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-Sicht Taehyung-

Eine halbe Stunde später klingelte es an der Tür. Ich eilte hin und öffnete sie für meinen Hyung. Er sah mich an und musste leicht schmunzeln, als er mein verweintes Gesicht sah.

"Es ist dir egal, nh. Ach Taetae~" er umarmte mich zur Begrüßung und zusammen gingen wir in mein Zimmer. Wir schmissen uns in chillige Klamotten, ich holte meinen Laptop und mit Decken und Süßigkeiten kuschelten wir uns auf mein Bett.

"Was willst du gucken?" fragte mich Yoons. Ich überlegte.

"Alles außer Liebesfilme... Nh Actionfilm?" Er kicherte leise und nickte. Auf Netflix suchte er einen spannend scheinenden Actionfilm raus und los ging es. Das sonst dunkle Zimmer wurde nur vom Laptopbildschirm erhellt. Irgendwann hatte ich mich müde an Yoongi gelehnt. Er fraß die ganze Zeit Chips und Schokolade. Ich war wirklich für eine Weile abgelenkt, doch zwischendurch schweiften meine Gedanken ab. Doch ich schaffte es, zwei Stunden lang nicht zu weinen. Als der Film zu Ende war, fragte mich mein Hyung:

"Wir haben noch gar kein Abendbrot gegessen. Mh, wollen wir uns eine Pizza reinschieben?" Er nahm die Decke von seinen Beinen und fegte mit seiner Hand die Chipskrümel vom Bett. Seufzend setzte ich mich auf.

"Mh ne, kein Hunger." Ich stand auf, nahm Yoongi den Laptop ab und räumte ihn weg. Yoongi sagte nichts. Ich war mit dem Rücken zu ihm, konnte deswegen nicht sehen wie er guckte. Da stand er auf, ging zu mir und umarmte mich von hinten um die Teilie. Ich atmete auf. Es schien, als würde eine Last von mir abfallen, ich fühlte mich in seiner Umarmung wohl.

"Iss wenigstens ein bisschen was mit mir. Ich hab Hunger." raunte er leise in mein Ohr und gab mir einen schnellen, leichten Kuss auf den Nacken. Ein Kribbeln zog sich durch meinen Körper, wie immer wenn Yoongi mich küsste. Ich legte meine Hand auf Seine an meinem Bauch und kraulte sie.

"Na gut" antwortete ich mit einem leichten Schmunzeln. Er wollte mich los lassen, doch ich hielt seine Hände fest, sodass er stehen blieb.

"Bleib noch kurz so." flüsterte ich und schloss die Augen. Ich fühlte mich unnormal wohl, sein warmer Atem an meinem Nacken, sein leises lachen. Es tat so unglaublich gut. Ich seufzte zufrieden und ließ ihn dann irgendwann los. Zusammen gingen wir runter in die Küche, holten uns Pizzen aus dem Gefrierfach und packten sie in den Ofen. Ich lehnte mich an die Küchenzeile und Yoongi machte es sich auf einem Stuhl am Küchentisch mir gegenüber bequem. Wir redeten nicht. Ich versank wie so oft in Gedanken. Mein Blick war auf meine Füße gerichtet. Was Jungkook jetzt wohl gerade machte? Bestimmt knutschte er gerade mit Jimin rum oder lag einfach nur mit ihm im Bett, so wie wir es gerne gemacht haben. Jungkook...

Irgendwann kam ich wieder zu mir und schaute hoch. Yoongi war ebenfals in Gedanken versunken. Ich musterte ihn. Wie er dort saß...

Sein perfektes Gesicht

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Sein perfektes Gesicht... seine fluffy Haare... er war wunderschön... Und nicht nur sein Aussehen... womit hatte ich ihn nur verdient? Wenn ich in seiner Nähe war, vergaß ich alles andere. Ich fühlte mich wohl. Er, und nichts anderes war dann mehr wichtig. Immer wenn er mich so warm und liebevoll anlächelte, durchfuhr mich ein angenehmes Kribbeln. Immer wenn er mich küsste, hatte ich diese Schmetterlinge im Bauch. Er--- Wait... schwärmte ich gerade über ihn? Hatte ich etwas Gefühle für--- Achhh, Quatsch! Das Kribbeln und die Schmetterlinge, das alles war schon vor der Trennung mit Jungkook da. Und ich habe ja eindeutig Gefühle für Kooks. Da kann das gar nicht sein.

"Was ist?" Fragte eine belustigte Stimme. Ich realisierte, dass ich Yoongi angestarrt hatte. Ich wurde leicht rot, aufgrund meiner Gedanken und schaute zu Boden. Erwischt grinste ich leicht.

"Worüber hast du nachgedacht?" stichelte er weiter. Ich drehte mich um zum Ofen, damit er nicht meinen verlegenen Blick sah.

"Ach, n-nicht so wichtig." sagte ich schnell und öffnete dann die Ofenklappe um die Pizzen rauszuholen.

"Hast du über mich nach gedacht?" fragte er mit einem schellmischen Unterton. Ungeschickt ließ ich eine Pizza auf den Teller fallen, sodass der Belag nach unten auf das weiße Porzellan klatschte.

" . . . ups." Warum machte Yoongi mich so nervös? Unbeholfen stellte ich den Teller auf die Küchenleiste um die heiße Pizza mit den Händen umzudrehen. Ich stand wieder mit dem Rücken zu Yoongi, ich konnte seine Blicke nicht sehen und er meine nicht. Immer wieder musste ich die Pizza loslassen, weil sie noch zu heiß war. Innerlich fluchte ich. Jetzt denkt Yoongi sonst was von mir, aber bestimmt nicht, dass ich nicht über ihn nachgedacht habe.

"Du hast über mich nachgedacht, Kim Taehyung." flüsterte auf einmal eine Stimme in mein Ohr. Ich zuckte zusammen und hielt eine Hand an mein Herz.

"M-MACH DAS NICHT NOCHMAL!" schrie ich komplett durcheinander. Ich konnte mich nicht konzentrieren wenn er so mit mir rumspielte. Aber das reichte ihm noch nicht. Er musste mich von der Seite umarmen und mein Schlüsselbein küssen. Ich wusste nicht mehr was ich machen sollte. Schwach keuchte ich bei einer bestimmten Stelle auf. Ich spürte wie Yoongi gegen meine Haut grinste.

"Y-Yoongi.. w-was wird das...?" fragte ich leise, komplett aus dem Konzept gebracht. Was mache ich hier eigentlich? Was hatte ich gerade noch vor? Meine Schmetterlinge spielte gerade fangen in meinem Bauch.

"Was hast du über mich gedacht, Tae?" raunte er leise und ärgerte mich weiter mit kleinen Küssen. Er konnte ja nicht wissen, dass mich jede seiner Berührungen verrückt machte. Es war so angenehm, aber gerade fühlte ich mich ihm einfach ausgeliefert.

"I-Ich habe darüber nachgedacht, womit ich dich nur verdient habe... du bist so ein toller Mensch... mhhhh... Y-Yoongi, hör auf..." keuchte ich zum Schluss noch einmal, da er wieder die Stelle am Schlüsselbein traf.

"Es macht aber gerade so Spaß dich zu necken, Kleiner." säuselte er und machte weiter. Ich schloss meine Augen und atmete tief durch.

"Jungkook hat das damals auch mit mir gemacht." sagte ich kalt. Er hielt inne und schien zu verstehen. Langsam ließ er mich los. Man merkte, dass es für ihn auf einmal arkward war. Ich sah ihn monoton an. Von außen schien ich vielleicht wieder ruhig, aber innen war immer noch ein Sturm der Gefühle. Yoongi begann mir mit den Pizzen zu helfen. Ohne mich anzugucken sagte er beiläufig:

"Aber du hast es geliebt, wenn er es gemacht hat. Obwohl du ihm komplett ausgeliefert warst. Stimmt's?" Doch die Frage klang gar nicht mehr neckend, mehr wie ein lautes denken. Ich sagte einfach nichts. Doch er hatte Recht.

Mann Yoongi, warum musst du mir den Kopf so verdrehen?

  What Is Love? || Taegi || BTS Texting ffGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt