Kapitel 48

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Mila
Nachdem sich unsere Wege getrennt hatten schrieb ich Newt, dass ich auf dem Weg zu ihm war. Oh ich freu mich :) Kam als Antwort. Ich beschleunigte meinen Schritt und bog in die nächste Straße ein. Ich war schon fast da und freute mich riesig, weshalb ich meine Umgebung fast komplett ausblendete. Dadurch bemerkte ich auch nicht, wie dunkel die Straße eigentlich war. Erst als ich von dem schwachen Licht, das aus einem Fenster auf die Straße fiel, beleuchtet wurde, sah ich einen Schatten hinter mir.
Ich drehte mich nicht um sondern lief schneller. Aber auch die Schritte, die ich jetzt deutlich hinter mir hörte, verschnellerten sich. Gerade, als ich in eine hellere Straße gehen wollte, zog mich jemand mit Gewalt nach hinten. Ich verlor das Gleichgewicht und fiel der Person direkt in die Arme. Ich hatte eine riesige Angst aber gleichzeitig gab mir der Schreck auch einen Adrenalinstoß. Ich schrie und kreischte aus Leibeskräften. Hinter uns wurde es plötzlich hell. Ein Auto. Aber das Licht verschwand nicht mehr und ich hörte eine Tür aufgehen. Ich strauchelte und hielt mich an meinem Angreifer fest. Sobald ich wieder sicher stand drehte ich mich um und zog mein Knie hoch. Volltreffer. Er stieß mich unsanft an die Seite und mein Kopf knallte an die Kante des Hauses an dem ich stand. Die Ränder meines Sichtfelds verschwammen und bevor alles schwarz wurde, sah ich den noch gekrümmten Körper wegrennen. Dann kam jemand auf mich zu und kniete sich zu mir. Danach wurde alles schwarz.
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Als ich meine Augen öffnete, brummte mein Kopf und alles war verschwommen. Ich fühlte mich hundeelend. "Mila", flüsterte jemand. "Mama, was ist passiert?", fragte ich. "Wie geht es dir? Hast du Kopfschmerzen?" "Nein", log ich, sauer darüber, dass sie meine Frage ignorierte. Sie setzte sich auf und schaute mir tief in die mich halb geschlossenen Augen. "Bist du eigentlich völlig bescheuert? Was habt ihr euch nur dabei gedacht, im Dunkeln durch die Gegend zu rennen? Zu Hause könnt ihr was erleben!", zischte sie bedrohlich aber dennoch so leise, dass mein Kopf davon nicht zu explodieren drohte.
Das war allerdings der Fall als kurz darauf die Tür aufgerissen wurde und sie laut gegen die Wand schlug. Herein kamen Ilvy und Gally. Ich zuckte zusammen als sie die Tür genauso gewalttätig wieder zu schlugen. Mama rannte los und umarmte Ilvy. "Ihr wisst, dass ihr Ärger bekommt?", sagte sie leise. Ilvy nickte. Natürlich bekam sie weniger Ärger als ich.
Ich bemerkte, was Ilvy anhatte. "Sexy.", sagte ich und deutete mit der Hand von ihrem Kopf bis zum Boden. Sie grinste. "Kann ich nur zurückgeben.", sagte sie und zeigte auf meinen Kopf. Fragend sah ich sie an. Sie zückte ihr Handy, machte ein Foto und zeigte es mir. Ich hatte einen dicken Verband um den Kopf, der mit halb ins Gesicht hing. Gally nahm ihr das Handy ab und schaute etwas an. Dann lächelte er und gab ihr einen Kuss auf die Wange. Dann kam Newt in den Raum gestürzt. Sein Blick blieb an meinem Kopf hängen und er stützte sich an der Wand ab, um nicht umzufallen.

Ein ganz normales Leben?Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt