22 Ein riesengroßer Idiot

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Ich weiß, es ist unter der Woche und eigentlich lade ich da nichts hoch, aber da ich heute so motiviert war und gleich drei Kapitel geschrieben habe, dachte ich mir, dass ihr das auch mitbekommen solltet xD
Bin grade übrigens richtig im Schreibmodus.

Die LESENACHT ist für SAMSTAG geplant. Es wird stündlich ein neues Kapitel kommen, wann genau sie abends beginnt, weiß ich noch nicht.

xoxoAlex💞

"Wer ist da?", wiederholte ich meine Frage und meine Panik tauchte wieder auf. Wie ich das hasste.

"Alles ist gut, Clary. Ich bins doch nur."
Jakes Stimme klang rau. Der Grund dafür war vermutlich der Alkohol.
Total erleichtert, das es kein ekelhafter, betrunkener Typ ist, der mich vergewaltigen wollte, stieß ich die angehaltene Luft aus.

"Was gibt's?", flüsterte ich, damit Chris in meinen Armen nicht aufwachte.
"Ähhm..." Jake fuhr sich verlegen durch seine vollen Haare uns schaute zu Boden.

"Irgendjemand hat hier ein paar Joints zur Party mitgebracht... Und sie verteilt..."
"Na und?"
Ich wusste echt nicht, weswegen er mir das mitteilte.
"Der Typ hat sie als normale Kippen bezeichnet und sie verteilt."

Ich ahnte böses.
"Nun ja. Dein Bruder..."
"Was ist mit ihm? Ist alles in Ordnung?", unterbrach ich ihn, immernoch flüsternd.

"Deinem Bruder geht es vermutlich blendend. Er hat nur ein oder zweimal dran gezogen, hatte vermutlich nicht so einen starken Effekt wie bei den anderen, bis er ihn schließlich Flynn gegeben hat."
Ich zog die Augenbrauen hoch.
Jetzt wird es vermutlich spannend.

" Nachdem er ein paar Flaschen zu Boden fallen ließ, schmiss er noch ein paar gegen die Wand. Danach wollten ihn ein paar Jungs zurück halten, nochmehr eure Wand zu ruinieren. Doch Black hat einem nach dem anderen eine runter gehauen und ja..."
Er räusperte sich, bevor er weitersprach.

" Nun ja. Und jetzt herrscht unten eine etwas größere Schlägerei."
Sofort begann ich langsam aufzustehen, damit ich Chris nicht weckte.

" Wir sollten Mary wecken."
Nachdem ich es geschafft hatte mich aufzurichten, ohne Chris zu wecken, zog ich mir einen Pullover von Spencer über, den ich ihm irgendwann mal geklaut hatte. Vielleicht gehörte er auch meinem Bruder. Keine Ahnung.

Danach eilten Jake und ich zur Treppe.
" Warte hier.",sagte ich zu ihm, bevor ich leise die Treppe hoch flitzte.

An Marys Zimmer angekommen, klopfte ich leise, bevor ich eintrat und mich an ihr Bett setzte.
"Mary komm, wach auf. Unten ist eine Schlägerei."
Ich rüttelte sie noch ein paar Mal,bevor sie die Augen aufschlug.

"Eine Schlägerei?"
Ich nickte und sofort saß sie senkrecht im Bett.
"Geht es deinem Bruder gut?"
"Das finden wir jetzt heraus. Komm, schnell."

Keine halbe Minute später standen Mary, Jake und ich im Flur. Die Schreie aus dem Wohnzimmer hörten wir hier schon.

Als ich die Türe zum Wohnzimmer öffnete, musste ich bei dem Anblick irgendwie grinsen.
Es war unpassend, das wusste ich, aber der Anblick war einfach zu witzig.

Auf unserem Sofa, welches eine U-Form hatte, stand Flynn in einer Ecke und hob zwei Kissen in die höhe.
"Kommt mir nicht zu nahe.", rief er gegen die Musik am, welche immernoch lautester Lautstärke spielte.

Flynn probierte bedrohlich zu klingen, doch durch die Kissen machte er alles nur zunichte.
Das schienen die Jungs, welche ihn eingekreist hatten, auch zu bemerken. Sie näherten sich ihm vorsichtig, doch kaum waren sie nur noch ein Meter von ihm entfernt, schlug er auf sie ein. Er benahm sich nicht gerade erwachsen, was vermutlich am Joint lag.

Ich schob schnell meinen Bruder beiseite und stieg auf das Sofa. Das wird witzig. Er wusste ja nicht, was ich alles so in der Freizeit für Sport machte. Eigentlich nichts spezielles, eher so ein bischen von jedem. Was allerdings auch bedeutet, dass ich nichts wirklich kann.

Langsam trat ich einen Schritt nach dem anderen auf ihn zu. Da die Musik etwas leiser gedreht worden ist, gebe ich meinem Bruder bescheid, dass er sie lauter machen sollte, sodass die anderen Gäste sich wieder ihrem eigenen Zeug widmeten.

Sofort wurde die Musik lauter, während ich mich wieder an Flynn wandte. Er musterte mich abfällig, was mir einen Stich ins Herz versetzte.

Plötzlich holte er aus und ich konnte nicht schnell reagieren, sodass ich hart, so hart wie es eben mit einem Kissen ging, am Kopf getroffen wurde.
Er holte erneut aus und ich schnappte nach dem Kissen und wollte es aus seiner Hand reißen. Allerdings war er viel stärker, was ich ja schon tausendmal mitbekommen hatte.

Da er dicht und voll, und was auch immer war, hatte er kein gutes Gleichgewicht, weshalb ich ihn einfach auf den Boden schmiss. Ich musste einfach nur etwas stärker am Kissen ziehen, sodass er einfach nach vorne flog.
Also so dicht konnte man doch nicht sein.

Lachend, über sein Gesichtsausdruck, kniete ich mich auf ihn breitbeinig und hob seine Arme fest, sodass er sich kaum noch bewegen konnte. Ich drehte mich um zu seinen besten Freunden.

"Wollt ihr mir vielleicht auch mal helfen?"
"Du glaubst wohl du wärst toll oder was!?", fuhr mich Flynn unter mir an, weswegen ich mich wieder an ihn wandte.

"Du bist doch in Wirklichkeit nur eine dieser Bitches, die sich nach Aufmerksamkeit sehnen. Du hättest mich nicht festhalten müssen und vorallem nicht so. Also offensichtlicher kannst du dich aber auch nicht an mich ranmachen.
Erst schleimst du dich bei meiner Schwester ein, dann willst du mir noch, weil du ja ein super Engel bist, Nachhilfe geben und am Schluss willst du mit mir rummachen. Aber glaub mir Süße, so kriegst du mich nicht."

Das gesagte war wie eine Faust in den Magen. Ich wusste, dass er nicht recht hatte.
Er hatte schließlich um Nachhilfe gebeten und mich förmlich angefleht, mich um seine Schwester zu kümmern.

Aber heißt es nicht, dass wenn man betrunken ist, seine inneren Gedanken ausspricht oder so? Ich kannte mich da nicht aus.

Langsam löste ich mich von ihm und sofort wurde er von seinen besten Freunden gepackt und aus dem Zimmer geschliffen. Die ganze Zeit grinste er mich an wie so ein Idiot. Ein riesen großer Idiot.

Durch die Musik hatte niemand von unserem Gespräch mitbekommen. War vermutlich auch besser so.
Langsam richtete ich mich auf und ging wieder die Treppe hoch in mein Zimmer. Ich konnte immernoch nicht realisieren was er gesagt hatte.

Doch das bewies mir, ich hatte mich getäuscht in ihm. Eindeutig!

Badboy's DevilWo Geschichten leben. Entdecke jetzt