,,Ähm, ok!",antwortete ich und spürte, wie ich vor Aufregung rot anlief.
,,Bin zu Hause, schreib, wenn du kommst!"
,,Alles klar, Bis später!"
,,Bis später!"
,,Bonnie! Alles ok?", rief Laura plötzlich, vor der Badezimmertür und hämmerte dagegen.
Ich legte schnell auf und verstaute das Telefon, in meiner hinteren Hosentasche. ,,Ja, alles gut! Komme!"
Mit einem Schwung, riss ich die Tür auf. ,,Geht's dir wirklich gut?", fragte Laura sofort und blickte mich trotz ihres Pegels besorgt an.
,,Ja, ja", winkte ich ab, ,,Lass mal zu den andern."
,,Ich weiß nicht ob ich noch mehr vertrage Bonnie. Tino, holt mich auch bald ab. Ich hoffe du bist nicht sauer deswegen."
,,Quatsch! Bin auch schon ganz schön fertig und muss ins Bett", log ich. Fertig war ich, aber das ich nicht in mein Bett gehen würde, musste ja niemand wissen.
,,Bonnie! Wo warst du so lange?", fragte Sevtap, als wir das Wohnzimmer beraten und kam leicht schwankend auf mich zu. Sie legte ihren Arm um mich und bevor ich antworteten konnte, rief Mona etwas dazwischen, die vor dem Wohnzimmertisch auf dem Boden saß. ,,Bonnie! Komm her und Trink! Die werden hier gleich abgeholt", sie zeigte auf Laura und dann auf Sevtap. Dabei verfehlte sie leicht die Richtung, in der die beiden standen.
,,Jaaaa, aber bevor ich gehe, trinken wir noch was!", sagte Sevtap.
,,Ich bin eigentlich schon echt fertig."
,,Quatsch nich und trink!", Nicole drückte mir plötzlich ein Glas in die Hand. ,,Sevtap, nehmt ihr uns auch mit?"
,,Aber na sicher!"
,,Leute, im Ernst ich..." ,,Trink! Sonst lass ich die alte dahinten heut bei dir."
Mona hatte ihre Arme nun als Kissen, auf dem Tisch gelegt und ihren Kopf darauf abgelegt. Nun hatte ich wohl keine Wahl, wenn ich hier noch weg kommen wollte.
,,Ok, Ok", ich nahm Nicole das Glas aus der Hand und hielt es hoch. ,,Mädels! Auf uns!"
Ich knallte die Tür vom Taxi zu, torkelte leicht auf die andere Seite der Straße und zog mein Handy aus der Tasche um Kasimir zu schreiben, das ich da war. Während der Fahrt, hatte ich dem Taxi Fahrer von der Trennung meiner Eltern erzählt. Ich blickte rüber zu unserem altem Haus. Alles dunkel! Mal einen kurzen Blick rein werfen, schadete bestimmt nicht. Immerhin war es mal unser Haus! Ich ging zur Tür, die in den Garten führte und öffnete sie. Langsam schlich ich über den Rasen zu den Panorama Fenstern. Viel verändert hatte sich nicht. Ein paar neue Möbel, hier und da, andere Dekoration, ein paar Bilder an der Wand. Ich schlich weiter im Garten herum. Wie viel Spaß Chicco hier immer gehabt hatte. Ich vermisste ihn, da er für zwei Wochen bei meinem Vater und seiner neuen Freundin war. Ich ging weiter Richtung Pool. Es wirkte richtig einladend, mit der neuen Beckenbeleuchtung, die nun die Farbe wechselte - ob das Wasser warm war? Ich beugte mich nach vorne um meine Hand hinein zu halten, verlor das Gleichgewicht und fiel mit einem lauten Platscher hinein.
Gerade so, hielt ich mich noch über Wasser und sah mich vor Schreck um. Im Obergeschoss des Hauses ging das Licht an. So schnell ich konnte, kletterte ich wieder heraus und lief mit einem Grinsen im Gesicht durch den Garten Richtung Tor. Was Christopher wohl für ein Gesicht gemacht hätte, wenn er mich da im Pool entdeckt hätte.
Als ich draußen war, bog ich auf die Straße ab, als ich plötzlich mit voller Kraft, mit jemandem zusammen stieß.
,,Oh mein Gott, Sorry!",stammelte ich und blickte auf. Es war Kasimir.
,,Alles ok? Was ist passiert?", fragte er besorgt und musterte meine klitschnassen Klamotten.
Wieder zog sich ein breites Grinsen durch mein Gesicht, ,,Ich war schwimmen!", antwortete ich stolz.
,,Mhm hm."
,,Jaa, einiges sieht noch aus wie damals, aber Christopher hat auch'n bisschen verändert. Und er hat buntes Licht im Pool eingebaut. Richtig cool!"
,,Buntes Licht!"
,,Jaaa! Komm mit, ich zeig's dir!"
Ich wollte gerade los gehen, als Kasimir meine Hand ergriff und mich zurück hielt.
,,B! Du bist voll! Und du wirst nicht nochmal im Garten, von anderen Leuten schwimmen gehen!"
,,Ich hab da Jahre lang gewohnt! Ich will dir das doch nur mal schnell zeigen."
,,Jaaaa, tagsüber hat Christopher sicher nix dagegen."
,,Ach komm schon Kasi. Ganz schnell rein und dann wieder raus", ich hielt nun seine beiden Hände, stellte mich direkt vor ihn auf die Zehenspitzen und blickte ihn bittend mit meinen braunen Rehaugen an. Er versuchte ein grinsen zu unterdrücken, was natürlich nicht funktionierte. Er kam etwas näher an mein Gesicht.
,,Wenn du mich weiter so anguckst, werf ich dich gleich, über meine Schulter und trag dich zu mir."
Ich zog skeptisch die Augenbrauen hoch. ,,Als wenn du...", bevor ich weiter reden konnte, packte er mich und hob mich hoch, bis ich tatsächlich über seiner Schulter hing. Das er dabei klitschnass wurde, da meine Shorts und mein Top komplett durchnässt waren, so wie meine kleine Umhängetasche, störte ihn nicht.
,,Kasiii!",sagte ich lachend und wollte mich erst dagegen wehren, doch ihm wieder so nahe zu sein, fühlte sich gut an. Er ging so mit mir, zum Tor von Maria's Einfahrt.
,,Du kannst mich jetzt wieder runterlassen!"
,,Nagut!" Kasimir setzte mich behutsam auf dem Boden ab. Ließ seine Arme jedoch noch um meine Hüfte geschlungen, so das mein Gesicht unmittelbar vor seinem war.
Mein Herz pochte wie wild, während ich ihm tief in die Augen blickte. In meinem Kopf kreisten tausende Gedanken, doch nur einer stach so stark heraus, das es mir fast unmöglich war ihn zu ignorieren.
Stück für Stück kamen wir uns näher. Unsere Lippen zogen sich an, berührten sich fast, ich schloss meine Augen - bis sich mein Gedanke erfüllte.
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Ohne Dich/Kasimir Fan Fiction
FanfictionBonnie ist eine einundzwanzig Jahre alte Studentin, die mit ihren Eltern und ihrem Hund Chicco, in einem ruhigen Dorf in der Nähe von Berlin wohnt. Sie ist oft allein, da ihre Eltern ständig auf Geschäftsreisen sind. Eines Tages zieht im Haus nebena...
