Ich höre die Tür aufschließen. Ich bin wohl eingeschlafen. Ich drehe mich zur Seite, kein Florian. Dann ist mir eingefallen was vorhin alles passiert ist. Draußen war es schon dunkel. Ich schaue auf mein Telefon 01:46 Uhr. Wo hat sich der Typ aufgehalten? Mir kommen die Tränen wieder nah. Ich trau mich gar nicht runter zu gehen, ich habe Angst dem Mann in die Augen zu gucken und unten ist ja noch das kaputte Glas.
"Ela" höre ich eine männliche Stimme aus dem Flur
Ich bleibe aber stumm. Ich gebe kein Ton von mir. Ich merke nur, wie sich jemand in das Bett setzt und mir dann über die Beine streichelt.
"Hör zu. Mein Verhalten war vorhin alles andere als akzeptabel. Das war nur so unerwartet. Ich war überfordert. Ich wusste nicht wie ich reagieren sollte und was ich sagen soll. Ich bin ein Idiot. Bitte verzeih mir. Das ist unser Problem, wir müssen gemeinsam eine Entscheidung treffen." redet er mit ruhiger Stimme
Aber ich bleibe weiterhin liegen und tu so, als ob ich schlafen würde.
"Ich weiß, du bist enttäuscht von mir. Du hast Unterstützung von mir erwartet und ich bin einfach weggelaufen. Ich habe keine Ahnung, was in meinem Kopf abging..." er atmet ein mal tief ein und wieder aus "...Ich weiß du schläfst nicht..." er lacht "...ich liebe dich..." beendet er seinen Satz.
Meine Tränen schießen wieder raus. Drecks Hormone. Ich setze mich auf und schaue ihm ins Gesicht. Er schaut mich auch mit großen Augen an. Er packt mich und umarmt mich.
"Es tut mir wirklich so leid. Ich möchte dich nicht verlieren. Wir werden das Kind gemeinsam Groß ziehen, auch wenn wir noch so jung sind. Meine Eltern werden uns helfen. Du wirst die beste Mutter auf Erden sein. Bitte verzeih mir."
"Wo warst du?" ist das einzige was ich sage
"Bisschen draußen. Ich musste meine Gedanken sortieren." antwortet er
Er fasst in mein Gesicht "Ich liebe dich. Hörst du."
Ich nicke nur
"Und das Kind liebe ich erst recht." grinst er
Soll ich ihm das sagen?
"Komm, wir legen uns schlafen und bereden alles morgen, okay?" fragt Florian
Ich nicke und sofort machen wir beide uns Bettfertig.
"Es tut mir wirklich leid. Das ich auch überhaupt erst den Gedanken hatte, dass das Kind nicht von mir sein könnte." lacht er wieder
"Es ist nicht lustig. Du hast mich in der Situation alleine gelassen, wo ich dich am meisten gebraucht hätte. Du bist einfach weggegangen." sage ich monoton und leicht sauer
"Ich weiß, dass ist mir alles auch vorhin bewusst geworden. Aber ich hab mich beruhigt und viel nachgedacht. Ich war darauf einfach nicht vorbereitet. Du musst auch meine Sicht verstehen."
Ich setze mich auf "Nein Florian. Verstehe ich nicht! Ich kann nicht einfach so weglaufen. Ich trage das Ding in mir, ich kann es nicht einfach absetzen. Du bist genauso Schuld daran wie ich!" werde ich lauter
"Okay, ist gut. Reg dich bitte nicht auf. Ich mach das alles gut. Glaub mir, nur sei jetzt bitte nicht sauer. Wir meistern das alles zusammen" sagt er beruhigend "Und bitte sag nicht "Ding", das ist unser Kind."
"Nein" sage ich stumpf
"Eldora. Was ist jetzt wieder dein Problem? Es tut mir doch leid. Was willst du..."
"Ich habe einen Termin für die Abtreibung gemacht."
Flo schaut mich mit großen Augen an "Nein, dass lasse ich nicht zu!" springt er auf
"Aber..."
"Nein, ich möchte nichts von dir hören! Du bringst kein Leben um, nur weil wir es nicht hinbekommen richtig zu verhüten!" unterbricht er mich "Wir kriegen das zusammen hin. Vielleicht ist das unsere Bestimmung, das Kind wird unsere Beziehung stärken. Ich lasse dich nicht im Stich!" fährt er fort
Ich schaue nur auf dem Boden. Ich weiß nicht was ich dazu sagen soll. Bin ich überhaupt bereit dafür? Sind WIR bereit dafür? Was ist wenn das alles zu viel wird mit der Familie und Beruf?
"Ich werde dich in jeder Hinsicht unterstützen, vertrau mir" versichert er mir
"Ich muss darüber eine Nacht schlafen Flo"
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Who's that Boy?
RomanceLiebeskummer, Uni-Stress und ein Nebenjob - Eldoras Leben steht Kopf. Als sie ausgerechnet in einem chaotischen Morgen einem Fremden begegnet, ändert sich mehr, als ihr lieb ist. Florian. Charmant, frech, viel zu präsent. Und irgendwie... genau das...
