Als ich wieder auftauchte, stand Kasimir lachend am Poolrand.
,,Dachte, du brauchst mal 'ne Abkühlung."
,,Ha, Ha, Ha!", ich schwamm zum Beckenrand und kletterte heraus. Alles an mir tropfte, ,,Gib's zu, das war deine Rache."
Er zuckte mit den Schultern und sein freches Grinsen, zog sich breit über sein ganzes Gesicht. Ich ging zu ihm und legte meinen nassen Arm um seine Schulter. ,,Tja mein lieber Kasi, du weißt, ich bin ein Fan von Körperkontakt. Komm, gib mir 'ne Umarmung!" , ich drückte mich an ihn, sodass meine wasserdurchtränkten Sachen, seine Kleidung mit nass machen konnte.
,,Is das so, ja? Dann hilft vielleicht 'ne zweite Abkühlung", konterte er, packte mich und schmiss mich erneut in den Pool, in dem ich mit einem weiteren riesigen Platscher landete.
,,Das war gemein!", jammerte ich und spritzte ihn nass.
,,Ist doch nur Wasser."
,,Ach ja? Dann kannst du ja reinspringen!"
Kasi zog die Augenbrauen hoch und fing an, sich bis auf die Shorts auszuziehen. Ich schwamm zur anderen Seite vom Pool, wo die Massagebank war und setzte mich darauf.
,,Ich meinte eigentlich mit Sachen!", rief ich ihm zu.
Er zeigte mir ein Vogel. Dann nahm er Anlauf und machte eine riesige Arschbombe ins Wasser. Als er wieder auftauchte, kam er zu mir rüber geschwommen.
,,Das war 'ne gute fünf von zehn", sagte ich und klatschte in die Hände. Kasimir grinste erneut, kletterte ebenfalls auf die Bank und setzte sich neben mich. Ich beobachtete ihn, wie er seine nassen Haare verwuschelte, sodass sie frech in alle Richtungen standen.
Ich weiß nicht, ob es an seinen braunen Augen, das freche Grinsen, seine Art oder dem Badboy Image lag, doch irgendetwas an ihm wirkte einfach so unnormal anziehend auf mich. Mir wurde mit jeder Minute bewusster, dass ich ihn wirklich gern hatte. Umso schwerer fiel mir der Gedanke daran, dass er noch heute Abend wieder weg war und mich wahrscheinlich schneller vergessen wird, als das, was er am Vortag zum Frühstück hatte.
,,Richtig Wellness hier oder wie?", sagte er lachend.
Tja, meine Eltern hatten wirklich an nichts gespart, dachte ich, denn das Beste daran, hatte er noch gar nicht gesehen.
,,Pass mal auf", sagte ich und beugte mich über ihn, um auf einen der Schalter am Poolrand zu drücken. Schon gingen die Massagedüsen an, die überall auf der Wasserbank und an der Poolwand verbaut waren. ,,Ist das geil oder ist das geil?" Ich schlüpfte aus meiner Shorts, und meinem Shirt, schmiss die Sachen aus dem Pool und lehnte mich am Beckenrand zurück. Da er mich nun sowieso schon so oft in Unterwäsche gesehen hatte, störte mich seine Anwesenheit jetzt auch nicht mehr. Ich lehnte mich zurück und sah in den Himmel. Er war klar und die Sonne hing tief über den Dächern der Häuser. Wer hätte gedacht, dass sich das Wochenende ohne meine Ma noch so entwickeln würde. Morgen Nachmittag wollte sie wieder da sein. Mal schauen, ob sie ihre Ankündigung einhielt, oder ihr wieder etwas dazwischen kam. Ich schloss die Augen, um etwas zu entspannen.
,,Weisst du eigentlich, dass du bildhübsch bist?"
Ich riss die Augen wieder auf und schluckte. Hatte Kasimir das gerade tatsächlich gesagt oder war ich wieder eingeschlafen? Ich sah zu ihm herüber. Seine braunen Augen blickten mich an. Doch es war wieder dieser Blick, der mich erneut zu dem kleinen Schulmädchen mutieren ließ, was kaum ein Wort herausbekam.
,,Ähm - danke", stammelte ich, errötete und hoffte, er würde das Gespräch gleich fortsetzen, damit keine peinliche Stille entstand, da ich dazu nicht in der Lage war.
,,Willst du wissen, warum ich Dilo vorhin angerufen habe?"
Ich nickte. Er machte eine Kopfbewegung, welche hieß, dass ich näher zu ihm rücken sollte. Vorsichtig bewegte ich mich rüber. Und je näher ich ihm kam, umso nervöser wurde ich. Als ich so nah war, dass sich unsere Arme berührten, legte er seinen um meine Taille.
,,Ich habe ihm gesagt, dass er mich erst morgen früh abholen soll, damit wir mehr Zeit für uns haben."
Ich blickte ihn an. Mein Herz machte innerlich tausend Freudensprünge und ich konnte mir ein geschmeicheltes Lächeln nicht verkneifen. Was war das bitte für eine süße Aktion von ihm? Er blieb extra meinetwegen länger. Das war wirklich das Letzte, was ich erwartet hatte. Seine Miene erhellte sich, als er an meinem Gesichtsausdruck erkannte, wie sehr ich mich darüber freute, auch wenn ich nichts sagte. Sein Gesicht war direkt vor mir und je länger wir uns in die Augen sahen, umso weniger konnte ich den Drang zurückhalten, ihn einfach zu küssen. Also legte ich meine Hand an seine Wange und tat es einfach.
Das Gefühl, als unsere Lippen aufeinander trafen, war unbeschreiblich. Er erwiderte den Kuss ohne zu zögern und das Kribbeln in meinem Bauch wurde noch stärker. Ich konnte mich nicht erinnern, jemals so starke Gefühle für jemanden, gehabt zu haben.
Er hob mich vorsichtig auf seinen Schoß und löste sich von meinen Lippen. Mit seinem frechen grinsen sah er mich an, ,,Ich bin auch ein Fan von Körperkontakt."
,,Das dachte ich mir schon."
Er spielte an meinen nassen Locken herum, die locker über meiner Schulter hingen.
,,Du bist so hübsch," schwärmte er und betrachte mich.
Geschmeichelt von seinem Kompliment, legte ich, mit einem Lächeln, meinen Kopf zur Seite. Ich war ihm absolut verfallen! Kasimir küsste mich nochmal. Dieses Mal intensiver. Er übernahm die Kontrolle und das machte mich absolut an. Seine Hände wanderten langsam zu meinem Po und schoben mich noch näher an ihn heran. Ich legte meine Arme um seinen Hals und schon nach wenigen Sekunden, konnte ich in seiner Shorts spüren, dass auch er ziemlich angetan war.
Während wir immer stürmischer herumknutschten und Kasimir mich an Stellen berührte, an denen mich schon länger kein Typ mehr berühren durfte, klingelte plötzlich sein Handy. Ich wollte aufhören und löste mich von seinen Lippen, doch er tat es ab, ,,Scheiß drauf, ignorier es!", sagte er und küsste meinen Hals. Also ignorierte ich es. Doch nach dem vierten Anruf, ließ er genervt von mir ab, ,,Sorry!"
,,Alles gut, antworte ich, obwohl ich wirklich gern weiter gemacht hätte. Er schob mich langsam von sich und kletterte aus dem Pool. Was sich in seiner Shorts abzeichnete, war kaum zu übersehen und ich musste leicht schmunzeln. Beschweren konnte man sich da definitiv nicht. Er ging auf die andere Seite und holte sein Handy aus seiner Hosentasche heraus.
,,Dikka, was is los?", stöhnte er genervt, sah zu mir und verdrehte die Augen.
,,Ok... Ok... Und?"
Eine etwas längere Pause entstand, doch sein Gesichtsausdruck verriet mir nicht, worum es bei dem Telefonat ging.
,,Alles klar... Jaaa... Tschau!"
Er legte auf und legte das Telefon zurück. Von seiner Erregung war nun nichts mehr zu sehen und ich war gespannt, was er mir gleich berichtete.
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Ohne Dich/Kasimir Fan Fiction
FanfictionBonnie ist eine einundzwanzig Jahre alte Studentin, die mit ihren Eltern und ihrem Hund Chicco, in einem ruhigen Dorf in der Nähe von Berlin wohnt. Sie ist oft allein, da ihre Eltern ständig auf Geschäftsreisen sind. Eines Tages zieht im Haus nebena...
