XXXII. Plan

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Sie war da, die Erinnerung. Aber nicht alles. Arya erinnerte sich an den glühenden, brennenden Schmerz in ihrem ganzen Körper, die Angst, er könnte sie umbringen. Obwohl, vielleicht wäre der Tod das bessere Schicksal gewesen. Sie kroch wieder zurück zur Wand, um sich anzulehnen. Von der kalten Nacht im Sitzen war ihr Rücken steif.
Langsam nervte sie der penetrante süße Duft. Meinte Durza, sie wusste nicht was das war? Meinte er, sie wusste nicht, dass im Wasser das Gegengift zum Gift in der Luft war?
Aber nicht Atmen, um das Gift loszuwerden, war auch keine Option.
Sie brauchte einen Fluchtplan. Fluchtplan, Fluchtplan, Fluchtplan.
Was hatte sie an Materialien? Ein Brotstück, einen Tonkrug, eine Kette, die in der Wand verankert war, eine Wache vor der Tür und Handgelenke, die mit hartem Eisen umschlossen waren.
Das Brot war nutzlos, der Krug ... würde zerbrechen, aber war das so schlimm? Die Kette war das größte Problem. Wie sollte sie ausbrechen wenn sie nicht mal zur Tür kam. Arya konnte versuchen, die Verankerung in der Wand mit Wasser zu lösen, doch dafür brauchte sie Wasser.
Die Wache vor der Tür war kein Problem, wenn Arya erstmal aus der Zelle draußen war.
Mit ihren Eisenringen um das Handgelenk konnte sie zuschlagen.
Zuerst musste sie die Kette loswerden. Auch wenn sie dafür etwas von ihrem wertvollen Wasser abgeben musste. Wenn sie das geschafft hatte, konnte sie weitere Pläne machen.
Arya trank den letzten kleinen Tropfen aus dem Krug und rollte ihn dann wieder Richtung Tür. Das Brot behielt sie.
Dann begann sie, zu trainieren. Erstmal zog sie sich an der Wand hoch, ignorierte die Schmerzen und stand abgestützt auf ihren wackeligen Beinen. Sie hielt diese Position so lange wie möglich, doch schon nach einer knappen Minute zitterte sie wieder so stark, dass ihre Beine einklappten und Arya unsanft auf dem Boden landete.
Sofort rappelte sie sich wieder auf, wartete bis der Schwindel sich legte und begann dann von neuem.
Arya versuchte es so lange, bis sie ohne Wand ein paar Minuten stehen konnte. Während sie geübt hatte, war die Sonne aufgegangen und Licht schien in die Zelle. Auf allen vieren, da sie ihren Beinen doch noch nicht so ganz traute, krabbelte sie zu dem hellen Fleck auf dem Boden. Es war unglaublich angenehm, nach so langer Zeit wieder Sonnenlicht zu spüren.
Die Wärme erinnerte Arya an Du Weldenvarden, wenn sie mit Fäolin nach dem Winter im weichen Moos im Sonnenschein lag und sie sich gegenseitig Witze erzählten.
Schon lange hatte sie nicht mehr an Fäolin gedacht. Sie erinnerte sich an sein Lachen, das Funkeln in seinen Augen, wenn sie über einen seiner Witze gelacht hatte.
Die Sonne schien auf Aryas Gesicht und weckte Erinnerungen, die sie schon vergessen geglaubt hatte.
Wie gern würde sie noch einmal sein Gesicht sehen, seinen muskulösen Oberkörper.
Den ganzen Tag lag Arya so auf dem Boden, das Training war vergessen. Sie dachte nicht nur ab Fäolin, auch ihre Mutter, der Königshof und Brom geisterten in ihrem Kopf herum.
Als langsam die Sonne wieder verschwand und nicht mehr durch die Gitterstäbe schien nickte Arya schließlich ein und träumte von dem leckeren Essen in Ellèsmera, welches sie schon so lange nicht mehr gekostet hatte.

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Sorry dass am Freitag nichts kam, aber ich war auf einer Übernachtungsparty, musste dann gleich weiter zu einem Sommerturnier und danach zum Sommerfest. Nächstes Kapitel kommt dann wieder am Dienstag oder Mittwoch!

Eragon - Aryas GefangenschaftGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt