26. Kapitel

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Chicago, Illinois

„Da muss noch mehr Stoff an diesem Kleid sein."

Laute Musik, Champagner und teure Klamotten.
Von all diesen Dingen war ich gerade umgeben während Rebekah schon seit ein paar Stunden in jeder Boutique Chicagos nach Klamotten suchte.

„Wie bei jedem Kleidungsstück davor, nein Rebekah, da ist nicht mehr Stoff dran. So zieht man sich heutzutage an.",antwortete ich und exte anschließend mein Glas Champagner.

„Also ziehen sich Frauen im 21. Jahrhundert wie Prostituierte an?",meckerte die Frau und kam aus der Ankleide.

„Wir ignorieren das Slut-Shaming jetzt einfach mal und kommen zu dem Fakt, dass dir das Kleid unglaublich gut steht. Ich weiß nicht was dein Problem ist.",antwortete ich und verdrehte meine Augen.

„Ich habe früher schon dreckige Blicke bekommen, wenn ich Hosen anhatte.",sprach die Blonde und verzog anschließend ihr Gesicht. „Und was ist das für Musik? Das hört sich an wie zwei aufeinander krachende Autos."

„Das ist Tanzmusik.",erklärte Stefan.

Skeptisch hob Rebekah ihre Augenbrauen:„Leute tanzen dazu?"

Mein Bruder gab ein bestätigendes Geräusch von sich und nahm einen weiteren Schluck seines Champagners.

„Sind wir hier fertig?",fragte Klaus ungeduldig.

„Und warum bist du so miesepetrig?",Rebekah verschränkte ihre Arme vor der Brust und blickte den Hybriden provozierend an.

„Ich habe nur eine Sache von dir für meine Hexe verlangt, damit sie herausfinden kann, warum meine Hybriden sterben. Eine Sache, deine Kette. Und diese eine Sache hast du verloren.",erklärte Klaus angesäuert.

„Ich hab sie nicht verloren. Sie wird nur schon seit neunzig Jahren vermisst.",erwiderte die Blonde genervt und drehte sich anschließend zu Stefan. „Also was denkst du über das Kleid?"

„Ich mag es.",antwortete mein Bruder.

Rebekah blickte meinen Zwilling mit einem „Verasch-Mich-Nicht" Blick an.

„Was? Ich hab doch gesagt, dass ich es mag.",sprach mein Zwilling verständnislos.

„Ich weiß immer wann du lügst.",bemerkte Rebekah angesäuert und drehte sich anschließend um und ging in die Kabine.

Verständnislos blickte Stefan zu Klaus.

Dieser griff wieder zu seinem Champagnerglas, bevor er antwortete:„Gut gemacht."

„Du wolltest ihr den Dolch rausziehen.",warf Stefan ihm vor.

„Das hab ich gehört.",kam es aus der Kabine.

Ich wandte mich schmunzelnd ab und stand von meinem Sessel auf.

Wenn wir hier schon seit Stunden festsitzen würden, sollte ich die Chance nutzen und würde vielleicht ein schönes Kleid finden.

Ich fuhr mit meiner Hand über die verschiedenen Stoffe und blieb bei einem Kleid stehen, das mich besonders anzusprechen schien.

Es war ein dunkelgrünes, mit langer Schleppe und sah aus wie aus einem Märchen. (Bild oben)

„Wow.",hauchte ich und strich vorsichtig über den edlen Stoff.
Es war wirklich wunderschön.

Ich ging, ohne auf die anderen zu achten, in eine der Umkleiden zu und probierte das Kleid an.

Ehrfürchtig zog ich den Reißverschluss nach oben und strich den Stoff glatt.

Es passte wie angegossen.

Ich erschrak, als der Vorhang der Kabine abrupt von Rebekah geöffnet wurde.

Geschockt blickte ich sie an:„Ich hätte nackt sein können."

Meinen Kommentar ignorierend, sah mich die Blonde prüfend an.
Anschließend fing sie glücklich an zu grinsen:„Das musst du unbedingt kaufen, Victoria. Du siehst fantastisch aus!"

Unsicher blickte ich sie an, aber Rebekah zog mich schon aus der Kabine und stellte mich vor Klaus und meinen Zwilling.

„Sieht sie nicht wunderschön aus?"

„Rebekah hat Recht, du siehst umwerfend aus, Liebes.",stimmte Klaus seiner Schwester zu.

Auch mein Bruder nickte zustimmend, anschließend stand er von seinem Stuhl auf:„Ich geh mal etwas frische Luft holen."
Damit verschwand er aus dem Laden und Rebekah ging zurück in die Umkleide.

Klaus saufte unbeirrt seinen Champagner leer.

„Alkoholiker.",murmelte ich und verdrehte die Augen und ging ebenfalls in die Umkleidekabine zurück, um mich umzuziehen.

Ich wusste zwar noch nicht wann ich dieses Kleid jemals anziehen werde, aber kaufen würde ich es auf jeden Fall.

Nachdem ich meine Klamotten gewechselt hab öffnete ich den Vorhang und ging auf meine Tasche zu, um meinen Geldbeutel rauszuholen.

„Was tust du?",fragte mich Klaus verwirrt.

„Mein Kleid bezahlen.",antwortete ich ihm schlicht.

„Vergiss es, da du die Manipulation nicht ausnutzen willst, werde ich für dich bezahlen.",widersprach der Mann.

Ich stöhnte genervt auf, es hatte keinen Zweck.
Klaus würde nicht nachgeben und da ich keine Lust auf eine Diskussion hatte, kapitulierte ich.

Erfreut klatschte der Hybrid in die Hände:„Fantastisch, dann können wir ja bald zu Gloria."

Nach ein paar Minuten kam Stefan wieder zurück.

„Können wir los?",fragte er ungeduldig.

„Nope.",antwortete ich gelangweilt während ich meinen Kopf auf meinem Arm abstützte.

„Wieso?"

„Barbie muss noch ihr Outfit wechseln.",erwiderte ich und deutete auf die Umkleide, in der sich die Ur-Vampirin seit einer Weile befand.

„Das kann ja dann noch eine Weile dauern

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„Das kann ja dann noch eine Weile dauern.",murmelte mein Bruder und setzte sich wieder auf seinen Sessel.

„Champagner?",bot Klaus ihm schief grinsend an.

„Ja, bitte."

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