45

22 2 0
                                        

Emma sah den Arzt an. „Ein Mädchen? Ist es ein Mädchen?"

Er nickte. „Herzlichen Glückwunsch. Dem Baby geht es besser, als wir erwartet hatten. Wenn sie sich weiterhin so gut entwickelt, wird sie sich vollständig erholen." Emma atmete tief durch. „Und Regina? Wie geht es ihr?" Der Arzt zögerte. „Ihr Zustand ist kritisch. Sie hat viel Blut verloren, und ihre Werte sind niedrig. Wir müssen abwarten, wie sich ihr Zustand im Laufe der Nacht entwickelt." Emma schluckte schwer. „Kann ich sie sehen?" Er schüttelte den Kopf. „Sie ist noch im OP. Aber Sie können Ihre Tochter sehen." Er führte Emma zur neonatologischen Intensivstation. Beide wuschen sich die Hände und zogen sterile Kittel an. Dann brachte er sie zu einem kleinen Inkubator. Emma hielt erschrocken die Hand vor den Mund. „Sie ist so klein." „Sie ist etwa 18 Zentimeter lang und wiegt knapp 500 Gramm", erklärte der Arzt. „Sie gilt als Mikro-Frühchen, aber ihre Überlebenschancen sind gut. Sie ist eine Kämpferin." „Darf ich sie berühren?" fragte Emma leise.

Der Arzt nickte. „Ja, aber bitte nur mit den Handschuhen." Vorsichtig streckte Emma die Hand aus und berührte sanft die winzige Hand ihrer Tochter. Das Baby war zerbrechlich, doch es fühlte sich für Emma an, als würde es bereits eine Verbindung zwischen ihnen geben. Sie lächelte. „Sie ist wunderschön." Der Arzt nickte. „Wenn Sie Hilfe brauchen, drücken Sie die Ruftaste. Eine Krankenschwester überprüft sie alle 15 Minuten. Sie können so lange hierbleiben, wie Sie möchten. Ich komme zu Ihnen, sobald wir Neuigkeiten über Regina haben." Emma sah ihn an. „Darf mein Sohn das Baby sehen?" „Ja, aber nur während der Besuchszeiten. Eltern dürfen jederzeit kommen." Emma nickte langsam und blickte zurück auf ihr Baby. „Danke." Der Arzt verabschiedete sich leise, und Emma hörte seine Schritte in der Ferne verklingen. Sie betrachtete ihr Kind voller Bewunderung. „Du bist umwerfend. Genau wie deine Mutter. Ich kann es kaum erwarten, dass sie dich sieht." sprach sie sanft. „Sie ist stark. Viel stärker als ich."

Das Baby bewegte leicht den Kopf in Richtung von Emmas Stimme. Seine Augen blieben geschlossen, doch es schien sie zu spüren. Emma lächelte. „Du wirst ein wunderbares Leben haben. Du hast mich, deine Mama, und deine Mutter, die dich unendlich liebt. Und du hast Henry deinen großen Bruder. Er freut sich schon so sehr darauf, dich kennenzulernen." Sie blieb sitzen und sprach weiter beruhigend auf das Baby ein, bis eine Krankenschwester herbeikam. „Mrs. Swan? Der Arzt möchte mit Ihnen sprechen." Emma stand sofort auf. „Wie geht es ihr?" „Sie ist wach. Sie ist schwach und es gibt viele Schläuche, aber lassen Sie sich davon nicht verunsichern." Emma nickte entschlossen. „Sie ist immer noch meine Frau." Sie folgte der Krankenschwester und betrat Reginas Zimmer. Langsam setzte sie sich neben das Bett.

„Hey", flüsterte sie.

Regina öffnete müde die Augen und lächelte schwach. „Ist sie schön?" Emma drückte sanft ihre Hand. „Sie ist umwerfend. Und stark. Genau wie du." Regina atmete zitternd ein. „Das ist gut." Sie blickte auf die Schläuche an ihrem Körper. „Ich wünschte... ich hätte sie länger tragen können. Mein Körper hat es nicht geschafft." „Regina", sagte Emma leise. „Du hast es großartig gemacht. Sie ist hier. Sie ist stark. Und sie wird eine Kämpferin sein – genau wie ihre Mutter." Regina versuchte, zu lächeln. „Ich wünschte, ich könnte sie sehen." Emma strich ihr sanft eine Haarsträhne aus dem Gesicht. „Bald, Liebes." Regina schloss kurz die Augen. „Ich bin so müde." Ihre Stimme wurde immer leiser. Dann öffnete sie die Augen wieder. „Wo ist Henry? Ist er noch bei deinen Eltern?" Emma nickte. „Ja. Ich bringe ihn morgen mit." Regina nickte langsam. „Ich verdiene dich nicht, mein Schwan." Emma legte ihre Hand sanft auf Reginas Wange. „Du verdienst so viel mehr, Regina. Ich liebe dich über alles." Regina blickte ihr tief in die Augen. „Ich liebe dich auch." Emma beugte sich vor, küsste Regina sanft und strich ihr durch die Haare. „Schlaf, mein Schatz."Regina schloss die Augen und lächelte leicht. „Gute Nacht, mein Schwan." Emma drückte ihre Hand. „Gute Nacht, meine Königin." Sie beobachtete, wie Regina langsam in einen tiefen Schlaf fiel. Ihr Blick blieb auf ihrer geliebten Frau ruhen. Leise flüsterte sie: „Ich liebe dich so sehr.

Ich Brauche Deine HilfeWo Geschichten leben. Entdecke jetzt