Kapitel 47

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Ich stand auf und gab Henry, genau wie die anderen Mädels, einen gebührenden Applaus. Er verbeugte sich ein paar Mal und grinste uns Reihe um an. Mir zwinkerte er zusätzlich zu. Er sah gut aus, keine Frage, aber definitiv nicht mein Typ. Seine schwarzen, nach hinten gegelten Haare, gefielen mir überhaupt nicht und für mich hatte er auch ein viel zu markantes Gesicht. Sein Körper war zweifelsfrei perfekt, doch seine Anbagger versuche, gingen mir schon vor seinem Auftritt auf die Nerven. Plumpe Sprüche gepaart mit Standard Komplimenten, die klangen, als hätte er einen Flirtratgeber gelesen. Dss schlimme daran war, das er zu jeder von uns, das gleiche sagte.
Nicole hatte ihn beim Speeddating kennen gelernt. Sie fiel ihm um die Arme und bedankte sich. Für sie war er der Adonis schlechthin. Sie zögerte auch keine Sekunde und fing direkt an, ihn heftig anzuflirten.
Wir hatten bisher einen super Abend gehabt. Erst haben wir Sevtap dazu gezwungen mit einem Bauchladen, am Brandenburger Tor herumzulaufen und die Sachen, mit dem wir ihn vorab befüllt hatten, zu verkaufen und ihr dann eine Liste mit Aufgaben zum erfüllen gegeben. Es war total lustig, da wir zwei weitere Gruppen trafen, die ebenso einen Junggesellen- und Junggesellinnenabschied feierten. Der Bauchladen war nach einer Stunde leer gekauft.  Bei den Aufgaben tat sie sich ein wenig schwer. Laura, sprang für sie ein, als es darum ging, jemanden zu finden, der mit ihr auf dem Platz einen Walzer hinlegte. Mona übernahm das Küssen auf die Wange, von drei Jungs. Einem dunkelhaarigen, einem blonden und einem rothaarigen. Der dunkelhaarige, hatte ihr sogar seine Handynummer gegeben. Er musste auch um die zwanzig Jahre alt gewesen sein, doch das Mona acht Jahre älter war, schien ihn nicht zu stören. Sie war aber auch eine heiße Mom und hatte eine Top Figur. Heute trug sie ein glänzendes, dunkelgrünes Seidenkleid, das ihre Figur betonte und ihr knapp über den Hintern reichte. Nach ein paar Schnäpsen, erfüllte Sevtap, aber alle restlichen Aufgaben doch selbst.
Danach hatten wir uns ein Restaurant zum Essen gehen gesucht. Im Anschluss sind wir durch verschiedene Bars gezogen, um dann in einem der beliebtesten Clubs von Berlin zu gehen, wo wir die Privatlounge für Henrys Auftritt gemietet hatten und einen Tisch im Clubraum.
Mittlerweile war es elf Uhr Abends und nun würde auch vorne im Club so langsam die Party los gehen.
Sevtap erhob sich von ihrem Stuhl, der in der Mitte der Privatlounge stand und schwankte, in ihrem roten, kurzen Abendkleid an mir vorbei, um sich dann, auf die Sitzbank neben mir fallen zu lassen.
,,Leute, ich bin fix und fertig!"
,,Erzähl nich!", rief Mona, die zum Buffet Tisch mit den Getränken gegangen war, um sich eine neue Wodka Redbull Mischung in ihr Glas zu füllen. ,,Wir gehen gleich wieder zu unserem Tisch und dann wird weiter gefeiert!"
Sevtap schlug die Arme über den Kopf. Ich musste lachen.
Sevtap trank so selten, das ich bezweifelte, das sie noch lange mithalten konnte.
,,Geht ruhig ohne mich. Ich bleib hier liegen und schlaf ne Runde."
,,Aufgarkeinen Fall?!" Laura zog sie am Arm wieder hoch. Beide stolperten und fielen dabei fast hin, woraufhin sie sich kaputt lachten.
Ich war angetrunken und hatte eigentlich vor gehabt dieses Level nicht zu übertreten. Seid ich damals, nach meinem Vollsuff bei Kasimir im Bett gelandet war, schwor ich mir, nie wieder so viel zu trinken. Kasimir! Und schon war es soweit, das ich an ihn denken musste und mich fragte wie es ihm wohl ging. Das nervt! Ich stand ebenfalls von der Bank auf und ging zu Mona.
,,Oha Bonnie, legst du doch wieder los? Gefällt mir", grinste sie, während ich mir ein virtel Wodka ins Glas schüttete. Laura zog Sevtap zu unserem Tisch und parkte sie bei uns, in dem sie Sevtaps Arm, in den von mir einhakte. Dann ging sie wieder los, sagte etwas zu Henry und zog Nicole ebenfalls zu uns.
,,So Mädels, lasst uns jetzt den Club unsicher machen", rief sie in die Gruppe, hob ihr Glas und wandte sich dann Sevtap zu. ,,Sevtap! Wir lieben dich, du bist die beste und wir freuen uns, mega für dich das du bald Heiratest!" Sie nahm Sevtap in den Arm. Und wir schlossen uns ihr an.
,,Mädels, ich danke, danke, danke euch. Ich hab euch alle so unendlich lieb!" Für einen kurzen Moment standen wir in einer Gruppenumarmung beisammen. Alsnwir uns wieder voneinander lösten, hatten wir alle glasige Augen. Es war ein rührender Moment.
,,Leute zusammen reißen! Wenn wir jetzt alle rumheulen, verläuft unsere Schminke!", rief Nicole plötzlich in die Runde und wischte sich eine kleine Träne unter ihrem Auge weg.
,,Nicole hat recht! Reißt euch zusammen!", stimmte Mona mit ein.
,,Hinter dieser Tür, wartet ein Club auf uns!"
Wir nickten zustimmend, sammelten alles zusammen und betraten den Clubraum.

,,Ein Wodka bitte",sagte ich laut zu dem Kellner, um in der Lautstärke der Musik nicht unter zu gehen.
Er lächelte und ging zum Kühlschrank hinter ihm. Es war bereits der fünfte oder sechste und mein Ziel war erreicht. Kein Kasimir mehr in meinem Kopf. Stattdessen der süße Barkeeper vor mir, von dem ich bereits die Handy Nummer hatte. Er hieẞ Jan, hatte kurze braune Haare, hellbraune Augen und war athletisch gebaut, trug ein schwarzes Hemd und eine schwarze Hose. Die Ärmel seines Hemdes hatte er hoch gekrempelt, da es im Club sehr warm war und am linken Handgelenk, trug er eine silberne Uhr.
,,Vielen Dank", sagte ich zuckersüß und lächelte ebenfalls. Er beugte sich zu mir vor. ,,Gegen zwei habe ich Feierabend." Er zwinkerte und ich spürte wie meine Wangen erröteten.
Mein Lächeln wurde breiter, dann nahm ich meinen Wodka und drehte mich auf dem Absatz um, um wieder zu den Mädels zu gehen. Der Club war richtig voll und ich drengelte mich, durch die Menschenmenge. Plötzlich hörte ich ein paar kreischende Mädchenstimmen. Ich suchte die Richtung aus der sie kamen und versuchte durch die Menge an Köpfen zu schauen, um zu erfahren was los war. Mein Herz fing an zu rasen, als ich Dilo in der Menge entdeckte, der zu einem der VIP Bereiche ging. Gefolgt von Hassan und Lauin.
Bitte nicht Kasimir, bitte nicht Kasimir! Flehte ich in meinen Gedanken, als das Gekreische lauter wurde und Kasimir, die kleine Treppe zur VIP Lounge hochstieg, gefolgt von Badmómzjay.


Ohne Dich/Kasimir Fan FictionGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt