Ich schlug die Augen auf. Irgendetwas war anders im Vergleich zur letzten Woche.
Kein Herzrasen.
Kein zu schneller Puls.
Ich war nicht verschwitzt. '
Und ein schwerer Arm lag um meine Hüfte.
Langsam strömten die Erinnerungen wieder auf mich ein. Ein breites Lächeln bildete sich auf meinem Gesicht. Vorsichtig drehte ich mich um und probierte dabei Flynn nicht zu wecken. Bei meinen Bewegungen murrte er kurz, wachte jedoch nicht auf. Ich rutschte etwas zurück um ihn zu betrachten. Er sah wirklich friedlich aus. Einzelne Haarsträhnen fielen ihm ins Gesicht und seine Gesichtszüge waren entspannt. Etwa fünf Sekunden war mir das Vergnügen gewährt, bevor mich sein Arm wieder an seine Brust zog. Wie konnte er im Schlaf bemerken, dass ich etwas von ihm weggerückt war? Vielleicht war er ja doch wach und erwischte mich wieder beim Starren.
Probeweise strich ich ihm seine Haare aus dem Gesicht, doch er rührte sich nicht. Ein Blick über seine Schulter auf mein Wecker verriet mir, dass er in etwa zehn Minuten klingeln würde. Meine Eltern hatten beide einen frühen Termin, sodass sie nun nicht mehr im Haus sein müssten. Mary hatte gemeint, dass sie sich heute Morgen um Christina kümmern würde, sodass ich auch von ihr nicht erwarten konnte, dass sie uns wecken würde, falls wir verschlafen würden.
In dem Moment fiel mir ein Satz ein, den er mal gesagt hatte.
Andere Freundinnen wecken ihren Freund mit einem Kuss auf, während du...
Der Rest fiel mir nicht ein, doch das war nicht wichtig. Vorsichtig rutschte ich hoch, sodass wir genau auf einer Höhe lagen. Dann beugte ich mich zu ihm rüber und gab ihm einen sanften Kuss. Ich hatte ganz vergessen, wie weich seine Lippen waren und mir wurde mal wieder klar, warum ich so süchtig nach ihnen gewesen war. Wie ich es fünf Tage ohne sie ausgehalten hatte, musste mir jemand mal erklären können.
Ich gab ihm erneut einen Kuss, dieses Mal länger. Als ich mich das nächste Mal von ihm löste, sah ich wie seine Augen flatterten. Er ist offensichtlich gerade wach geworden.
"Guten Morgen, Dev-" Ich unterbrach ihn mit einem Kuss, bevor er meinen Kosename ganz aussprechen konnte. Er musterte mich aus halb geöffneten Augen. "Dann hab ich das gestern nicht geträumt? Du hast mich wirklich neben dir schlafen lassen." Als Antwort gab ich ihm einen erneuten Kuss. "Kannst du überhaupt noch reden?" Seine Stimme klang morgens so verdammt rau. Selbst wenn ich wollte, könnte ich nicht versprechen, dass meine Stimme mehr als ein Flüstern war. Deshalb schüttelte ich nur den Kopf und küsste ihn wieder kurz. So hatte ich mich selbst noch nicht erlebt.
Flynn schien genug davon zu haben ein einseitiges Gespräch zu führen und drehte uns um, sodass ich unter ihm lag. Er hatte meine Beine gespreizt und sich dazwischen gekniet, während seine Hände meine neben meinem Kopf fixiert hatten. "Sind wir neuerdings stumm?" Bei seiner Frage grinste ich nur wieder. Ich würde mich gerne hochstemmen, doch er legte sich mit seinem ganzen Körper auf mich, ohne meinem Gesicht auch nur einen Zentimeter näher zu kommen. "Was ist denn heute los mit dir?" Ich wollte nicht antworten, sondern sehnte mich nach seinen Lippen. Flynn merkte meine Versuche mich nach oben zu stemmen und schmunzelte. "Keine Antwort. Kein Kuss.", stellte er ernst fest und ich murrte.
"Du bist fies.", beschwerte ich mich. "Ich bin fies? Wer hat denn die ganze Woche über dem Anderen die kalte Schulter gezeigt?" Ich schluckte schwer. Er klang nicht wirklich wütend, sondern mehr wie einer, der gerne eine Erklärung haben wollte. "Du weißt, ich hatte meine Gründe." "Und jetzt? Beim Aufwachen? Was sind deine Gründe dazu?" In dem Moment klingelte mein Wecker, welchen er schnell ausmachte. Den Moment nutzte ich und drehte uns beide um, sodass er nun unter mir lag. Ich kniete mich rittlings auf seinen Schoß und da ich wusste, dass ich seine Hände nicht mit meiner Kraft unten halten konnte, stützte ich mich mit den Unterarmen darauf. Es schien zu funktionieren.
Langsam küsste ich mich an seinem Kiefer entlang. "Die Gründe?", fragte er angespannt. "Mein Grund ist die Wahrheit." Er schnaubte. "Und ich dachte das wäre der Grund, mich abzuservieren und so sehr zu verletzten, wie es noch keiner geschafft hat." Ich hielt mitten in der Bewegung inne und richtete mich auf. Meine Haare fielen über meine Schulter und bildeten so eine Art Vorhang. Mit den Händen stützte ich mich auf seinen Handgelenken neben seinem Kopf ab und hoffte er würde nicht probieren uns umzudrehen. Ich mochte die Position gerade. Sie ließ mich etwas überlegen fühlen. So, wie wenn ich die Kontrolle über die Situation hätte.
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Badboy's Devil
RomancePechschwarzee Haare und trotzdem wunderschöne, leuchtende grüne Augen. Das sind die äußerlichen Merkmale von Flynn Black, dem heißesten Badboy der Schule. Alle sind natürlich hin und weg von ihm. Nur Clarissa, die kleine Schwester seines besten Freu...
