Flower Shop

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Hyunjin POV.

Konzentriert ließ ich meinen Pinsel über das Papier wandern. Die Blume, welche ich malte nahm allmählich Form an. Mein ganzes Zimmer war voll von gemalten Bildern von Blumen oder anderen Dingen, die mir gefielen. Später, wenn ich mit der Schule fertig war, wollte ich Kunst studieren und Maler werden. Ich hatte sogar schon eine passende Uni gefunden. Da gab es nur ein kleines Problem.

"Hyunjin! Deine Schicht beginnt in zwei Minuten!", hörte ich meine Mutter rufen. Ich seufzte, packte meine Sachen zusammen und verließ mein Zimmer. Meine Eltern besaßen einen Blumenladen und ich arbeitete neben der Schule ebenfalls dort. Sie wollten, dass ich den Laden einmal übernehmen würde, jedoch hatte ich andere Pläne. Das interessierte meine Eltern allerdings nicht.

Kaum war ich im Laden, was zum Glück nicht viel Zeit beanspruchte, da unsere Wohnung direkt darüber lag, dauerte es nicht lange bis die ersten Kunden kamen. Routiniert band ich Sträuße, goss die Blumen und entsorgte verwelkte Exemplare. Als gerade niemand im Laden war setzte ich mich unter den Verkaufstresen, so wie ich es als Kind schon immer gemacht hatte, packte meine Malutensilien aus und arbeitete an dem Bild weiter. Kaum war ich fertig hörte ich das Glöckchen über der Tür, welches mir sagte, dass ein neuer Kunde da war. Ich wollte aufstehen, vergaß jedoch, dass sich eine Holzplatte über mir befand und stieß mir den Kopf an. Okay, das hatte wehgetan. Um mir nichts anmerken zu lassen verkniff ich mir einen Schmerzenslaut und tat als wäre nichts gewesen. Blöderweise war es ziemlich laut gewesen und der Junge, der den Laden betreten hatte fragte:"Alles in Ordnung? Das hat sich ziemlich schmerzhaft angehört." "J-ja, alles in Ordnung", stammelte ich und gab mir alle Mühe nicht knallrot zu werden. Na super. Noch peinlicher konnte es nicht werden. Nun fiel sein Blick auf das Bild, welches auf dem Tresen lag und ich verfluchte mich innerlich. Warum hatte ich das nicht weggelegt?! "Das sieht wirklich gut aus", sagte er und im ersten Moment glaubte ich mich verhört zu haben. Noch nie hatte jemand meine Werke gelobt. Um nicht unhöflich zu wirken bedankte ich mich und fragte:"Was kann ich denn für dich tun?" "Ich bräuchte einen Sonnenblumenstrauß." Während ich den besagten Strauß band linste ich hin und wieder zu dem Jungen hinüber. Er war wirklich hübsch. Als ich fertig war gab ich ihm den Strauß und bekam das Geld. Bevor er den Laden verließ warf er noch einen letzten Blick auf mein Bild und sagte:"Du hast wirklich Talent. Vielleicht solltest du Maler werden." Nun war ich wieder alleine und dachte nach. Schließlich beschloss ich einen neuen Versuch zu unternehmen meine Eltern noch von meinen Zukunftsplänen zu überzeugen.

Beim Abendessen nahm all meinen Mut zusammen. "Ich habe eine Uni gefunden, wo ich studieren kann. Sie ist sogar hier in Seoul", fiel ich direkt mit der Tür ins Haus. Meine Eltern warfen mir genervte Blicke zu und mein Vater sagte:"Wir haben uns doch lange genug über diesen Quatsch unterhalten. Wozu willst du studieren und noch mehr Zeit vergeuden, wenn du nach deinem Abschluss direkt im Laden anfangen kannst?" Auch wenn er es als Frage formuliert hatte wusste ich, dass er meine Antwort eigentlich garnicht hören wollte. "Ihr versteht das nicht. Ich-", begann ich erneut, aber er brachte mich mit einem vernichtend strengen Blick zum Verstummen. In mir staute sich Wut auf. Wut auf meine Eltern, aber auch auf mich. Warum konnte ich nicht einfach für mich und meine Träume einstehen?

Am nächsten Tag betrat derselbe Junge den Laden. Er lächelte, als er mich sah und mir wurde ganz warm. Auch heute band ich ihm den gewünschten Strauß und viel zu schnell verließ er den Laden wieder. Gerne würde ich seinen Namen wissen, traute mich jedoch nicht ihn zu fragen. Ich war eben ein Feigling, in mehr als einer Hinsicht.

Er kam von nun an jeden Tag in den Laden und jeden Tag freute ich mich noch ein kleines bisschen mehr darüber. Nach circa einer Woche fragte er:"Wie heißt du eigentlich?" Innerlich seufzte ich erleichtert auf, da er mir diese Frage abgenommen hatte. "Hyunjin. Und du?", antwortete ich. "Jeongin." Ein schöner Name. Wir unterhielten uns etwas und verstanden uns bestens. Er fragte mich nach meiner Nummer und wir verabredeten uns für den nächsten Tag.

Ratlos stand ich vor meinem Kleiderschrank. Ich wollte unbedingt gut aussehen. Warum konnte ich selbst nicht genau sagen. Es war ja nur ein normales Treffen unter Freunden und kein Date. Zumindest redete ich mir das ein. Nach ungefähr einer Stunde hatte ich endlich etwas passendes gefunden.

 Nach ungefähr einer Stunde hatte ich endlich etwas passendes gefunden

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(A/N: Das ist sein Outfit)

Kaum war ich fertig machte ich mich auf den Weg zu dem Cafe, in dem ich mich mit Jeongin traf. Durch mein Klamottenfiasko war ich etwas spät dran. Zum Glück kam ich trotzdem noch pünktlich. Als ich das Cafe betrat konnte ich bereits Jeongin sehen, der schon an einem der Tische saß. Ich lief zu ihm und er umarmte mich zur Begrüßung. Viel zu schnell ließ er mich wieder los. Wir setzten uns, bestellten etwas zu trinken und unterhielten uns über alles mögliche. Schule, Hobbys, Zukunftspläne und so weiter. "Was willst du denn nach der Schule machen?", fragte Jeongin mich. "Eigentlich will ich Kunst studieren und Maler werden, aber meine Eltern wollen, dass ich unseren Laden übernehme", erzähle ich ihm. "Das Talent dazu hast du auf jeden Fall. Lass dich von den Wünschen deiner Eltern nicht davon abhalten deine Träume zu verwirklichen." Dieser Satz wiederholte sich während unseres gesamten Treffens immer wieder in meinem Kopf.

An diesem Abend schaltete ich nach dem Abendessen meinen Laptop an und begann damit meine Unibewerbung zu schreiben. Jeongin hatte Recht. Es war mein Leben und wenn ich nicht das tat, was mein Herz begehrte würde ich es für immer bereuen.

Zeitsprung: 5 Jahre später

Heute war einer der wichtigsten Tage in meinem Leben. Nach einem erfolgreichen Kunststudium würde heute Abend meine erste eigene Ausstellung eröffnet werden. Es hatte eine begrenzte Anzahl an Karten gegeben und alle waren verkauft. "Ich bin so aufgeregt", jammerte ich, als Jeongin mein Outfit zurecht zupfte. Mittlerweile waren wir ein Paar und wohnten zusammen. "Keine Sorge. Das ist heute dein Abend und du solltest ihn genießen anstatt dir Sorgen zu machen", versuchte er mich zu beruhigen. Tief atmete ich durch und versuchte mein klopfendes Herz zu beruhigen. Es funktionierte zwar nur bedingt, aber ich riss mich zusammen. Ein Blick zur Uhr verriet mir das wir los mussten.

Kaum waren wir in der Galerie angekommen kamen auch schon die Besucher. Die meisten Leute hatte ich noch nie gesehen. Nachdem ich meine Freunde begrüßt hatte ging ich zu Jeongin, welcher gerade vor einem der Gemälde stand. "Gefällt's dir?", fragte ich und er sagte:"Ach ich sehe darin nicht wirklich etwas außer Farben. Wenn dieses Ding eine tiefere, künstlerische Bedeutung hat musst du es mir erklären." Das unterdrücke Grinsen auf seinen Lippen verriet mir dass er mich erneut aufzog, so wie er es schon so oft getan hatte. "Ich erkläre es dir liebend gerne, aber nicht jetzt. Heute Abend haben wir doch wichtigeres zu tun, findest du nicht?", lachte ich und er stimmte mir zu. Ich nahm seine Hand und küsste ihn. Das uns alle Leute sehen konnten war uns total egal. Leider mussten wir uns wegen Luftmangels wieder voneinander lösen, aber wir waren trotzdem nur wenige Zentimeter voneinander entfernt. Tief sah ich ihm in die Augen und mir wurde erneut bewusst was für ein Glück ich mit ihm hatte und wie sehr ich ihn liebte. Er hatte mich dazu gebracht meinen Traum wahr werden zu lassen. Ohne ihn würde ich heute nicht hier stehen. Das wusste ich und ich war jeden Morgen dankbar für den Tag an dem Jeongin in den Laden gekommen war.

Danke für diese süße Idee sweetmilli10Ich hoffe euch gefällt der Oneshot🌻🌺

Hyunin Oneshots || Stray KidsGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt