4 Pancakes fürs Überleben

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Am nächsten Tag wurde ich von einem großen wuscheligen Fellknäul geweckt, der sich auf mein Bauch legte. Ich stöhnte auf, da sie nicht wirklich leicht war. Und mit sie meine ich meinen Hund Coco. Sie war mein Ein und Alles und ich liebte sie über alles.

Immernoch halb schlafend schob ich sie neben mich und nahm sie in den Arm. Sie war so schön weich, sodass ich sofort wieder eindöste. Doch ich hatte die Rechnung ohne sie gemacht. Denn anstatt mich in Ruhe schlafen zu lassen, leckte sie mir übers Gesicht, weshalb ich kurz erschrocken aufquietschte. Coco fuhr erschrocken hoch und beschloss die Flucht zu ergreifen. Doch anstatt einfach außen rum zu laufen, nahm sie den kürzesten Weg, direkt über mich drüber.

"Hey, Coco. Pass doch bitte ein bischen mehr auf beim nächsten Mal.", gab ich genervt von mir und stand auf. Ich hörte Gelächter aus dem Flur und konnte sie meinem Bruder zuordnen. Na warte.

Ich schnappte mir zwei meiner Deko Kissen und schlich zur Tür. Dort angekommen riss ich die Tür auf und direkt vor mir stand, wie erwartet, Tyler. Normalerweise war er hier der Morgenmuffel und nicht ich. Doch heute hatte er sich schon fertig gemacht und war fertig gestylt.

Perfekt, Rache ist süß

Da konnte ich Jessica ausnahmsweise mal recht geben. Ohne zu zögern schlug ich, in jeder Hand ein Kissen, auf ihn ein und ruinierte somit sein morgendliches Styling. Von den Treppen hörte ich jemand, der enttäuscht die Luft ausstieß. Ich hielt in der Bewegung inne und Wand mich Mary, unserer Haushälterin, zu. Sie schüttelte den Kopf.

Den Moment der Ablenkung hatte Ty sofort benutzt und nahm mich in den Schwitzkasten. Ich begann ihn in dem Bauch zu Boxen, als er plötzlich aufschrie. Er klang wie ein Mädchen. Er lockerte etwas seinen griff und ich wandt mich schnell aus seinen Armen, um mich direkt zu ihm umzudrehen.

Mein Vater, bereits im Anzug und mit Krawatte, er hatte ja schließlich seine eigene Firma, hatte meinen Bruder am Nacken gepackt und spielte wütend. "Man schlägt keine Mädchen." Tys schmerzverzerrtes Gesicht, brachte mich zum Lachen, in das auch mein Dad einstimmte.

"Lucas, lass sofort unseren Sohn in Ruhe." Meine Mum trat aus ihrem Zimmer und lief auf uns zu. Doch auch sie musste bei dem Anblick beginnen zu lachen. Ach, ich liebte meine Familie.

Als mein Dad Tyler endlich losgelassen hatte, rieb er sich genervt das Genick und lief zu unserem Flurspiegel, welcher eine ganze Wand einnahm. "Ich bring dich um", knurrte er, als er sah, wie zerknittert sein dunkelblaues Shirt war und wie verwuschelt seine goldbraune Haare aussahen. Viele hielten, beziehungsweise halten, uns für Zwillinge. Wir hatten genau die gleichen Augen, Haare und auch ziemlich gleiche Gesichtszüge.

"Das Frühstück ist fertig." Mary hatte ich in dem Durcheinander ganz vergessen. Sie war etwa so groß wie ich, hatte undefinierbare dunkle Augen und dunkelbraune Haare. Sie war zierlich und ihre 24 sah man ihr garnicht an. Sie arbeitete nun schon seit zwei Jahren hier und wohnte auch hier. Ihr eigentlicher Job war Kellnerin, doch bei uns hatte sie eine Unterkunft und bekam zusätzlich noch etwas Geld, wenn sie uns auch etwas versorgte, wenn sie zu Hause war.

Mein Vater stellte sich neben meinen Bruder und fuhr sich einmal kurz durch seine braunen, etwas zu kurzen Haare, was echt witzig aussah. Im Vergleich zu meinem Bruder wirkte er wie ein Lauch. Wie ein kleiner Lauch. Meine Mutter und ich traten ebenfalls neben sie. Meine Mum, Katrin, hatte dunkelblonde Locken, die sie immer offen über die Schultern trug. Sie war etwa so groß wie mein Dad, somit war sie auch kleiner als Tyler und ich.

Peinlich berührt blickte ich an mir runter. Ich hatte nur eine kurze Schlafshort und einen Sport BH an. Mir war eben warm gewesen. Dabei waren es draußen nur etwa +5°
"Geht ihr schonmal vor, ich zieh mich noch kurz um. Aber lasst mir auch was von..." Ich roch kurz in der Luft, bevor ich weiter redete."...von den Pancakes übrig. Mary kannst du bitte Coco füttern? Ich lauf nach dem Essen mit ihr eine Runde."
Als sie nickte lief ich wieder in mein Zimmer um zu duschen.

Als ich gerade aus meinem Bad kam, klingelte mein Handy.
(E=Emily C=Clarissa)

E: Heyy. Wie geht es meiner besten Freundin?

C: Gut. Ich wurde heute wieder von Coco geweckt.

Ich erzählte ihr kurz die ganze Geschichte und sie lachte los.

E: Ach was würde ich nur dafür geben, Tys Blick zu sehen, als er gemerkt hatte, das seine ach so tolle Frise zerstört war.

"Clary, wenn du nicht in drei Minuten unten bist, dann hat dein Bruder alle Pancakes schon weggefressen.",rief Mary mir hoch.
"Ich muss los. Wir sehen uns in der Schule.",sagte ich noch kurz zu Emily bevor ich in mein Ankleidezimmer rannte.

Ja ihr habt richtig gehört, ich hatte mein eigenes Ankleidezimmer genauso, wie ich mein eigenes Bad hatte. Aber was hatte man sonst erwartet. Meine Eltern sind, wie schon erwähnt, ziemlich reich. Deshalb kauften sie uns auch alles, was wir wollten und öfters auch mehr. Wir sollten nur anständige Noten heim bringen, was mir deutlich besser gelang als Ty.
Ein Grund, weshalb ich auch so gut in der Schule bin, ist, das ich immer die Hausarbeiten und Hausaufgaben von Tyler erledigte. Ich wollte es so, denn so konnte ich schon das Thema, das ich dann auch nächstes Jahr durchnehmen würde. Den einzigen Kurs den wir gemeinsam hatten, war Französisch. Wegen unserem komischen Schulsystem konnten sie erst gleichzeitig mit uns die Fremdsprache wählen. Obwohl, es lag wohl eher an unserem Lehrermangel.

Sobald ich mir meine Sportklamotten schnell übergeworfen hatte, stürmte ich die Treppen runter, als ging es um mein Leben. Indirekt war es ja auch so.

Unten angekommen, sah ich, wie Ty Mary gerade in die Ecke drängte, was fies war, da er über einem Kopf größer war als sie. Ich schnappte mir seinen rechten Arm und bog ihn hinter seinen Rücken, sodass er ihn nicht mehr bewegen konnte. "Was zum Teufel...?" Ich zog ihn von Mary weg und schickte ihn aus der Küche." Man belästigt keine Jungen Frauen.",rief ich ihm hinterher.

Ich setzte mich an den Tresen und blickte Mary überrascht an, als sie ein Teller mit drei Pancakes hinter ihrem Rücken hervor zauberte. "Omg du bist ein Schatz." Ich umarmte sie über den Tresen hinweg und gab ihr noch einen Kuss auf die Wange.

Sie stellte den Teller vor mir ab und holte Nutella, bevor sie mir einen Latte Macchiato machte. "Und Wann arbeitest du heute?" "Ich muss in einer Stunde etwa los. Dienst habe ich bis 16 Uhr" "Okay. Wenn du willst kann ich dich auf dem Weg zur Schule mitnehmen." Sie nickte begeistert. "Das wäre super, dann habe ich sogar noch länger Zeit und kann auch kurz noch das Zimmer eurer Eltern Staubsaugen. Dann muss ich das nicht später machen."

Lächelnd schüttelte ich den Kopf, als sie meinen Latte Macchiato vor mir abstellte. "Das ist doch garnicht dein Job. Du musst nur ab und zu ein bischen etwas zu essen machen." Sie zuckte gleichgültig mit den Schultern. "Mir macht es aber Spaß etwas in Ordnung zu bringen." "Wenn du meinst. Ich bin kurz mit Coco draußen und bin in einer halben Stunde wieder da."
Ohne auf ihre Antwort abzuwarten, ging ich zur Garderrobe, schnappte mir meine Sportjacke und die Leine für Coco. Als sie nach einem kurzen Pfiff neben mir auftauchte, befestigte ich die Leine an ihrem Halsband und machte die Ohrstöpsel an.

Ich trat in die Kälte und drehte die Musik voll auf, bevor ich zu joggen begann.

Hellouuu
Ich bin stolz auf mich selbst, dass ich es noch geschafft habe das Kapitel hochzuladen. Gestern war ich bei zwei Freundinnen, gerade sind verwandte zu Besuch und morgen geh ich nochmal mit nem Kumpel raus.
Ich hatte schon Angst ich würd es vergessen 😅

Aber jetzt genug von mir, wie geht es euch denn so?

Meine Freundin hat mich heute schon tausendmal damit genervt, dass ein zwölftel des Jahres bereits um ist. Mir kommts echt viel länger vor und euch?

Wir lesen uns
xoxoAlex💞

Badboy's DevilWo Geschichten leben. Entdecke jetzt