34 Lächel!

11.9K 346 51
                                        

Da ich trotz der Entschuldigung immer noch schlecht drauf bin, ist dementsprechend auch die Stimmung nicht gerade gut. "Lächele nochmal.", probierte er es noch einmal. So wie die letzten zehn Minuten schon. Ich weiß selbst nicht warum ich ihm das so übel nahm, denn normalerweise war ich nicht so nachtragend. "Ist es so schwer? Einfach nur die Mundwinkel ganz leicht anheben und schwups, schon lächelst du." Ich verdrehte genervt die Augen, konnte mir jedoch ein kleines Schmunzeln nicht verkneifen. "Siehst du? So schwer war es doch nicht." "Jaja ist ja schon gut. Bist du zufrieden?" Zufrieden nickte er.

Obwohl ich es nicht wollte schweiften meine Gedanken zurück zum Gespräch mit Kewin. Ich musste es herausfinden. Mir egal wie, hauptsache ich schaffte es. Es musste doch einen verdammten Weg geben um meine Gefühle herauszufinden, aber sie trotzdem nicht Flynn zu zeigen. "Alles okay?" Gedankenverloren nickte ich, doch Flynn schien es mir wieder nicht abzukaufen. War ich etwa so leicht zu lesen wie ein offenes Buch oder was? "Du lächelst nicht mehr. Ich hab eine Idee." 

Er schnappte sich zwei Pommes und als er den Mund leicht öffnete wusste ich direkt was er vorhatte. "Wie alt bist du bitte?", fragte ich leicht lächelnd. Als er sie schließlich  befestigt hatte und probierte das Lied zu performen konnte ich mich nicht mehr zurückhalten. Ich begann zu lachen, sodass ich ein paar Krümel von dem Burger, den ich gerade aß, ausspuckte und sie in meinem Schoß landeten. Es war eindeutig nicht so geschickt kurz davor noch einen fetten Bissen vom Burger abzubeißen. So geschickt wie ich nun einmal war geriet mir auch etwas in die Luftröhre, sodass ich plötzlich beginnen musste heftig zu husten. Das sah bestimmt nicht gerade sexy aus, doch das interessierte mich nicht. Ich kämpfte hier schließlich ums überleben!

"Trinken?", fragte er, immer noch mit den Pommes im Mund, welche ihm bei diesem Wort allerdings aus dem Mund fielen. Schnell schnappte ich mir eine Cola und trank ein paar große Schlucke. Erleichtert lehnte ich mich im Sitz zurück und legte den Kopf in den Nacken. Noch nie hatte ich was zu trinken genossen. Als ich mich wieder beruhigt hatte winkelte ich mein linkes Bein an und drehte mich zu ihm, sodass ich sozusagen in einem halben Schneidersitz sitze. 

"Du bist aber ganz schön forsch.", bemerkte er mit einem zweideutigem Blick. Als ich ihn nur fragend ansah ergänzte er: "Das war meine Cola. Wir haben uns jetzt indirekt geküsst." Bei der Erkenntnis musste ich schmunzeln. Ich erwischte mich dabei wie ich darüber nachdachte ob seine Haare so weich sind wie sie aussehen. Diesen Gedanken hatte ich doch schonmal als ich mir noch sicher über meine Gefühle war. Hieß das also auch, dass ich sicher auf ihn stand? Verdammt war das kompliziert.

"Und über was tust du dir jetzt deinen hübschen Kopf mit den zwei Hörnern zerbrechen?" Ich schnaubte. Da ich heute offene Haare trug wusste ich, dass man meine kleines Babyhaare kaum sah, da ich sie so immer perfekt verstecken konnte. "Egal." "Mensch mit dir kann man heute ja gar keine richtigen Gespräche führen. Hat dir etwa jemand die Zunge abgeschnitten?" Herausfordernd hob ich meine Augenbraue. "Find es doch heraus."

Als ich realisierte was ich gerade gesagt hatte, weiteten sich vor Schock meine Augen und auch Flynn ging es nicht anders. Ich merkte wie mir das Blut ins Gesicht schoss und wandte schnell den Blick ab, da ich den Blickkontakt einfach nicht standhalten konnte. Was war nur in mich gefahren? Vermutlich hatte Kewin einfach zu sehr auf mich abgefärbt. Sonst wäre ich niemals auf diese Idee gekommen. Letzten Endes hatte sie nichts gebracht. Denn Flynn würde mich nicht ernst nehmen und es als Scherz abtun, wofür ich ihm sogar sehr dankbar wäre. Ich wüsste nämlich nicht wie ich darauf reagieren sollte.

"Clary?" Ich schaute wieder zu ihm, mied jedoch jeden direkten Blickkontakt. Was dachte er jetzt von mir? Denkt er jetzt, dass ich wirklich was von ihm will? Wenn ja, was hat er dann vor? Auslachen? Das würde er nicht tun. Nicht nur, weil er nicht so asozial ist, sondern auch weil er sich sonst mit meinem großen Bruder anlegen müsste. Ist es nicht richtig cool einen großen Bruder zu haben?

Da ich beschloss mir nichts anmerken zu lassen, da er somit nicht merken würde was wirklich in mir abging, erwiderte ich seinen Blick. "Du hast da was." Erleichtert stieß ich die Luft aus und fuhr mir mit der Serviette über meine rechte Wange, doch er schüttelte nur den Kopf. "Andere Seite." Er strich mit seinem Daumen über meine Wange und lehnte sich langsam nach vorne. Mein Atem wurde flacher und mir wurde direkt klar, dass dies nicht an der Angst lag. 

"Was tust du?", flüsterte ich. "Ich komme deiner Aufforderung nach." Kaum hatte er seinen Satz beendet lagen seine Lippen auf meinen. Der Kuss hatte nichts intensives, sondern war eher zärtlich. Als er langsam begann seine Lippen auf meinen zu bewegen, erwiderte ich den Kuss sofort. Ich merkte wie in mir etwas explodierte und sofort mein Bauch begann zu kribbeln. Ich stand eindeutig noch auf ihn und war vermutlich der neue Champion im Gefühle verdrängen.

Seine Hand die auf meiner Wange lag wanderte in meinen Nacken und mit seiner anderen Hand um meine Taille zog er mich näher zu sich. Nur war leider die Mittelkonsole dazwischen. Ich ließ mich davon nicht irritieren und vergrub meine  Hände in seinen Haaren. Und Gott ja. Seine Haare waren genau so weich wie sie aussahen. Gierig zog ich an seinen Haaren, was ihn knurre lies. Das war zwar nicht mein erster Kuss, aber eindeutig der beste den ich bisher hatte. Bevor ich noch weiterdenken konnte löste er sich von mir und wir beide holten tief Luft. Schnell richtete ich mein Oberteil, da es etwas hochgerutscht ist und ich somit halb bauchfrei vor ihm saß, doch darauf achtete er gar nicht.

"Ähm Clary..." Noch leicht verwirrt schaute ich ihn an. War ich etwa so schlecht? Oder bereute er es sogar? Hoffentlich nicht, denn ich tat es unter keinen Umständen. "Du äh... deine Hose." Ich schaute schnell an mir runter und merkte wie mir die Wärme ins Gesicht schoss. Schnell schnappte ich mir meine Jacke und legte sie mir über meinen Schoß. Das durfte nicht wahr sein. Bitte, bitte nicht. Ich schlug meine Hände vor meinem Gesicht zusammen, sodass er nicht sehen konnte wie ich rot anlief, doch dafür war es schon zu spät.

Peinliche stille...



Huhuuu ich bin wieder da! Und mittlerweile geht es mir viel besser. Falls es ein paar vor paar Wochen falsch verstanden haben, mir ging es nicht mies im Sinne von krank. In meinem Leben ist ne Menge passiert und zwar negative Dinge. Aber die haben sich jetzt zum Glück geregelt, sodass ich mich  jetzt endlich wieder  etwas befreiter an meine Geschichten setzten kann❤️

Jetzt mal eine ernste Frage, könnt ihr frei über das ganze Thema reden? Also ich denke, dass jeder weiß, was mit ihrer Hose passiert ist. Wäre es euch auch so peinlich oder würdet ihr viel entspannter mit der Situation umgehen?

xoxoAlex

Badboy's DevilWo Geschichten leben. Entdecke jetzt