Der Wecker klingelte, pünktlich um halb fünf Morgens. Normalerweise würde ich ja sofort protestieren (Ich war ein totaler Morgenmensch....nicht), weil es meiner Meinung nach einfach viel zu früh war - und jetzt mal wie ein Wissenschafts-Typi zu klingen: weil es einfach den Schlafrhytmus störte, bei dem sich der Körper wieder mit Energie auffüllen sollte. Aber heute war es der erste Morgen in meinem ganzen Leben (wenn wir die Weihnachten, Geburtstage, Ostern etc. aus meiner Kindheit mal ausschlossen), den ich voller Elan entgegenschaute.
Keine zwei Sekunden später war der Wecker aus.
Und nein, ich hatte ihn nicht ausgemacht.
Das war der extrem verschlafene, mürrische und launige, verfressene Ire, der einmal mit seiner Hand auf die Schaltfläche meines Digital-Weckers gehauen und ihn somit zum Schweigen gebracht hatte.
,,Halt einfach deine Klappe, dummer Wecker...", brummte er und vergrub sein Gesicht in meinem weichen Kissen.
Ich kicherte und schwang meine Beine gut gelaunt aus dem Bett. Summend holte ich meine Sachen heraus, die noch in meinen Schränken rumflogen, und verschwand ins Bad. Dort legte ich alles auf den kleinen Hocker, der neben der rieeeesigen Dusche regelrecht thronte, und verbrachte geschlagene drei Minuten für's Zähne-putzen und unglaubliche 20 Minuten, um meine wilden Haaren zu bändigen, die es mir heute natürlich nicht leicht machten.
Uurgh, Haare.
Tja, leider hast du sie nun mal und kannst daran nichts ändern..., murmelte meine innere Stimme schlaftrunken und gähnte.
Dir auch einem schönen guten Morgen!, gab ich gut gelaunt zurück.
Falls man das überhaupt einen 'schönen guten Morgen' nennen kann. Es ist ja fast noch Nacht! Wie kannst du da so gut gelaunt sein?!
Um ehrlich zu sein: Ich hatte keine Ahnung, woher auf einmal diese überaus fröhliche Laune auf einmal herkam. Sie war einfach sofort dagewesen als ich meine Augen geöffnet und in Niall's schlafendes Gesicht geschaut hatte.
Ist bestimmt deswegen so. Obwohl...
Obwohl WAS?
Du siehst ihn ja nur noch...zweieinhalb Stunden. Nicht mehr viel Zeit, Süße.
Das weiß ich auch, erwiderte ich. Und deswegen muss ich ihn jetzt auch irgendwie aus dem Bett kriegen.
Nach einigem hin und her band ich meine Haare zu einem lockeren Dutt zusammen, zog mir meine Sachen an und ging zurück in mein Zimmer.
Niall lag immer noch im Bett, die Augen friedlich geschlossen. Sein Atem ging regelmäßig, genauso wie sich sein Körper bei jedem ein- und ausatmen hob und wieder sank. Er sah so friedlich aus, wie er da lag. Haare vollkommen zerstrubbelt in alle Richtungen stehend, Gesicht ins Kissen gepresst und die Arme von sich gestreckt. Würde ich noch im Bett liegen, wäre ich bestimmt schon längst rausgefallen, weil er so viel Platz einnahm.
Ich ging zu dem großen Bett und setzte mich auf die Kante, der Blick klebte immer noch an meinen friedlich schlafenden Freund. An meinen NOCH friedlich schlafenden Freund. Denn was er überhaupt nicht haben konnte - das hatte ich vor zwei Wochen herausgefunden - war, wenn man ihm in die Seite pikste während er schlief.
,,Niall, aufwachen!", flüsterte ich ihm ins Ohr, doch die Antwort war ein unverständliches Grummeln seinerseits. Also pikste ich einmal kurz in seine Seite, genau an der Stelle, wo er besonders kitzelig war.
Niall schlug kurz an die Stelle, verfehlte aber sein Ziel und schlug somit sich seiner. Er grummelte irgendetwas, bevor er jedoch wieder versuchte zu schlafen.
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Little Love
Fiksi Penggemar~ZWEITES BUCH DER LITTLE-REIHE~ Endlich herrschte Frieden. Aber wie lange hättest du geglaubt, dass er anhält? Ich glaube nicht an "friedvolle" Zeiten, denn mein Leben besteht eigentlich nur aus In-Ein-Flugzeug-Steigen-Wieder-Aussteigen-Zum-Nächsten...
