13_Teufelstanz

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Verschmitzt sah sie sich um, Harley musste sicher gehen, dass sie niemand gesehen hatte. Gerade hatte sie einfach nur mehr Glück als Verstand, aber sie hätte nichts dagegen, wenn diese Glückssträhne noch anhalten würde. Der Plan war riskant und sie musste den Gott noch vor den Avangers finden. Heimdall hatte ihr vor der Abreise, ihre Gesichter gezeigt, also war sie informiert. Hoffentlich war sie flink genug. Nicht nur, dass sie es hier mit selbsternannten Superhelden zu tun hatte, sie musste einen Gott abhalten einen großen Fehler zu begehen und durfte dabei auch nicht all zu viel Aufsehen erregen, in einer Stadt, die sie nicht kannte.

Wien war ganz anders als sie sich es vorgestellt hatte. Die Fotos die man im Internet fand, waren retuschiert und zu Zeiten aufgenommen worden, wo keine Menschenseele in den Straßen wandelten. Die Gebäude waren im vergleich zu New York klein und wirkten fast wie aus einer anderen Epoche. Zumindest der Teil, in dem sie war. Der Museumsplatz war pompös und gepflegt und sie war kurz verwirrt als sie die beiden resoluten Gebäude sah. Direkt gegenüber des Kunsthistorischen Museum, befand sich das Naturhistorische. Fast wäre sie nämlich in diesem eingebrochen. Thor hatte ihr geholfen in das, mit Statuen verzierte Gebäude, ja richtig, kein normaler Stuck, eigene Statuen, einzubrechen und unentdeckt in die Menge zu gleiten. Kaum war sie im Trubel untergetaucht, war sie unsichtbar. Perfekt passte sie zu ihrem Umfeld, in der man heute Abendgarderobe trug. Das nächste Mal, würde sie aber nicht mehr Thor das Kleid aussuchen lassen. Es war fast unverschämt wie sich der schwarze Stoff teilte bei jeden zweiten Schritt und ihr nacktes Bein preisgab. Neben diesem reizvollen Detail, war sie aber zufrieden gewesen. Asymmetrisch lief der Träger über ihre Schulter und bis knapp über die Hüfte, lag der Stoff eng an bis dieser in einer sanften A-Linie dahinschmolz. Aber auch die andern Kleider um sie herum waren einfach wundervoll und somit fiel Harley nicht auf. Die Männer trugen geschneiderte Anzüge, wo einer teurer wirkte als der andere. Noch nie war sie in solchen Kreisen verkehrt, das war nicht ihre Welt und sie fühlte sich auch nicht wohl. Für einen Abend würde sie es aber überleben und sie sollte sich nun langsam auf ihre Aufgabe konzentrieren.

In der Etage wo sie sich nun befand war zu normalen Betriebszeiten ein Café geöffnet, doch dieses hatte man Zweckentfremdet. Man hatte daraus ein Buffet gebastelt mit angrenzender Bar, die sie magisch anzog. Immerhin war sie sicher unauffälliger mit einem Glas in der Hand. Zuversichtlich steuerte sie die Bar an und bestellte sich einen Vodka ohne Eis. Mit gut gefüllten Glas lief sie dann durch die Menge und suchte nach Loki. Irgendwo musste er sein und sie würde ihn finden. Noch bevor sie jedoch den Prinzen erspähen konnte, erkannte sie zwei der Avangers, die sich genau wie sie unter die Leute gemischt hatten. Es war die Frau, die sich als Black Widow ausgab und Captain America, wenn sie sich recht entsinne. Unauffällig lief sie an ihnen vorbei, die beiden hatten überhaupt kein Interesse an ihr, gut so, jedoch musste sie sich nun wirklich beeilen. Als sie sich sicher war, dass Loki nicht hier oben war, lief sie zu den ausgedehnten Stiegen aus edlem Stein. Davor hatte sie aber ihr Getränk vernichtet und das Glas einen Kellner in die Hand gedrückt.

Gemach ging sie die Stufen hinab und überblickte die Leute die sich unter ihr versammelt hatten, In der Eingangshalle. Dabei ging sie an bekannten Kunstwerken wie Klimt vorbei und an zwei massiven Steinlöwen die beschützend auf einem Sockel saßen. Hinter ihr war eine große Skulptur, aber diese hatte nicht lange ihre Aufmerksamkeit genossen. Ein kurzer Blick nach oben, ließ sie staunen. Über der Eingangshalle, wo sich die meisten Gäste befanden, fand man eine Kuppel. Das Gold schimmerte ihr entgegen und bildete liebliche Gebilde. Harley kam sich unter dem Gold so klein und schwach vor. Ihren Blick senkend blieb sie kurz stehen. Ein Weiteres Gesicht fiel ihr auf. Der wohl bekannteste Avanger, Tony Stark, alias Iron Man betrat gerade das Museum. Am Fuß der Stiegen angekommen, erkannte sie, dass sie falsch lag. Das war hier noch nicht das Ende. Links und rechts waren Flügeltüren geöffnet, die denen in Asgard Konkurrenz machen konnten. Hinter diesen gingen die Feierlichkeiten noch weiter. Wie groß war dieses verdammte Gebäude?! Wenig begeistert ging sie dicht an Tony Stark vorbei um einen genauen Blick auf ihn zu erhaschen. Zu kurz war jedoch der Moment um etwas Seltsames zu erkennen und er wirkte auch nicht so, als würde er wissen, wo Loki war. Vielleicht hatte der Gott sie auch alle gelinkt. Wahllos lief sie in den Korridor zu ihrer Rechten, vorbei an den Glaskästen worin sich Wertvolle Artefakte in Sicherheit wogen. Musik klag ihr entgegen und recht bald stand sie vor einer Tanzfläche. Klassische Musik begleitete die Menschen wie sie elegant über den alten Boden schwebten. Wiener Walzer. Es passte perfekt.

Feuerteufel (Loki FF)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt