50 Ohne Shirt, aber dafür mit viel Seife

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"Weißt du was der Unterschied zwischen Tristan und dir ist?", fragte ich, um die leicht unangenehme Stille zwischen uns zu durchbrechen. "Ich dachte du vergleichst uns nicht.", knurrte er, jetzt wieder deutlich angespannter. "Ich hab grade probiert dir etwas zu sagen, was mir schwer fällt und du fängst von deinem Exfreund an? Das ist nicht gerade das, was ich hören will." "Er ist vielleicht mein Exfreund, aber die Sache ist die, euch zwei könnte ich nie wirklich vergleichen. Im Vergleich zu dir war er nicht viel mehr als eine Schwärmerei." Ich machte eine kurze Pause, da ich nicht wusste, ob ich die nächsten Worte aussprechen sollte. "Und ganz ehrlich, dass dachte ich am Anfang auch von dir. Oder besser gesagt habe ich es gehofft." Unglaublich schaute er mich an. "Wieso das?" Verlegen senkte ich den Blick auf meine Hände. "Ich hatte keine Lust, mich in irgendjemanden zu verlieben, der es nicht erwidern würde. Ich hatte wirklich keine Lust auf ein gebrochenes Herz." Zaghaft legte er eine Hand auf meine Wange. "Ich würde dir niemals wehtun." Ich spürte ein vielsagendes Kribbeln in meinem Bauch. Wir näherten uns langsam und...

...wurden von einem lauten Klong gestört. Erschrocken fuhren wir auseinander. Sofort entdeckte ich Kewin an der Tür und einige Sekunden später auch mein Bruder. Puh, das war knapp. Schnell stieg ich aus und hob den Ball aus unserem Vorgarten auf. "Hast du mein Auto etwa mit einem Sabberball von Coco abgeworfen? Die Kosten fürs Wischen bezahlst aber du." Ich warf den Ball zu ihm zurück und er fing ihn gekonnt auf. "Ich wollte euch nur helfen. Ihr saht sehr... zerstritten aus. Da wollte ich stören, bevor noch irgendetwas schlimmeres passieren würde." "Was? Black und meine Schwester stressen sich an? Vielleicht sollten die nicht mehr in einem Auto fahren. Eigentlich streitet meine Schwester nur mit mir." Bevor ich etwas dazu sagen konnte, mischte sich Kewin wieder ein. "Und wegen den Kosten. Für dich würde ich es sogar selbst waschen. Ohne Shirt, aber dafür mit viel Seife." Er zwinkerte mir zu, wofür er einen Stoß zwischen die Rippen bekam. 

"Was gibt's heute eigentlich zum Essen?", fragte ich um vom Thema abzulenken. Ich wollte verhindern, dass Kewin noch mehr solche Kommentar abgab und den heißen Schwarzhaarigen hinter mir somit zur Weißglut bringen würde. "Mein Schatz steht schon in der Küche und zaubert uns etwas.", meinte Tyler stolz. "Pass auf, nicht dass sie noch deine zweite Mutter wird." "Wenn das so sein sollte, dann versohl ich ihm den Hintern.", mischte sich Mary ein, welche den Kopf in den Flur steckte. "Oh ja, direkt hier und jetzt?" Dieser Kommentar führte dazu, dass Mary einer reifen Tomate Konkurrenz machte.

Auch als wir eine Minute später in die Küche traten war Mary noch genauso rot wie vorher. Kewin und Tyler schmissen sich begeistert aufs Sofa, welches schon gut besetzt war. "Wenn du willst, dann versohl ich dir auch mal den Hintern.", raunte mir Flynn ins Ohr und stellte sich eng hinter mich. Ich spürte wie auch ich einer Tomate Konkurrenz zu machen schien und ging schnell an den Tresen. Flynn hingegen ging ebenfalls zur Coach, worüber ich mehr als glücklich war, denn heute hatte ich mehr als dieses Kribbeln zwischen uns gespürt. Da war noch so eine... Spannung. Und sie war neu für mich.

Als ich mich auf einen Hocker niederließ, bemerkte ich Marys fragenden Blick. Sie schaute abwechselnd zwischen Flynn und mir hin und her, bis ihr Blick schließlich auf mir landete. Ich schüttelte jedoch nur den Kopf. Sie trat vor und beugte sich etwas über die Arbeitsfläche. "Du und Black?" Warum nannten ihn eigentlich alle Black? War das irgendwie cool oder so? Es war auf jeden Fall unpersönlich. "Ja, so könnte man es nennen." "Seit wann?" "Wehe du sagst es Ty. wir warten noch.", ignorierte ich ihre Frage. Sie verstand meinen Wink, nickte nur und wandte sich wieder dem Essen zu. 

"Es riecht verdammt lecker. Was gibt es denn?" Mein Bruder tauchte hinter mir auf und stützte sich mit den Armen auf den Tresen. "Lass dich überraschen. Musst du nicht erst noch Schulzeug machen?", der provozierende Unterton bei Mary war deutlich herauszuhören. Ihr schien das Alter wirklich nichts auszumachen, was ich echt super fand. Viele machten da ein zu großes Ding daraus. Aber sie nicht. Sie fand es beinahe schon amüsant ihn damit zu ärgern, dass er noch in die Schule musste. "Wenn sie so weitermacht dann ist sie womöglich wirklich noch wie eine zweite Mutter.", murrte mein Bruder. "Sag sowas nicht. Schließlich wollen wir nicht, dass du theoretisch mit einer Mutterfigur rummachst." "Stimmt, ich will ja nicht wie Ödipus werden." Ich schüttelte den Kopf. "Ödipus hat wirklich mit seiner Mutter geschlafen. Du hast dieses Buch nie gelesen oder?" Verstört schüttelte er den Kopf.

Badboy's DevilGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt