17. Wiedersehen macht Freude

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Kurz nachdem ich schnaufend Niall's Gepäck in die Wohnung der Jungs getragen hatte und mich wieder ins Auto gesetzt habe, hab ich einfach mal kurzer Hand das Radio angeschaltet - normalerweise hörte ich entweder mit meinem Handy Musik oder schloss es mit dem AUX-Kabel am Auto an, sodass ich dann darüber Musik hören konnte - und lauschte nun der Stimme des Reporters des Big Apple Radio.

„Wiiiiilkoooommen beim BIG APPLE RADIO DAILY REPORT!!! Ich hoffe, ihr hattet alle so einen schönen Vormittag wie iiiiich (lass mich überlegen....Nein, hab leider Taylor Swift getroffen). Es kam gerade die Meldung herein, dass ONE DIRECTION, ALLE DIRECTIONER AUFGEPASST, wiieder in London sind um für die vorstehende Tour zu proben! Eiiigentich (Oh Gott, lass es nicht so ein Typ sein, der jedes zweite Wort in die Länge zog...) ging ja die Pause der fünf Hotties noch ein wenig länger, aber der Manager der Jungs, Simon Cowell, hat alle wieder zurück nach London gepfiffen wie ein Trainer seiner Hunde. Deswegen konnte man auch heute seeeehen wie Niall Horan, üüüürbigens 20 Jahre alt (als ob das niemand wüsste), mit seiner Freundin Layla den Flughafen London Heathrow verließ. Die beiden hatten Glück, dass so wenige davon wussten, denn daduuuuuurch konnten sie ungestört und friedlich sich auf den Nachhauseweg machen (Und darüber war ich saufroh gewesen)..."

Irgendwann nervte mich dann doch seine Stimme. Ich achtete gar nicht mehr auf den Typen, der ständig irgendwelche Wörter in die Länge zog, das war nämlich schlicht und einfach NERVIG.

Stattdessen wechselte ich einfach den Sender und sofort ertönte eine mir nicht allzu unbekannte Stimme.

„I want to you rock me, rock me, rock me, yeah, I want to hit the pedal, heavy metal, show me you care!", dröhnte Niall's Stimmemitvoller Lautstärke aus den Lautsprechern. Wie jedes Mal, wenn ich seine Stimme in irgendwelchen Liedern von ihnen hörte, drang sie in Mark und Bein, in meinen gesamten Körper ein und hinterließ eine Gänsehaut auf meiner Haut.

Ich vergaß sogar fast, dass ich immer noch hinterm Steuer saß und eigentlich auf den Verkehr achten sollte, anstatt vor mich hinzuträumen.

Was seine Stimme für eine Wirkung auf mich hatte! Das war echt seltsam.

Oder du findest seine Stimme einfach nur uuuunglaublich heiß, meinte meine innere Stimme.

Jetzt mach nicht auf diesen Report von eben!, brummte ich zurück.

Ich stieg aus und schloss den Wagen ab. Es war ein wohliges Gefühl, hier wieder vor der altbekannten Eishalle zu stehen und wieder gute Freunde zu treffen. Irgendwie hatte ich Haley, Sean, Jam und Jessie vermisst und auch die anderen, mit denen ich täglich zu tun habe.

„LAYLA!!" Haley sah mich natürlich von weitem und rannte auf mich zu, Sean kam ihr etwas langsamer und lachend hinterher. Sie fiel mir um den Hals als hätte sie mich Jahrtausende nicht gesehen.

Hat hier jemand einmal Louis Tomlinson und Niall Horan im Doppelpacket bestellt?, scherzte sie weiter.

„HALEY!", rief ich ebenfalls lachend.

„Na, wie geht's uns denn so?", kam es von Sean, der sich zu unserem Gruppenkuscheln dazugesellte.

„Gut. Und euch?"

„Suuuupi!" Haley strahlte wie die Sonne persönlich und hatte eine Bombenlaune. Sie überraschte mich immer wieder.

„Wen haben wir denn da?", ertönte eine Stimme hinter den beiden, die sich als Jessie's herausstellte. Auch sie umarmte ich kurz, es war so ein üblicher Brauch bei uns, dass hier jeder jeden einmal kurz umarmte.

„Ich will zwar nicht stören, aber wir haben noch viel zu besprechen", unterbrach uns schließlich Jam bei unserer Begrüßung. Jam war immer direkt und brachte alles auf den Punkt. Es gab nichts, was er anderen verheimlichte. Manchmal glaubte ich sogar, dass er der ehrlichste Mensch auf ganz Erden ist.

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