Ilvy
Als Newt und Mila sich irgendwann mit viel Trara verabschiedet hatten, nutzte ich die Gelegenheit, um Gally loszuwerden. Ich hatte ihm erzählt, dass ich sehr müde war und dann war er ohne zu meckern gegangen. Ich kochte mir Tee und krabbelte dann unter meine warme Decke. Ich war wirklich hundemüde.
Als ich am nächsten Morgen aufwachte war es ungewöhnlich hell. Ich bekam Panik. Hatten wie etwa verschlafen? Und dann sah ich es. Schnee! "Milaaaaaaa! Aufstehen!!!!" Ich hüpfte in ihr Zimmer und sprang auf ihrem Bett herum. "Wie spät ist es denn überhaupt?", grummelte sie. "Halb fünf glaub ich." "Bitte was? Sieh zu dass du verschwindest und lass mich schlafen." Stattdessen ließ ich mich auf sie fallen. "Was machst du denn?", lachte sie und pfefferte mir ein Kissen ins Gesicht. "Dir gehts aber schon wieder gut was? Was haben wir denn gestern mit Newt hier oben veranstaltet?" Prompt bekam ich wieder ein Kissen ins Gesicht. Dieses Mädchen hatte wirklich zu viele Kissen. Also schnappte ich mir ihre Decke und rannte nach unten. Auf halber Strecke stolperte ich und rollte die Treppe runter. Unten angekommen war ich in die Decke eingewickelt und brauchte Milas Hilfe um mich zu befreien.
Es lief darauf hinaus, dass wir um fünf Uhr morgens in Pyjamas einen Schneemann bauten und Selfies mit ihm machten. Als wir fertig waren hatten wir noch massenhaft Zeit und wärmten uns mit heißem Kakao auf, bis wir uns letztendlich für die schule fertig machen mussten.
Der Bus hatte, wie zu erwarten, Verspätung und es hatte bereits geklingelt, als wir an der Schule ankamen. Dennoch liefen ein paar Schüler draußen rum und genossen den Schnee noch einmal, bevor die Lehrer kamen. Der Unterricht begann erst in zehn Minuten. Ich öffnete die Tür, doch bevor ich drinnen war, bekam ich einen Schneeball in den Nacken. Er rieselte in meinen Pulli und schmolz auf meinem Rücken. "Hey!" Während ich mich umdrehte bekam ich noch einen gegen die Schulter und Mila einen gegen den Arm. Ich entdecke Minho, der mit erhobenen Händen auf uns zu kam. Mila hatte einen Schneeball in der Hand und zielte genau auf Minho. Als er bei uns ankam sagte er: "Nicht werfen bitte." "Mach ich nicht.", sagte sie und klatschte ihm den Ball voll ins Gesicht. "Na danke. Eigentlich wollte ich fragen, wie es dir geht aber ich seh schon...", sagte er zitternd. Ich drehte mich um und ging rein, da mir durch das Eis auf meinem Rücken verdammt kalt geworden war. Außerdem hatten wir mal wieder Deutsch und ich wollte bei Rattenmann nur ungern zu spät kommen.
Als ich den Raum betrat, flogen einige Schneebälle gegen die Tafel. Ich musste nicht nachsehen, um zu wissen, von wem sie kamen. Schnell rutschte ich durch die Reihe, um nicht auch noch getroffen zu werden. Ich setzte mich und zog meine durchnässte Jacke aus. Wirklich dicht war das Fenster immer noch nicht und der kalte Wind, der dadurch kam, ließ mich zittern. "Guten Morgen.", sagte Gally, der jetzt neben mir stand. "Gut geschlafen?" "Äh ja ging so.", sagte ich und zitterte wieder. "Warum ziehst du nicht deine Jacke an, wenn du frierst?", fragte er. In dem Moment kamen Minho und Mila rein. Thomas, Brenda, Newt und die anderen sprangen auf, um sie zu fragen, wie es ihr ging. "Die ist nass. Dank Minho." Ich betonte den Namen sehr und es hatte auch den gewünschten Effekt. Minho hatte es gehört und sah mich entschuldigend an und lächelte dann. "Du kannst gerne meine haben. Die ist trocken und äh warm." Erst jetzt sah ich, dass er seine Jacke noch anhatte. Vorsichtig nickte ich. Er zog sie aus und reichte sie mir. "Danke." "Kein Problem. Wollen wir deine über die Heizung hängen? Dann trocknet sie schneller." Ich nickte wieder. Er reichte Ben meine Jacke. "Ben häng mal auf Heizung." Wow. Der Satz war ja noch schlechter als sein Englisch. Als hätte er es gehört, kam in dem Moment Rattenmann rein und bellte nach Ruhe. Ich schob die Ärmel der übergroßen Jacke ein wenig nach oben und schlang meine Arme um meinen Körper, damit sie zu blieb. Ich muss zugeben, für Gallys Jacke roch sie echt ziemlich gut. Die Stunde über verliebte ich mich langsam in diesen Geruch und fürchtete den Moment, in dem ich sie wieder abgeben musste. Und mal wieder bohrten sich aufdringliche Blicke in meinen Rücken. Der, den ich am stärksten spürte, war der besorgte von meiner Schwester.
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Ein ganz normales Leben?
RandomWas wäre, wenn die Maze Runner ganz normale Schüler wären, die ein noch normaleres Leben führen würden und es den Brand, ANGST und das Labyrinth nie gegeben hätte? Mila und Ilvy kommen neu zu ihnen in die Klasse und haben zuerst ein Problem, sich i...
