,,What the fuck!", sagte Laura und ließ sich nach hinten,zur Rückenlehne des Sofa's fallen. Ich hatte ihr alles bis ins Detail erzählt. Ihre geschockte Reaktion darauf hat mich jetzt allerdings doch irritiert, immerhin war sie diejenige, die zu mir damals meinte, ich solle bei ihm aufpassen. Nun saß sie da, ihre Arme über Kreuz auf der Stirn abgelegt und starrte die Wohnzimmerdecke an.
,,Heftig! Ich muss das erstmal kurz verarbeiten, gib mir ein paar Sekunden!"
Ich auch! Dachte ich und sah auf mein Handybildschirm. Keine Nachricht von Kasimir! Ich weiß nicht, warum ich es erwartete das er mir schrieb. Ob es die Ungewissheit darüber war, was er nun tun würde oder einfach weil ich das Gefühl nicht los wurde einen riesen Fehler gemacht zu haben?
,,Also... Vorweg erstmal - Chapeau, das du das durchgezogen hast! Die Sache mit seiner Ex, kam mir auch eh schon immer suspekt vor. Aber das dir das alles zu viel wird mit dem Gerede über ihn und allem, hat mich echt verwundert, da es dir doch sonst auch egal ist, was andere so erzählen. Oder verschweigst du mir was?"
Ich seufzte, ,,Ich weiß nicht...keine Ahnung!"
,,Keine Ahnung? Abgesehen von der Sache mit der Ex - und das hätte man ja nochmal in Ruhe klären können - wart ihr doch das Traumpaar schlecht hin und hingt wie Pech und Schwefel aneinander! Und du hast keine Ahnung, was dich geritten hat, das einfach zu beenden?"
Laura war aufgebracht und das war auch vollkommen verständlich.
Ich hatte ihr eine Szene wegen Kasimir gemacht, ich hatte ihr die Ohren wegen Kasimir vollgejammert, ich hatte ihr generell immer nur von Kasimir erzählt und vor einer halben Stunde, wegen Kasimir ihr Date sabotiert.
,,Ich weiß!", stöhnte ich genervt und ließ mich nach vorne sinken, so das mein Kopf auf meine Knie sank.
,,Dann erklärs mir! BONNIE!"
Ich blieb für einige Sekunden in meiner eben eingenommen Position, denn ich wollte gerade einfach nicht mehr über Kasimir reden, geschweige denn an ihn denken!
,,Ich bin fertig, ich muss ins Bett! Sorry!", nuschelte ich in meine Knie.
,,Dein Ernst?"
Ich hörte wie Laura laut ausatmete. Sie war anscheinend sauer!
Eine Weile kam nichts von ihr, so das ich meinen Kopf hob, um nachzuschauen ob alles in Ordnung war.
,,Hm! Ok! Ich bleib dann natürlich bei dir, wenn das ok ist?", sagte sie bestimmt und sah mich fragend an. Ein Dankbares Lächeln machte sich in meinen Gesicht breit und ich nickte ihr zu.
Den Rest des Abends, hatten Laura und ich nicht mehr über Kasimir geredet. Als wir uns zum schlafen hinlegten, lag ich mit dwm Rücken zu ihr. Nach einer Weile, hörte ich, wie sie ab und zu in sich hinein kicherte und ihr Handylicht, Schatten an die Zimmerwand, warf. Warscheinlich schrieb sie gerade mit Tino. Ich würde mich natürlich für sie freuen, sollte das etwas ernstes werden, sogleich ich auch traurig darüber war, so etwas schönes nicht mehr zu haben. Sollte ich Kasimir doch mal schreiben? Machte das Sinn? Und warum schrieb er nicht nochmal irgendwas? War für ihn einfach alles so vorbei? Keine Anstrengungen die Beziehung noch zu retten, nichts? Mir kamen wieder die Tränen und ich musste mich zusamm reißen das Laura es nicht mitbekam, den ich wollte ihr diesen schönen aufkeinen Fall mit meinem Kummer verderben.
,,Aufstehen!", rief Laura und riss mit einem Schwung die Zimmertür auf.
Ich zog missmutig die Decke über den Kopf und vergrub mich in mein Kissen. Gerade als ich wieder einschlummern wollte, blendete mich plötzlich das Sonnenlicht, in mein Gesicht und ich versuchte verzweifelt, mit zusammen gekniffenen Augen, nach meiner Decke zu greifen, die so eben verschwunden war.
,,Laura!", stöhnte ich genervt.
,,Steh auf! Wir machen uns heute einen wunderschönen Tag!"
Ich hob den Kopf. ,,Was hast du geplant?", fragte ich skeptisch.
,,Das ist eine Überraschung!", antwortete sie und legte den Zeigefinger auf die Lippen.
Nachdem mich Laura aus meinem Bett geschmissen und ins Badezimmer gejagt hatte, gingen wir zum Bäcker um die Ecke. Als wir die Bäckerei betraten, hörte ich plötzlich Nicole quer durch den Laden brüllen.
,,Schätzelein, hier sind wir!"
Als ich mich umsah, erblickte ich Sevtap, Mona und Nicole an einem Tisch sitzend, die mir zu winkten.
Ich sah kurz zu Laura, die mich breit angrinste, ,,Ich dachte mir, es ist mal wieder Zeit, für einen Mädelstag!"
,,Dankeschön!", sagte ich leicht gerührt und umarmte sie. Das konnte ich jetzt wirklich gebrauchen!
,,Ich sag es euch, der Typ hatte nen Fetisch!"
,,Mona! Nur weil jemand Füße mag, muss er nicht gleich nen Fetisch haben."
,,Wenn du meinst, mir kam es jedenfalls so vor!"
,,Leute, können über was anderes reden als Füße?", warf ich lachend ein, da ich mir die letzte halbe Stunde anhören durften, wie Mona und Laura darüber diskutierten, was ein Fußfetischist ist, während Sevtap und Nicole im Supermarkt waren und Getränkenachschub holten. Wir waren nach dem Frühstück, alle zusammen in die Innenstadt zum shoppen gegangen und am späten Nachmittag zu mir nach Hause um den Abend mit, bestelltem Essen und einigen Alkoholischen Getränken, ausklingen zu lassen. Aus einigen Alkoholischen Getränke, wurden allerdings viele, bis nichts mehr da war und Nicole und Sevtap nochmal losgingen.
,,Bonnie hat recht. Lass mal Fussliebhaber, Fussliebhaber sein und fertig."
,,Fetischist!", warf Mona korrigierend ein, was mich erneut zum Lachen brachte.
,,Wir sind wieder da!", rief Nicole durch die ganze Wohnung.
,,Bonnie, ich leg dein Schlüssel auf die Garderobe", rief Sevtap.
,,Danke!"
,,Ich hoffe, ihr habt meinen Wein!"
,,Aber Natürlich, mein Schatz!", Nicole überreichte Mona eine Flasche Weißwein und setzte sich mit Sevtap zu uns.
,,Ihr habt echt viel geholt. Wer soll das denn alles noch trinken?", fragte ich und beobachtet wie Nicole eine Spirituosen Flasche, nach der nächsten aus dem Beutel holte.
,,Liebeskummer, muss man ersaufen!", sagte Nicole feststellend und grinste mich an.
Liebeskummer! Das war das Stichwort. Den ganzen Tag hatte ich es vermieden auf mein Handy zu schauen und es extra in meiner Handtasche gelassen. Der Wunsch in mir, das Kasimir mir schreiben sollte wuchs immer mehr und ich hatte mir die Enttäuschung sparen wollen, auf mein Handydisplay zu schauen, um herauszufinden, das er es nicht getan hatte.
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Ohne Dich/Kasimir Fan Fiction
FanfictionBonnie ist eine einundzwanzig Jahre alte Studentin, die mit ihren Eltern und ihrem Hund Chicco, in einem ruhigen Dorf in der Nähe von Berlin wohnt. Sie ist oft allein, da ihre Eltern ständig auf Geschäftsreisen sind. Eines Tages zieht im Haus nebena...
