Miras Sicht:
Das letzte an das ich mich erinnerte, war Evelyn. Um mich herum waren Stimmen, keine die ich kannte. "Ist sie wach?", fragte eine Frau. "Hmm...ich weiß es nicht", antwortete eine männliche Stimme. Ich versuchte meine Augen zu öffnen, doch ich schaffte es nicht. Meine Lieder waren zu schwer. Ich versuchte einen Arm zu bewegen, doch mein Arm war zu schwer. Das helle Licht blendete mich, obwohl meine Augen noch immer geschlossen waren. Mein Kopf tat höllisch weh, alles tat weh. Ich wollte mich bewegen und mich unter den Schmerzen wegwinden, doch mein Körper war zu schwer.
Jemand zog mein Lied hoch und ich sah das grelle Licht von der hellen Lampe über mir, es tat in meinen Augen weh. "Sie ist wach. Kannst du uns hören?", fragte der Doktor. Ich wollte nicken, doch wenn ich nur daran dachte stach ein starker Schmerz in meinen Kopf.
Ich wollte etwas sagen, doch ich brachte keinen Ton heraus, ich konnte gar nichts mehr. Also starrte ich weiter in die viel zu helle Lampe.
Was war mir vorhin passiert? Warum war mir so schlecht? Wieso war ich einfach umgekippt? Wieso war ich todkrank? Das alles waren unbeantwortet Fragen. "Kannst du uns hören?", fragte der Arzt ernueut. Ich rollte mit den Augen. "Du bist hier im Krankenhaus, okay? Alles wird gut, du wirst größten Teils geheilt werden können. Deiner Mom und seinem Dad geht es gut." Ich wollte fragen, wie es Evelyn ging doch irgendwas stimmte mit meinem Hals nich aber das wichtigste war, war doch erstmal, dass ich lebte, oder?
Evelyns Sicht:
"Mom, was machst du da?", fragte ich entsetzt. Ihr Gesicht war rot und sie hatte nasse Wangen. Ich lief zu ihr und legte eine Hand auf ihre Schulter. Sie ließ das Messer sinken und vergrub ihr Gesicht in den Händen. "Evelyn, so geht es nicht...das alles ist viel zu...", ihre Stimme war brüchig. "Mom! Du darfst dich nicht, es geht nicht...", auch mir liefen Tränen die Wangen hinunter.
"Dad!", schrie ich schließlich. Er kam sofort um die Ecke. "Was ist denn hier los?" "Dad, Mom wollte...", ich starrte nur stumm das Messer, auf dem Tisch, an. "Amie!", rief Dad erschrocken und nahm das Messer an sich. Mom musste dringend mal zu einer Therapie.
Fünf Tage später;
Wir hatten Mom tatsächlich davon abgehalten Selbstmord zu begehen.
Sie war bei einem guten Therapeuten und es ging ihr schon ein bisschen besser. Heute durften wir Mira aus dem Krankenhaus abholen bis jetzt hatte ich noch nicht die Chance gehabt sie in wachem Zustand zu sehen. Mit Ryan wollte ich auch noch reden und zwar heute. Man hatte ich viel vor.
Zu meiner Überraschung waren vor drei Tagen meine Großmutter zu uns gekommen. Sie sagten 'sie sein, nachdem sie gehört hatten, was passiert war sofort hergekommen um meine Mom und vor allendingen mich seelisch zu unterstützen'.
Sie hatten mich schon gleich am ersten Tag in den Wahnsinn getrieben und alles aufgeräumt, was sie in die Finger bekommen hatten. Grandpa war schon vor drei Jahren gestorben und Oma wohnte jetzt mit ihrer besten Freundin zusammen, es war grauenvoll zwie alte Damen im Haus, die die ganze Zeit nicht anderes, als kichern, backen und aufräumen im Sinn hatten.
Über die Truhe hatte ich mit Mom auch noch nicht sprechen können, sie war zwar schon wieder ein bisschen normaler aber zu viel wollte ich ihr nicht zumuten.
Eigentlich war es ziemlich doof, dass ich nicht mehr im Krankenhaus war, denn seit Mira einen Schlaganfall hatte, ging es mir auch nicht besser. Ständig war mir übel und schwindelig, mein ganzer Körper kribbelte und manchmal hatte ich das Gefühl ich würde meinen Körper verlassen und manchmal wollte ich einfach nur raus. Es war ein komisches Gefühl, so als würde eine fremde Macht an dir ziehen und du währst aber noch nicht bereit, für was auch immer, so ungefähr konnte man das Gefühl beschreiben. Es hörte sich vielleicht seltsam an aber genauso war es.
"Evelyn, kommst du mal bitte?", fragte Oma von unten. Ich seuftzte genervt und stemmte mich aus meinem Bett hoch. "Ja!", rief ich zurück und rutschte die Treppe mit meinen Flauschisocken runter. Unten standen Oma und ihre Freundin. "Wir haben eine Schublade mit Schlüsseln gefunden und da deine Mom gerade bei einer Therapie ist musst du mal gucken, ob ihr die noch alle brauch, es sind so viele. Die kann ich da unmöglich alle drinn lassen."
Mein Herz begann zu rasen, vielleicht war da ja meiner drinnen, der für die Kist. Ich lief ihnen hinterher in die Küche. Oh mein Gott, wie sollte ich da einen einzigen finden? Das Haus hatte vorher alten Leuten gehört, die sich hier umgebracht hatten. In der ganzen Stadt wird erzählt, egal wer gier wohnt, deren Familie wird vom Unheil besiegt. Ich glaubte ja nicht an so einen Flüche-Kramm aber es war schon war, Mom, Dad und Mira ging es zunehmend schlechter. Naja, mir auch aber ich hatte nicht das Bedürfniss, mich selbst umzubringen, Dad saß letztens auch schon auf dem Sofa und wollte eine überdosis seiner Mesikamente nehemn, wir konnten ihn aber noch davon abhalten.
Wie gesagt die Schublade war voll mit alten Schlüsseln und ob ich da meine fand, bezweifelte ich sehr.
"Ääh...nö,.ich glaube wir brauchen die alle nicht mehr", sagte ich also, die Kiste konnte ich schließlich auch noch aufbrechen. "Und was ist mit dem, auf dem dein Name steht?", fragte Omas Freundin, die übrigens acht Jahre jünger als Oma war.
Sie stand bei den Schlüsseln und wühlte ein wenig in der Schublade um zu gucken ob da vielleicht noch ein 'besonderer' drinn war, so wie der den sie gerade in der Hand hielt.
"Außer dem", sagte ich schnell und wollte ihn mir schon schnappen, als Erika, Omas Freundin ihn wegzog. "Moment moment, was ist an dem Schlüssel so besonders?" Mist. Überleg, überleg, ich konnte ihr auf keien Fall die Wahrheit erzäheln, denn keine sieben Sekunden später wusste es auch Mom und das Geheimniss um die Truhe währe geplatzt. "Daaaaa steht mein Name drauf?", sagte ich aber ich glaube es hörte sich eher wie eine Frage an.
Erika gab mir den Schlüssel trotzdem. Als ich das kalte Metall an meinen Fingern fühlte, verspürte ich so etwas, wie Triumph.
Ich raste die Treppe hoch und rutschte bei meiner Eile fast aus, da frisch geputzte Holztreppen und rutschige Flauschisocken nicht gerade die beste Mischung waren.
In meinem Zimmer setzte ich mich sofort aufs Bett und holte die Kiste raus, sie war immer noch am gleichen Platz, wie vor fünf Tagen, als Mom sich fast umbringen wollte.
Ich nahm den Schlüssel, er war klein und schon ein wenig verrosstet, seine frühere Farbe war wahrscheinlich silber, wovon man nur noch sehr wenig sah.
Das Schlüsselbein war dünn, auf ihm war mein Name eingraviert worden, am Ende des Schlüssels kringelte er sich leicht, wie die Springkrautblätter, wenn sie reif waren und sich nach hinten rollten.
Der Kopf war fein ausgearbeitet, der Schlüssel hing an einem dünnen Lederbändchen.
Der Schlüssel passte, ich drehte ihn und mit einem Metallischem 'Klack', sprang das Kästchen auf und ich konnte endlich sehen was drin war.
Das nächste Kapitel:)
Etwas spannender, hoffe ich :*
Habt ihr eine Idee, was in dem Kästchen sein könnte? o_O
Meinungen?
Danke an estherm01 :* für deine lieben Komis, genauso an alex13and4ever Feilchen Linchen02Hel, euer Gummibärchen♡♥♡
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Und alles ist anders
WerewolfEvelyn und Mira, die beiden Geschwister, leben mit ihren Eltern in London. Eigentlich ist alles perfekt, doch es gibt ein Problem; Mira ist Todkrank, sie macht unzählige Therapien aber es bringt nichts, Evelyn ist am verzweifelt. Mira selbst scheint...