Dancing on my own

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„Scheiße Manu wie siehst du denn aus?" hektisch krückte ich so schnell wie es ging zu ihm und er fiel mir schwach in die Arme.
„Was ist passiert großer?" fragte ich und strich ihm beruhigend über den Rücken.
„Sie hatte einen Unfall. Sie wollte nur kurz zu ihrer Ärztin, wegen dem Geschlecht des Kindes und auf dem Weg wurde sie angefahren." schluchzte der 1.95m große Mann hier in die Arme einer 1.63m großen Frau und ließ sich von ihr beruhigen.
„Komm Manu, wir fahren zu ihr." meldete sich nun Fiete und half Manu zum Auto. Ich hoppelte hinterher und stieg hinten ein, damit Manu vorne die Beinfreiheit genießen konnte.
Zumindest dachte ich das. Er setzte sich zu mir nach hinten. Seinen Kopf legte er erschöpft gegen meine Schulter, und ich drehte mich etwas, sodass sein Kopf auf meinem Bauch lag. Über seine Arme streichend fuhr Fiete zum Krankenhaus und hielt dort auch nach 20 Minuten.
Ich ließ Manu aussteigen und stieg dann selbst aus, während Fiete mir meine Krücken hinhielt.
Seinen Arm legte er um mich und ging dann mit mir und Manu zusammen durch den Eingang des Krankenhauses.

Manu wurde von Sekunde zu Sekunde immer aufgeregter und hibbeliger, weshalb Fiete mich entschuldigend losließ und zu Manu ging. Ich weiß nicht was er ihm sagte, doch es schien zu helfen. Die Frau hinter dem Tresen schaute uns mürrisch an. Sie war um die zwanzig Jahre, weshalb sie bei Fiete's Anblick anfing zu strahlen. Eine gewisse Eifersucht keimte in mir auf, weshalb ich mich nach vorne drängelte und fragte wo Nina Neuer läge.

Genervt schaute sie mich an und murrte dann die Zimmernummer 714 zu mir. Dann zog ich Fiete und Manu mit mir, in Richtung Aufzug.
Es lag auf dem siebten Stock, und war direkt rechts in der Mitte des Ganges.
Nach kurzem Klopfen und einem schwachen herein betrat Manu als erster das Zimmer und keuchte einmal, als er seine Freundin so dort liegen sah. Auch ich musste einmal schlucken, ebenso wie Fiete.

Nina hatte Schürfwunden, blaue Flecken und Abzeichnungen überall, und war sehr stark an Infusionen und Transfusionen verkabelt, was mir nochmal Gänsehaut bereitete.
Wir entschieden uns dazu, noch bis zur Analyse dort zu bleiben und dann den beiden ihre Freiheit zu lassen.
Glücklicherweise kam dann auch sofort der behandelnde Arzt und stellte sich als Dr. Brückner vor.

„Ich hab doch gesagt sie sollen nicht mehr wiederkommen!" begrüßte er mich und ging dann auf Nina zu. Nachdem er ihre Vitalzeichen und alles drum und dran gecheckt hatte, musste Manu die Frage stellen.
„Und dem Kind.. wie geht es ihm?" fragte er zögerlich und hielt dabei die blasse Hand Nina's.

„Ja.. das Kind. Das müssten wir nochmal nachsehen, aber wir sind uns nicht sicher ob es überlebt hat." erklärte er so ruhig und traurig wie es nur ging und Nina's Blick war genau wie Manu's. Versteinert.
Ich vergrub mein Gesicht an Fiete's Brust, wo er beschützerisch seine beiden Arme um mich legte.
„Psst kleine, alles wird gut." flüsterte er leise und drückte mir einen leisen Kuss auf meine Haare.
Mit Dr. Brückner zusammen verabschiedeten wir uns von den beiden und wünschten ihnen alles gute.

„Oh mein Gott.." machte ich nur als wir aus dem Krankenhaus gingen und auf dem Parkplatz waren.
„Das nenn ich mal Hiobsbotschaft." sagte Fiete und ich nickte.
„Hoffentlich ist da alles gut." murmelte ich und er legte seinen Arm wieder um mich.
„Natürlich."

Bei ihm zuhause hatten wir grade erst halb eins, weshalb er noch ein bisschen Zeit hatte bis zum Training.

„Ich finde wir sollten da weitermachen, wo wir gestern aufgehört hatten." sagte er verschmitzt beim öffnen der Tür und grinste mich mit einem richtigen Marco grinsen an.
Ich grinste nur zurück und bewegte mich dann in Richtung Wohnzimmer, wo ich mich auf die Couch legte und Fiete hinterherkam. Wie gestern lagen wir dort und alles war wie vorher. Ich kraulte wieder durch seine Haare während wir einen Film schauten.

Mein Leben mit IHNENGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt