Kapitel 57

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Kampf.

Seit Zwei Wochen bin ich wach und ich kämpfe seit dem jeden Tag. Ich möchte so schnell wie möglich hier raus und mein Leben normal weiterführen. 

Das ist so seltsam im Leben nochmal bei Null anzufangen. Ich hätte niemals gedacht, dass es so anstrengt sein wird. 

Jeden Tag kommt ein Therapeut zu mir und macht Übungen mit mir, aber erst mal im Bett, damit ich langsam meine Muskeln aufbauen kann. Ab und zu versuche ich von selbst aufzustehen und zu laufen, aber bis jetzt vergeblich. Die Therapeuten sind mir zu langsam, die lassen sich zu viel Zeit. Ich bin viel weiter, als die das Einschätzen, aber ich darf mich ja nicht überbelasten. Schwachsinn.

Eine Stunde nachdem der Therapeut gegangen ist, versuche ich von selbst noch mal aufzustehen, aber ich werde von einem Klopfen unterbrochen. Schnell wollte ich mich hinlegen, damit ich keinen ärger vom Arzt bekomme, aber schnell war das ganz sicher nicht. Die Tür geht auf.

"Was machst du da?" ruft die männliche Stimme

"Flo, du bist es. Erschreck mich doch nicht so" meckere ich

"Bist du bescheuert? Leg dich sofort wieder hin. Du darfst dich nicht zu überanstrengen. Was kommt dir in den Kopf? Willst du noch länger im Krankenhaus bleiben" motzt er mich an

"Ich kann mehr, ich weiß das. Die Therapeuten sind viel zu langsam für mich"

"Nein, die wissen schon was die da machen. Du musst das langsam angehen. Du kannst das leider nicht von jetzt auf gleich alles. Das braucht alles seine Zeit. Du musst erst mal genug Muskeln und Energie aufbauen, bevor du anfängst zu laufen. Akzeptier das bitte"

Ich schaue ihn nur sauer an. "Ihr habt alle keine Ahnung. Ich bin seit fünf Monaten in diesem Krankenhaus gefangen. Ich möchte endlich raus. Ich möchte wieder die Natur sehen. Ich möchte ins Kino gehen. Ich möchte essen gehen. Weißt du wie sehr mir das fehlt? Ich bin hier ganz alleine" weine ich dann

"Ich verspreche dir, wenn du hier raus bist. Gehört die erste Woche uns beiden komplett. Wir unternehmen alles was du willst. Aber dafür musst du erst Mal wieder fit werden. Ich weiß wie sehr das auf deine Psyche geht, aber mach es nicht schlimmer als es schon ist" versucht er mich aufzumuntern.

"Ich kann das alles nicht mehr" gebe ich weinerlich zu "Ich fühle mich so alleine"

"Das bist du aber nicht. Wir sind alle bei dir"

Ich sage nichts zu und schaue nur aus dem Fenster raus.

"Dann verbringe ich Weihnachten und Silvester halt alleine in diesem stinkenden Haus" weine ich

Florian lacht nur 

"Was lachst du?" meckere ich ihn an

"Wenn das dein einziges Problem ist"

Warum versteht mich keiner? Natürlich ist das ein Problem für mich. Wer möchte denn bitte Weihnachten und Silvester im Krankenhaus alleine verbringen, während alle anderen spaß haben? 

"Du verstehst das nicht und wirst es auch nicht verstehen."

"Über Weihnachten und Silvester kriegen wir dich hier bestimmt für eine Nacht raus"

"Ich möchte aber selbstständig sein und nicht im Rollstuhl überall hingefahren werden oder das man mich beim Waschen unterstützt."

"Bis dahin hast du noch etwas Zeit. Du wirst schon etwas fitter sein."

Und wie ich das werde. Das werde ich euch allen zeigen.

Who's that Boy?Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt