Als ich bei Nicolais Haus ankomme, springe ich förmlich aus meinem Wagen und haste zu seiner Tür. Die Uhrzeit vergessend hämmere ich gegen diese und klingle im Sekundentakt. Irgendwann erscheint durch das Fenster im Foyer Licht und ich sehe einen verschlafenen Nicolai auf die Tür zuschreiten. Langsam öffnet er sie mir und blickt mich verwirrt an. "Megan, was tust du hier?" "Ich muss mit dir reden. Es ist wichtig!" Nicolais Blick ist leer und eiskalt. "Ich denke zwischen uns ist alles geklärt. Ich habe dir nichts mehr zu sagen Megan." "Aber ich dir! Nicolai es tut mir leid. Alice hat alles gestanden. Sie war der Keil, welcher sich zwischen uns getrieben hat. Es tut mir so leid, dass ich ihr glaubte. Als sie mir erzählte, dass sie mit dir geschlafen hätte. Das war zu viel für mich. Aber nun erkenne ich, dass es alles nicht wahr ist. Alice ist eine miese Schlange, dass weiß ich nun. Es tut mir alles so leid." Ich sehe wie Nicolai meinem Blick ausweicht. "Ich habe mit ihr geschlafen. Es tut mir leid. Ich war so wütend und enttäuscht. Sie hat mich einfach um den Finger gewickelt mit ihren ganzen Lügen und Betrügereien. Megan es tut mir alles so schrecklich leid. Hätte ich das gewusst, dass Alice so ein falsches Spiel treibt, dann hätte ich mich nie mit ihr eingelassen. Kannst du mir verzeihen?" Ich hadere kurz mit mir selbst und sehe ihn dann tief in die Augen. In seine Augen, so braun und tief. Ich konnte mich schon immer darin verlieren und werde es wahrscheinlich auch bis ans ende meiner Zeit tun. Ich atme ein und aus, straffe meine Schultern und beginne langsam zu reden. "Ich vergebe dir Nicolai. Lass uns von vorne anfangen. Ich liebe dich doch aus tiefsten Herzen. Und das werde ich immer tun." Nicolai packt mich an den Hüften und zieht mich zu sich heran. Leidenschaftlich drückt er seine Lippen an die Meine. Tief und innig ist unser Kuss. Die Zeit scheint still zu stehen. Es scheint, als würden nur noch wir beide existieren und alles um uns herum ist vergessen, als wären es Nichtigkeiten. Nichts hat mehr eine Bedeutung, außer unsere Liebe. Plötzlich höre ich hinter mir, wie ein Wagen anhält. Jemand packt mich von hinten und zieht mich von Nicolai weg. Ich falle zu Boden und über mir sehe ich Alice. Ihr Gesicht ist wutverzerrt. "Du willst mich nicht? DU LIEBST MICH NICHT? Was glaubst du, wer du bist du dämliche Schlampe. Ich würde alles für dich stehen und liegen lassen, nur um bei dir zu sein und du willst lieber ihn! Diesen nutzlosen Mann. Megan, wir könnten zusammen viel mehr erreichen. Lass uns zusammen über die Männer bestimmen, dass ist doch das, was du immer wolltest. Du wolltest dich nie wieder von einem Mann unterdrücken lassen und dann rennst du in die Arme von ihm. Nicolai, der Sadist schlechthin. Megan bitte....Ich...liebe dich...Bitte gib uns eine Chance!" Ich springe auf und stoße Alice von mir fort. "Was willst du hier du falsche Schlange? Wir sind durch mit dir. Hau ab!" "Niemals. Ihr Beide gehört nicht zusammen. Ich will dich Megan und niemand anderes soll dich haben!" Alice kommt auf mich zu und will mich küssen, doch abermals wehre ich sie ab. Sie stürzt zu Boden und sieht mich an. "Warum liebst du mich nicht? Die ganzen Jahre dachte ich immer, unsere Freundschaft sei etwas besonderes und mehr als man sich vorstellen kann." "Wir sind...nein wir waren Freunde, doch das hast du dir gründlich versaut. Alice ich dachte auch, dass unsere Freundschaft etwas besonderes sei. Wie konntest du nur so hinterhältig werden? Was habe ich dir getan, dass du alles daran setzt mein Glück zu zerstören?" "Aber....aber...ich...!" Alice bricht in Tränen aus, doch zu viel Wut ist in mir, um in diesem Moment Mitleid zu empfinden. "Wir sind keine Freunde mehr Alice und ich will dich nie wieder in meinem Leben sehen!" Diesen Satz bekomme ich nur unter Tränen heraus. Alice springt auf und sieht mich mit trüben Blick an. "Megan bitte nicht. Es tut mir leid. Bitte vergib mir. Ich brauche dich doch!" "Ich kann nicht Alice. Du hast mich so sehr hintergangen, wie ich es dir nie zugetraut hätte. Es ist das eine, wenn du mich angelogen hättest, was deine Gefühle angeht, aber du hast versucht mein Leben und das von Nicolai und allen anderen zu zerstören." "Nein, das wollte ich nie!" "Es ist egal ob du das so wolltest oder nicht. Du hättest es beinahe geschafft und ich weiß nicht, ob ich dir das jemals verzeihen kann und will. Ich bin so enttäuscht von dir. Alice, verdammt wir haben alles geteilt. Wir waren unzertrennlich. Ich kam zu dir wegen meinen Problemen mit Nicolai und erzählte dir alles und du hast es eiskalt ausgenutzt!..." Alice schüttelt energisch den Kopf. "Nein, nein, nein! Gerade weil du zu mir kamst und ich sah, wie sehr du leidest. Ich sah den Schmerz, den du wegen ihm hattest. Es tat mir weh dich so zu sehen. Ich wusste genau in diesem Moment, dass er nicht gut für dich ist und es niemals sein wird. Er war es schon früher nicht Megan. Denk bitte nach, wie sehr du wegen ihm schon gelitten hast. Wie oft hast du dich in meinen Armen ausgeweint?" Ich trete näher zu Nicolai und nehme seine Hand in die Meine. "Alice, doch nur weil wir uns nicht ausgesprochen hatten. Keiner wusste, wie der andere wirklich empfindet. Nicolai und ich lieben uns und das wirst du nicht ändern. Und wir haben beschlossen einen Neuanfang zu wagen. Wir wollen alles hinter uns lassen und von vorne beginnen. Eine Zukunft zu zweit. Kannst du das nicht verstehen?" Ich sehe, wie sich Alice's Blick ändert und der pure Zorn in ihr Gesicht steigt. "Wenn ich dich so schon verloren habe, dann ist es jetzt auch egal!" Sie zieht eine Waffe aus ihrer Tasche und richtet sie auf mich. "Wenn ich dich nicht bekommen kann, dann soll dich niemand haben!" Aus Reflex stürze ich mich auf Alice. Ich schreie und versuche ihr die Waffe aus der Hand zu reißen. Ich merke, wie Nicolai versucht mich von Alice zu heben und das Gemenge unter Kontrolle zu kriegen. Doch Alice und ich sind zu sehr ineinander verhakt. Unser Gerangel wird immer stärker und ich höre, wie Nicolai mir etwas zuruft. Die Zeit scheint nicht zu vergehen. Der Kampf zieht sich und endlich spüre ich das kalte Metall an meinen Fingern. Ich weiß, dass ich nun die Waffe in meiner Hand habe. Und doch kann ich sie Alice immer noch nicht entreißen. Ich verliere den Überblick über die gesamte Situation und bin vollkommen Perplex als ein lauter Knall an meine Ohren dringt. Instinktiv blicke ich zu Alice. Auch sie sieht mich entsetzt an. Der Geruch von Schießpulver steigt mir in die Nase und erst jetzt wird mir bewusst, dass die Waffe abgefeuert wurde. Hinter mir höre ich das Schreien von Nicolai, welches durch den starken Pfeifton in meinen Ohren übertönt wird. Ich fühle mich auf einmal schlapp und auch Alice lockert ihren Griff und für einen Bruchteil einer Sekunde blicken wir uns an, als wäre nichts gewesen, wie die zwei besten sich liebenden Freundinnen.
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Azurit
Romance(EROTIK/ROMANCE) Megan ist Domina und hat sich gerade für einen neuen Sklaven entschieden. Sie will ihn trainieren, doch sie verliert die Kontrolle. Die Kontrolle über ihre Gefühle. Alles gerät aus den Fugen. Sie beginnt ihr Leben und ihre Bestimmun...
