand auf die Klinke von Sean's Zimmertür als auf der anderen Seite der Tür jemand kicherte. Und das war zu 100 Prozent nicht Sean.
Ich wusste es.
Ich habe es immer gewusst.
In meinem Hals hatte sich ein riesiger Kloß gebildet und ging einfach nicht weg, so sehr ich es versuchte. Ich hatte schon so eine böse Vorahnung, auf was dieser Abend hinauslief. Genau auf das, was ich schon seit Wochen vorhergesehen hatte.
Ich wollte die Türklinke runterdrücken, da wurde von innen die Tür aufgerissen. Amanda trat mir entgegen, ihre Haare waren verwuschelt und ihre Kleidung saß nicht richtig.
„Oh, hi Haley", sagte sie mit zuckersüßer Stimme und lächelte mich mit diesem tussihaften Lächeln an.
„Ähm, hallo?"
Sie wandte sich von mir ab und ging von dannen.
Okay, was war das?
Ich betrat sein Zimmer, er saß auf seinem Bett und tippte bereits fleißig auf seinem Laptop rum. Fragend deutete ich auf die Tür und sah ihn an.
„Was hat sie hier gemacht?"
„Wir haben uns unterhalten", sagte er abwesend und tippte weiter. Ich runzelte die Stirn. So sah Amanda aber um ehrlich zu sein nicht aus, hätte ich am liebsten gesagt, aber ich ließ es bleiben. Er würde es sowieso nur abstreiten.
„Okay..." Ich setzte mich auf die Kante seines Bettes und sah ihn an. Ich musste jetzt einfach Klarheit haben. „Was habt ihr wirklich gemach?"
„Ich habe keine Ahnung, wovon du redest."
Er sah mich nicht einmal an, war das Beweis genug für meine Vermutungen? Er beschäftigte sich ja lieber mit diesem scheiß Laptop, als mir in die Augen zu sehen!
„Oh, doch, ich glaube, du weißt ganz genau, wovon ich rede." Ich klappte den Laptop vor seinen Augen zu.
„Nein, weiß ich nicht", erwiderte er und wollte wieder den Laptop aufklappen, aber ich drückte den Deckel wieder zu, in mir kam langsam das Gefühl von Wut hoch.
„Sag mal, willst du mich eigentlich komplett verarschen?! Sah diese tolle Amanda etwa danach aus, als hättet ihr euch NUR unterhalten? Denkst du, ich habe keine Augen im Kopf?"
Er runzelte die Stirn und sah mich unergründlich an.
Ich glaube, ich spinne.
Und er sagte nichts dazu, stattdessen fuhr ich wütend weiter.
„Weißt du, was ich mittlerweile glaube? Dass du mir deine Liebe für mich nur vorgaukelst! Du hast diesen Satz damals nur rausgehauen, damit Irina dich in Ruhe lässt. Sonst war da NICHTS! Hat es dir jetzt die Sprache verschlagen oder wieso bist du so stumm?"
„Kann es sein, dass du eifersüchtig bist?", konterte er und zog belustigt eine Braue nach oben.
Ich schnaubte.
Ich und Eifersüchtig? Das ich nicht lache.
Ich war ganz bestimmt NICHT eifersüchtig! Nicht auf so eine Barbie, die nichts Besseres zu tun hatte als Mädchen ihre Freunde auszuspannen. Nein, ich bin nicht eifersüchtig.
„Der war echt lustig! Aber nein, ich bin NICHT eifersüchtig? Wieso sollte ich das auch sein?"
„Keine Ahnung..."
„Kann es sein, dass du ein riesen Arschloch bist?"
Er zuckte wieder die Schultern. „Vielleicht. Vielleicht aber auch nicht", meinte er dazu.
„Nimmst du dir ein Beispiel an Harry? Erst mal ein Mädchen aufgabeln, sie flach legen, dann vorgaukeln, dass du sie liebst und sie dann später fallen lassen? Hältst du mich eigentlich für so dumm? Ich kann das einfach nicht mehr, Sean."
„Was kannst du nicht mehr?"
Er hatte echt keine Ahnung.
Ich fasse es nicht.
„Du siehst jedem Mädchen hinterher, obwohl ich direkt neben dir stehe! Du hast in der Zeit, in der wir hier sind, mehr mit Amanda gemacht als mit mir. Ich will auch um ehrlich zu sein nicht wissen, was ihr gemacht. Vielleicht klingt das jetzt so, als wäre ich eifersüchtig. Aber das bin ich nicht. Denn wir sind fertig. Ich habe keine Lust und keine Geduld mehr dafür. Ehrlich, ich bin es satt nur das fünfte Rad am Wagen zu spielen. Such dir eine andere, mit der du das machen kannst. Aber garantiert NICHT mit mir!"
Ich stand auf und marschierte ohne ein weiteres Wort aus dem Raum. Ich hörte noch, wie er mir nachschrie, aber ich ignorierte es einfach und klopfte bei Layla an der Tür. Verwirrt öffnete sie die Türe, hatte jedoch nicht viel Zeit nachzufragen, denn ich fiel ihr heulend in die Arme. Niall hin oder her.
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Habt ihr das jetzt erwartet?????? (Ich war ja schon immer eine Sealey-Shipperin, deswegen fällt mir das jetzt echt schwer... :/)
Bis in zwei Tagen!
Lg Lovestory3108
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Little Love
Fanfiction~ZWEITES BUCH DER LITTLE-REIHE~ Endlich herrschte Frieden. Aber wie lange hättest du geglaubt, dass er anhält? Ich glaube nicht an "friedvolle" Zeiten, denn mein Leben besteht eigentlich nur aus In-Ein-Flugzeug-Steigen-Wieder-Aussteigen-Zum-Nächsten...
