Regina stand mit Emma im Eingangsbereich des Gebäudes und sah sie an.
Sanft strich Emma ihr eine Haarsträhne aus dem Gesicht und lächelte. „Ich werde dich jeden Tag besuchen. Bist du sicher, dass du das wirklich willst?" fragte sie leise.
Regina ließ ihren Blick über das Gebäude schweifen, dann nickte sie. „Für dich und die Kinder."
Emma drückte sanft einen Kuss auf Reginas Wange. „Und für dich. Das ist auch für dich."
Regina holte tief Luft und nickte erneut. „Ich bin bereit."
Emma drückte ihre Hand und führte sie ins Gebäude. Sie meldeten sich an, und schließlich war es an der Zeit, sich zu verabschieden. Doch dieser Ort war anders als die anderen – er wirkte mehr wie ein Zuhause als eine Einrichtung.
Ein Mann trat auf sie zu. „Hallo, du musst Regina sein. Ich bringe dich zu deinem Zimmer. Deine Mitbewohnerin Lilac wird bald zurückkommen. Sie und die anderen sind mit Dr. Lefar auf einem Ausflug. Er wird später mit dir sprechen." Er lächelte freundlich. „Ich bin Mr. Joseph. Ich bin für die Mahlzeiten und die Gruppensitzungen zuständig."
Sie gingen einen Flur entlang, bis sie ein Zimmer erreichten, in dem zwei Betten und zwei kleine Kommoden standen. „Das ist dein Zimmer. Ich lasse dich in Ruhe ankommen und dich einrichten. Das Abendessen ist um 18:30 Uhr. Wir erwarten nicht, dass du isst, aber wir bitten dich, mit den anderen zusammenzusitzen."
Regina nickte, stellte ihre Tasche auf das Bett und murmelte ein leises: „Danke." Dann begann sie, ihre Sachen in die leere Kommode zu räumen. Nachdem sie ihr Bett gemacht hatte, setzte sie sich gerade hin, als die Tür aufging.
Ein schlankes Mädchen trat fröhlich ein. „Du musst Regina sein! Ich bin Lilac. Schön, dich kennenzulernen!" Sie ließ sich mit einem Lächeln auf ihr Bett fallen.
Regina musterte sie kurz und erwiderte das Lächeln zaghaft. „Hallo."
Lilac sah sie neugierig an. „Wie geht es dir? Warum bist du hier? Ich bin wegen Bulimie hier."
Regina betrachtete das energiegeladene Mädchen und erwiderte ruhig: „Mir geht es gut. Ich bin hier wegen Anorexie und Selbstverletzung. Es freut mich, dich kennenzulernen."
Lilac nickte verstehend und ihr Blick fiel auf die Kommode. „Wer sind sie?" fragte sie und nahm ein eingerahmtes Foto in die Hand. Es zeigte Henry und Emma, mit einem kleinen Bild von Mia in der Ecke des Rahmens.
Regina stand auf und trat zu ihr. „Die Blonde ist meine Frau, Emma. Der Junge ist mein Sohn Henry, und das Baby ist meine Tochter Mia."
Lilac lächelte. „Du hast eine wunderschöne Familie." Behutsam stellte sie das Bild zurück, bevor sie zu ihrer eigenen Kommode ging. Sie nahm ein Foto zur Hand und hielt es Regina hin. „Das ist mein Freund. Er ist momentan im Einsatz."
Regina betrachtete das Bild. „Er sieht sehr ernst aus."
Lilac nickte und lachte leise. „Oh, das ist er auch." Dann stellte sie das Bild wieder an seinen Platz.
Ein Klopfen an der Tür unterbrach sie. „Hallo? Ich habe gehört, dass unser Neuzugang angekommen ist."
Ein großer Mann betrat den Raum. Wäre Regina nicht ausschließlich Frauen zugetan, hätte sie ihn wahrscheinlich als attraktiv empfunden.
Er lächelte warm. „Mein Name ist Dr. Lefar. Meine Freunde nennen mich Luke. Da du eine Weile bei uns bleiben wirst, kannst du mich auch Luke nennen."
Regina reichte ihm kurz die Hand.
Luke schüttelte sie freundlich. „Nach dem Abendessen gebe ich dir deinen Zeitplan. Apropos –" er sah auf seine Uhr, „das ist in fünf Minuten. Ich lasse euch kurz Zeit, um euch frisch zu machen, und wir sehen uns dann später." Mit diesen Worten verließ er das Zimmer.
Regina warf einen langen Blick auf das Foto ihrer Familie. Das hier würde schwieriger werden, als sie gedacht hatte.
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Ich Brauche Deine Hilfe
Fantasi*TRIGGER WARNING!* Regina versucht, den Sheriff und die Stadt unter Kontrolle zu halten jedoch will ihr das nicht so gelingen wie sie will. Der Stress, zieht sie zurück in ihre kindliche Essstörung. Wird jemand sie bemerken und ihr helfen, bevor es...
