61 Freundschaft Plus und Realtalk

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"Hab ich das richtig verstanden? Flynn wohnt jetzt bei dir im Zimmer?", fragte Kelly aufgedreht. "Ja, zum zehnten Mal in den letzten fünf Minuten. Er lebt jetzt vorübergehend hier, aber nicht in meinem Zimmer sondern gegenüber im Gästezimmer." Ich hörte sie am anderen Ende der Leitung schnauben. Jemand schien etwas zu murmeln, weshalb sie in Gelächter ausbrach. "Wer ist noch bei dir?" "Jake. Wir sind beide der Meinung, dass er somit bei dir im Zimmer wohnt. Lediglich seine Sachen werden noch im Gästezimmer sein, aber er nicht." Da ich an Flynn gekuschelt und mein Kopf auf der Brust lag, konnte ich sein wissendes Grinsen sehen. Wie Recht Kelly hatte. Sobald wir Christina gestern ins Bett gebracht hatten, ist er wieder zu mir rübergekommen.

"Wie dem auch sei-" Kelly's und Jake's Gelächter unterbrach mich. "Wir haben Recht, stimmts?", wollte Jake wissen. "Glückwunsch zu eurem ersten gemeinsamen Gedanken, als was auch immer.", mischte sich nun auch Flynn ein. Was zwischen Kelly und Jake genau ablief, wussten wir beide nicht. Aber wäre Kelly mit Jake zusammen, hätte sie es mir bestimmt schon erzählt. Obwohl, ich hatte meine Beziehung mit Flynn auch erst mal eine Weile geheim gehalten. Ob das bei ihnen nun auch der Fall war? Das Schweigen am anderen Ende der Leitung ließ mich aber eher vermuten, dass sie noch nie darüber gesprochen hatten. "Ich wollte dich, oder nun besser gesagt euch heute Nachmittag einladen. Seht es als Willkommensfeier für Flynn.", nahm ich wieder den eigentlichen Grund des Anrufs auf. "Wird es eine Überraschungsfeier?", fragte Kelly dämlich nach. "Gerne, wen wollt ihr denn überraschen?", meldete sich Flynn zu Wort und ich musste Lachen. "Er hat die ganze Zeit schon zugehört? Oh." "Dieser Er hat vorhin sogar schon was gesagt.", sagte Flynn und sah mich fragend an. Wo ist sie denn bitte mit ihren Gedanken formte er lautlos mit seinen Lippen und ich antwortete ihm genauso. Jake.

"Ab 16 Uhr seid ihr hier Willkommen." Wir verabschiedeten uns und legten anschließend auf. Kewins Leitung war besetzt und nachdem auch bei Emily und Kiara niemand ranging, beschloss ich einfach eine Nachricht in unsere Gruppe zu schicken. Mit etwas Glück las sie auch Mary. Vielleicht würde sie kurz vorbeischauen. Das würde sie zumindest etwas ablenken. Kurze Zeit später bekam ich von jedem eine Zusage und sogar Mary versprach, kurz vorbei zu schauen. "Wir haben noch eine Stunde lang ein leeres Haus.", murmelte Flynn in meine Haare. Meine Eltern hatten beschlossen, heute einen auf Babysitter zu machen und sind mit Christina verschwunden. Mary war wie immer bei Tyler. Ich drehte mein Gesicht zu ihm, sodass es nur noch ein paar Zentimeter von seinem entfernt war.

"Hast du schon irgendwelche Ideen, wie wir die lange Zeit nutzen könnten?", fragte ich ihn gespielt unschuldig und ließ meine Finger über seinen Bauch fahren. Er knurrte nur, setzte sich auf und zog mich auf seinen Schoß, sodass ich rittlings auf ihm saß. "Bin ich wirklich so leicht?" Er zog verwirrt die Augenbrauen hoch. "Na, ich meine, so unbeschwert wie du mich immer rumträgst, über Mittelkonsolen hebst und auf deinen Schoß ziehst." Ein Grinsen bildete sich auf seinem Gesicht. "Hm, ich bin halt echt verdammt stark.", sagte er selbstverliebt und spannte seinen Bizeps an. Ich strich mit den Händen darüber und ließ sie über seine Schultern zu seinen Wangen wandern. "Du bist selbstverliebt." Ich beuge mich leicht vor und spüre seine Hände auf meiner Hüfte. "Das nennt man selbstbewusst, Devil." Nacheinander küsste ich ihn auf seine Mundwinkel. "Selbstbesessen." Mit meinen Zähnen zog ich leicht an seiner Unterlippe, so wie er es bei mir vor ein paar Tagen im Auto gemacht hatte. Sein Griff um meine Hüfte verstärkte sich. "Oh, ich glaube eher, dass du von mir besessen bist." "Glaubst du das wirklich?" 

Provozierend legte ich eine Hand unter sein Kinn und strich mit meinem Daumen über seine Unterlippe. Unsere Gesichter waren nur noch ein Zentimeter von einander entfernt. Wenn nicht sogar mehr. Ich rutschte noch etwas näher zu ihm, sodass ich nun Brust an Brust auf seinem Schoß saß. Ich spürte, wie sich der durchtrainierte Körper unter mir anspannte. Um ihn noch mehr zu provozieren ließ ich meine Hüfte kreisen. Ich hatte das noch nie gemacht und wusste somit überhaupt nicht, ob ich es richtig machte. Der wachsenden Härte unter meinem Schoß nach zu urteilen, schien ich es aber gut zu machen. "Du bist wirklich ein Teufel.", murmelte Flynn, bevor er sich auf meine Lippen stürzte. Erleichtert seufzte ich auf. Nur wenige Sekunden länger und ich hätte nachgegeben. Zufrieden über meinen kleinen Sieg bildete sich ein kleines Grinsen auf meiner Lippe. Flynn biss mir kurz in die Unterlippe. Er war eindeutig nicht glücklich darüber, doch das brachte mich nur noch mehr zum Grinsen. Meine Hände wanderten in seine Haare und ich zog an einzelnen Strähnen. Als wir uns nach einer Weile lösten, waren wir außer Atem und unsere Lippen ganz wund vom küssen. Ich lehnte mich etwas zurück, um meinen Freund ganz zu betrachten. Er sah einfach nur zum Anbeißen aus, so wie er da mit wundgeküssten Lippen und vollkommen verstrubbelten Haaren vor mir saß. "Wag es nicht." Bevor ich wusste, was er meinte, beugte er sich zu mir vor und küsste mich, sodass ich meine Unterlippe loslassen musste. Ich hatte nicht einmal bemerkt, dass ich auf ihr gekaut hatte. Als er sich wieder gelöst hat, grinste ich ihn wissend an. "Wer ist hier jetzt von wem besessen?" 

Badboy's DevilWo Geschichten leben. Entdecke jetzt