Kapitel 28b:
Ana POV:
Die Fahrt aus der Stadt dauerte ewig und ich war schon etwas nervös, ob wir unseren Flug schaffen würden. Allerdings klärte mich Christian auf, als er meine Unruhe bemerkte.
„Das Flugzeug wird auf uns warten. Es ist schließlich meines."
„Du hast ein eigenes Flugzeug?!", fragte ich überrascht.
„Ja eine Gulfstream IV."
„Sicher, dass es auch Ihres ist und nicht das Ihres Unternehmens, Mr. Grey?", fragte ich provokant, um zu überdecken, dass ich mir wieder Gedanken darüber machte, dass ich mich abkapselte und nun auch noch mit einem Privatflugzeug zurückflog. Es stand zwar von Anfang an fest, dass ich mit Christian zu einem späteren Zeitpunkt zurückfliegen würde, aber trotzdem hoffte ich, dass es nicht unbedingt herauskam mit was.
Dieser Tag war zu schön gewesen und hatte gerade nach gestern zu gut getan, um mal wieder alles zu überanalysieren. Ich hatte weitaus größere Sorgen.
Zudem hatte Roach mir heute auch schon eine E-Mail geschrieben, gefragt wie es mir ging und angeboten, dass ich gerne ein paar Tage Urlaub machen könnte. Auch mit Olivia hatte ich heute Morgen bereits telefoniert und auch von Marie und Alicia hatte ich Nachrichten auf dem Handy. Sie übertrieben alle. Es war ja überhaupt nichts passiert.
Am Flughafen angekommen, fuhren wir direkt auf das Rollfeld. Und da stand es. Ein weißes Flugzeug mit einem großen G. Die Situation war absolut eindrucksvoll.
Ich ging die Treppe hoch, wurde mal wieder mit Namen von Personen, die ich nicht kannte, begrüßt und konnte es nicht wahrhaben, dass ich in einem Privatjet stand. Ein Privatjet – was sollte man dazu noch sagen? Ein Helikopter und ein Flugzeug. Was würde als nächstes kommen?
Wäre ich gut gelaunt, würde ich ihn mit seinen Spielzeugen aufziehen. Allerdings ließ ich mir auch wie ein kleines Kind das Cockpit von Stephan und der Co-Pilotin Beighley zeigen.
Mit der Hand auf dem Rücken führte mich Christian in den überraschend großen Kabinenraum. Er war in gedeckten Farben gehalten und sah sehr edel aus. Gegenüber von Christian ließ ich mich auf einen der bequemen Sessel fallen. Es war überhaupt nicht mit einem Linienflug zu vergleichen. Womöglich mit der ersten Klasse, aber da war ich ja auch noch nie gewesen.
Allerdings fand ich den Start furchtbar. Ich mochte es schon nicht in einer großen Maschine, dann erst recht nicht in einer kleinen. Daher schnappte ich mir Christians Hand und drückte fest zu bis wir die Flughöhe erreicht hatten.
Nach der Hälfte des Flugs entschied ich mich dann endlich dafür, das Thema, das mich schon die ganze Zeit beschäftigte, anzusprechen.
„Ich war Jacks Assistentin. Wenn er jetzt nicht mehr da ist, habe ich dann überhaupt noch einen Job?"
„Warum solltest du den nicht mehr haben? Seine Stelle wird natürlich neu besetzt werden."
„Entscheidest du, wer diese Stelle bekommt?", fragte ich misstrauisch.
„Mein Plan ist SIP weiter auszubauen, nicht zu verkleinern. Wenn man an der aktuellen Strategie festhält, wird SIP in den kommenden Jahren seine Bedeutung verlieren. Es wurde erst vor Kurzem jeder einzelne Arbeitsplatz auf seine Notwendigkeit überprüft und entschieden, dass man noch fünf weitere Lektorstellen ausschreiben wird. Damit sind auch Assistenten erforderlich."
„Du hast meine Frage nicht beantwortet." Umging er sie mit Absicht? Entschied er es etwa tatsächlich?
„Nein, ich entscheide es nicht, Ana. Ich greife grundsätzlich nicht in die Einstellungen außerhalb der Führungsebene ein. Ich könnte allerdings einen Vorschlag machen."
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~ One Secret ~
RomanceEine Begegnung, ein Abend und alles ändert sich. Christian und Ana lernen sich etwas anders kenne. Es wird verrückt, leidenschaftlich und auch romantisch. Aber durch diese Begegnung, durch alle Umstände führen Verleugnung und Lügen zu Schmerz. Stärk...
