Nachdem wir nun ein Pärchen waren, vergingen die Wochen, wie im Flug. Ich hatte mit Kasimir abgesprochen, unsere Beziehung nicht öffentlich zu machen, doch unseren engsten Freunden, wollten wir es erzählen. Die Zeit, die Kasimir in Mazedonien war, nutzte ich, um mich mal wieder mit meinen Mädels zu verabreden und lud sie zu mir nach Hause ein, um ihnen die Neuigkeit zu erzählen. Alle sind förmlich ausflippt vor Freude – bis auf Laura. Sie hatte sich zwar auch ein wenig gefreut, war aber mit der Situation noch teilweise im Zwiespalt, wegen dem, was wir wegen seiner Ex herausgefunden hatten oder besser gesagt, was sie herausgefunden hatte. Es war wohl so, dass diese Aylin noch ziemlich hinter Kasimir her war. Die beiden waren einige Zeit zusammen gewesen und kannten sich aus der Schule. Angeblich war es die große Liebe und er hatte sich von ihr getrennt. Die beiden hatten wohl auch noch lange danach Kontakt gehabt – bis vor ein paar Monaten. Zumindest hatte sie das Laura bei Instagram erzählt. Denn Laura, war tatsächlich fündig geworden und hat sie einfach mal angeschrieben. Als ich es erfuhr, ließ mich das komischerweise ziemlich kalt. Zum einen war sie Vergangenheit und zum anderen wusste ich nicht mal wirklich, ob das alles so stimmte. Es gab doch sowieso ständig Gerüchte. Für mich hatte sich die ganze Sache daher erledigt. Laura sollte diesbezüglich nicht mehr weiter rumbohren, was ihr nicht unbedingt gefiel.
Ich hatte die Zeit ebenfalls genutzt, um endlich mein Projekt fertig zu machen. Einen Tag vor der Deadline gab ich es bei meiner Dozentin ab und war gespannt, welche Note ich bekommen würde.
Da mir meine Mutter, weiterhin in den Ohren lag, dass ich meinen Vater anrufen solle, hatte ich meinen Stolz heruntergeschluckt und dieses auch einfach mal getan. Verziehen hatte ich ihm zwar noch nicht, aber irgendwann musste ja ein Anfang in Schritt Versöhnung gemacht werden. So wütend ich auch auf ihn war, ich durfte nicht vergessen, dass es bei all dem, nicht um mich ging. Weder von meiner Mutter, noch von meinem Vater konnte ich verlangen, meinetwegen zusammenzubleiben. Klar änderte sich deswegen alles, aber vielleicht, war das auch nicht so schlimm, wie ich gedacht hatte.
Da Christopher Denver, bald der neue Besitzer, unseres Hauses war, war mein Vater für ein paar Tage zurückgekommen, um die Sache mit ihm in einem Vertrag, zum Abschluss zu bringen. Er hatte sich in einem Hotel in der Nähe einquartiert. Die Stimmung meiner Eltern, bei ihrer Begegnung, hatte sich so ziemlich in Grenzen gehalten. Meine Mutter hatte das ganze, zu meiner Verwunderung, äußerst gelassen hingenommen. Zumindest war das mein Eindruck gewesen. Doch wahrscheinlich fuhr sie nach jedem Gespräch mit ihm, statt ins Fitnessstudio, das hatte sie nämlich neuerdings für sich entdeckt, in ein Boxstudio und verprügelte einen Boxsack, mit dem Gesicht von meinem Vater darauf.
Ich und meine Mutter hatten nun auch endlich eine neue Wohnung gefunden. Wie es der Zufall so wollte, hatte sie uns, ein Arbeitskollege meiner Mutter verkauft, der ins Ausland versetzt wurde. Sie befand sich in Berlin-Mitte, nähe Alexanderplatz, hatte hundertvierzig Quadratmeter, mit Panoramafenster und einen super Ausblick, über die Skyline von Berlin. Die kommenden Tage hieß es daher, bereit machen, für den Umzug. Viele der Einrichtungsgegenstände, unseres alten Hauses übernahm Christopher, aber trotz allem, war immer noch viel über und viel zu tun. Allein der Aufwand für den Transport der Autos, meines Vaters, war ein sehr kostspieliges Unterfangen, das geplant und organisiert werden musste. Maria hatte uns bei allem geholfen. Sie war wirklich sehr traurig darüber, dass wir wegzogen. Ich würde sie auch total vermissen, hatte ihr aber versprochen sie definitiv bald zu besuchen, ob mit oder ohne Kasimir.
Der hatte sich während seines Urlaubs in Mazedonien, tatsächlich jeden Abend bei mir gemeldet. Ein wenig neidisch auf das schöne Wetter und das Meer war ich schon gewesen, doch er versprach mir, sobald es bei mir auch passte, würden wir zusammen in den Urlaub fliegen.
Als Kasimir dann wieder in Deutschland war, hieß es erstmal wieder, Interviews, Termine hier, Termine da und wir sahen uns erst einen Tag, vor seinem Album Release. Ich begleitete ihn zum Tätowierer. Später am Abend, feierten wir, mit seinen Kumpels, sein Album und ich erfuhr auch endlich, welchen Track er nachträglich aufgenommen hatte. Der Song hieß »Melodie«. Ich fragte ihn, warum ausgerechnet ich ihn, zu diesem Song inspiriert hatte. Kasimir erzählte mir daraufhin, dass ihn dieses ganze Gerede der Leute, die ihn überhaupt nicht kannten, früher sehr gestört hatte, doch er habe mit der Zeit gelernt, das einfach auszublenden und seit er mich getroffen habe, umso mehr. Denn die einzige Person, von der es ihn tatsächlich interessierte, was sie über ihn dachte, war ich. Diese Worte waren für mich einfach ein weiterer Beweis dafür, dass er es wirklich ernst mit mir meinte.
Ich war auch sofort hin und weg, als ich mir sein Album zum ersten Mal anhörte. Die Heartbreaker Tracks, von seinen vergangenen Liebesgeschichten, fand ich komischerweise am besten. Wahrscheinlich, traf das auch einfach eher meinen Musikgeschmack.
Wir hatten nach der Feier noch ein paar gemeinsame Tage zusammen und sie trotz der weiteren Termine, die er hatte, versucht zu genießen. Wenn es mir möglich war, begleitete ich ihn sogar einfach. Seine nächste Reise stand ebenfalls schon vor der Tür. Es war ein lang geplanter, vierzehntägiger Urlaub mit Freunden, nach Jamaika. Ich war überglücklich, als er mir vorschlug einfach mitzukommen, allerdings war das genau die Zeit, in der wir umzogen sind, daher konnte ich nicht mit. Seine beste Freundin, versicherte mir jedoch, dafür zu sorgen, dass er dort keinen Blödsinn anstellte.
Kasimir hatte mich auch in diesem Urlaub jeden Tag angerufen, in denen ich ihm davon berichtete, wie der Umzug voranging und die neue Wohnung war und er, was er den ganzen Tag so trieb. Nun waren zwei Wochen vergangen und ich wartete sehnsüchtigst darauf, ihn endlich wiederzusehen und in meine Arme zu schließen.
Das Wetter war richtig, schön warm und ich genoss die Sonne. Allerdings lag ich jetzt nicht mehr in einem großen Garten mit Pool, sondern auf der Terrasse unseres Penthouses. Meine Mutter war auf Geschäftsreise in Paris und Kasimir und ich würden die nächsten Tage, die ganze Wohnung für uns allein haben. Der Gedanke hatte mir schon die ganzen letzten Tage die Laune versüßt und ich war gespannt, wie er das finden würde.
Wartend blickte ich ständig auf mein Handy, um die Uhrzeit zu checken. Kasimir hatte mir eine Nachricht geschrieben, dass er bereits unterwegs zu mir war. Gerade als ich aufstehen wollte, um mir etwas zu trinken zu holen, klingelte es an der Haustür.
**********************************
Hallo ihr Lieben, ich wollte mich noch ganz herzlich für das fleißige Lesen von euch bedanken und hoffe, ihr habt alle einen schönen Start ins neue Jahr ❤️
Mit dem Start ins Jahr 2022, habe ich auch noch eine kleine Neuigkeit für euch.
Es wird noch ein paar weitere Kapitel geben.🤗
Kleiner Hinweis. Aylin wird noch eine Rolle spielen 😉
Ich wünsche euch auch weiterhin viel Spaß beim Lesen ❤️
DU LIEST GERADE
Ohne Dich/Kasimir Fan Fiction
FanfictionBonnie ist eine einundzwanzig Jahre alte Studentin, die mit ihren Eltern und ihrem Hund Chicco, in einem ruhigen Dorf in der Nähe von Berlin wohnt. Sie ist oft allein, da ihre Eltern ständig auf Geschäftsreisen sind. Eines Tages zieht im Haus nebena...
