"Hey Babe.", Flynn umarmte mich von hinten und gab mir einen Kuss hinters Ohr. Ein Schauer lief mir über den Rücken und ich drehte mich in seinen Armen zu ihm um. "Hey.", flüsterte ich zurück und gab ihm einen kurzen Kuss, womit sich Flynn offensichtlich nicht zufrieden geben wollte. Er küsste mich deutlich drängender als zuvor und bat um Einlass, welchen ich ihm direkt gewährte. Seine Zunge erkundete meinen Mund. Plötzlich drückte er mich ruckartig von sich, sodass ich mit dem Rücken auf meinem Bett landete. Schneller als ich schauen konnte ist Flynn über mich geklettert und zog mich höher, sodass ich nun komplett auf meinem Bett lag. Meine Beine waren zwischen seinen gefangen. Er legte seine Lippen wieder auf meine. Ich erwiderte seinen Kuss hungrig, während seine Hände an meinen Körpern entlang wanderten. Langsam küsste er sich den Weg zu meiner Brust runter und eine Gänsehaut bildete sich auf meiner Haut. Auf einmal spüre ich seine Hände auf meinem nackten Bauch und sofort versteife ich mich, doch er schien dies nicht zu bemerken.
"Flynn, hör auf. Das geht mir zu schnell. Ich bin noch nicht so weit." Ich wusste nicht, ob er mich ignorierte oder einfach nicht hörte, also wiederholte ich mich noch einmal. "Ich will das nicht. Hör auf." Als seine Hand meinen BH berührte, stieß ich ihn kräftig weg, sodass er rittlings auf meinen Oberschenkeln saß. "Zier dich nicht so, du willst es doch auch, Babe. Oder willst du, dass ich in der ganzen Schule erzähle, dass du prüde bist?" Geschockt schaute ich zu ihm auf. "Diese scheiß Vergewaltigungsgeschichte hat dich ja wirklich schwer verletzt. Wie dragisch!", seufzte er ironisch. Immer noch komplett unter Schock nahm ich war, wie er sich wieder über mich beugte und dort weitermachte wo er aufgehört hatte. Als ich mich endlich aus der Schockstarre löste, entstand bei mir ein Kurzschluss und ich zog mein Knie ruckartig nach oben. Augenblicklich versteifte er sich, doch das "Aua" was ich hörte, schien nicht von ihm abzustammen.
"Verdammt Clary!", verwirrt schlug ich meine Augen auf. Vereinzelte Sonnenstrahlen fielen durch meinen Rollladen. Ein Stöhnen ertönte neben mir, sodass ich mein Kopf zu dem Mann neben mir drehte. "Eigentlich wollte ich hier schlafen, damit du nicht allein bist, aber wenn das dein Dank dafür ist, dann verpiss ich mich schneller aus deinem Zimmer als du schauen kannst." Da mein Zimmer nicht hell genug war, brauchte ich eine Weile um die Stimme zuordnen zu können. "Tyli?", fragte ich unsicher und verschlafen. "Du weißt ganz genau, dass ich diesen Kindergartennamen hasse.", knurrte mein geliebter Bruder. Nach dem sich meine Augen an die Dunkelheit gewöhnt hatten, nahm ich seine Hände war, welche er vor seinen Schritt hob. Ach du scheiße...
"Hab ich etwa...?" "Ja verdammt." Ich zog meine Beine an meine Brust und blickte zu ihm. "Tut mir leid. Ich weiß auch nicht, aber..." "Albtraum?", unterbrach er mich. Ich nickte. "Gings wieder um die ganze Geschichte?" Ich spürte wie mir das Blut ins Gesicht schoss und war wirklich dankbar über die spärliche Beleuchtung in meinem Zimmer. Ich räusperte mich. "Ähm... Ja, sowas in der Art." Wie ich ihm die Sache mit Flynn sagen sollte, wusste ich immer noch nicht. Schnell verdrängte ich diesen Gedanken und meinen Traum und schaute mich nach meinem Wecker um. "Wie viel Uhr ist es denn?" Tyler nahm sein Handy vom Schreibtisch. "Erst halb zehn." "Erst? Ty du musst in die Schule."
Im Vergleich zu mir ist Tyler die letzten Tage noch in die Schule gegangen. Ich konnte mir nur annähernd die Auswirkungen von meiner ungewollten Beichte in der Schule denken, weshalb ich es vorzog zuhause zu bleiben. Die einzigen zwei Gründe, warum ich die letzten Tage das Haus verlassen hatte, waren Coco und Mary, da ich sie immer zur Arbeit fuhr. "Mensch, du bist ja richtig lost. Es ist Samstag." "Oh.", war das Einzige was ich dazu sagen konnte. Seit wann war ich denn so verpeilt? "Ja, oh. Also entweder du legst dich jetzt wieder schlafen oder du gehst. Hauptsache du bist ruhig.", murmelte mein Bruder, während er sich wieder in MEINE Kissen kuschelte. "Hey, das ist mein Zimmer." "Na und? Das ist mein Schlaf, den du mir da raubst."
Seufzend stand ich auf und suchte mir irgendwelche Klamotten aus meinem Schrank zusammen, während ich mir überlegte was ich heute unternehmen könnte. Die ganze Woche über hatte ich niemanden von meinen Freunden gesehen. In der Gruppe mit meinen drei engsten Freunden war alles so wie immer, mit der Ausnahme, dass wir alle das Thema Schule umgingen. Als ich ihnen versichert hatte, dass ich Abstand von der Schule brauchte und ein bisschen allein sein wollte, beschlossen sie mir nicht zu erzählen, wie es in der Schule abging. Das war besser so, denn ich wusste echt nicht wie meine Mitschüler auf die Sache reagierten und wollte mich damit auch nicht auseinander setzen. Jake hatte mir lediglich geschrieben, dass ich gerne zu ihm kommen konnte, wenn ich jemand anderen mal zum reden brauchte, doch mit Kewin hatte ich täglich Kontakt. Seitdem ich ihm Spencers Nummer geschickt hatte, ging es nur noch um ihn, doch ich fand das keinesfalls schlimm. Was ich schlimm fand, war das Thema worüber sie hauptsächlich schrieben. Nämlich Frauen. Mehrmals hatte ich Kewin gesagt, dass er endlich mit der Wahrheit rausrücken sollte, doch er wollte nicht. Er sagte, er habe Angst davor und will noch warten, bis er es ihm sagt, da er keine Ahnung hatte, wie er darauf reagieren wird. Darauf konnte ich nichts mehr erwidern, denn mir ging es mit Flynn und Tyler nicht gerade anders.
Apropos Flynn, wir haben uns auch seit dem Vorfall in der Schule nicht mehr gesehen. Er fragte zwar mehrmals, ob er vorbei kommen könnte, doch ich sagte alle Male ab. Ich wusste nicht, was er jetzt von mir denkt und nach dem Traum wusste ich auch nicht, wie lange ich brauche um mich ihm gegenüber wieder komplett zu entspannen. Dabei konnte er doch gar nichts dafür. Allerdings wusste ich, dass das meinen Kopf nicht interessieren würde. Sowas ähnliches ist mir mit Kelly schonmal passiert. Damals wars aber andersrum. Es war Dienstags vor der Schule, als ich anstatt einer Umarmung zur Begrüßung einen Schlag auf die Schulter bekam. Als ich fragte, wofür der war, antwortete sie nur: "Du hattest was mit Jake.". Verwirrt hatte ich sie angeschaut, bis sie mit der Erklärung rausgerückt war. "Ich hab geträumt, dass ich von ihm einen Korb bekommen hatte und am Tag darauf hab ich euch zusammen knutschend in der Kantine gesehen."
Tja, Sachen gibt's.
Nach dem ich mir meine Leggins angezogen hatte, schnappte ich mir Tylers Shirt, dass er vor dem Schlafen ausgezogen haben musste, denn jetzt trug er keins mehr. "Heyy.", hörte ich ein empörtes Murren von meinem Zimmer. "Das ist mein Shirt." Ich zuckte mit den Schultern. "Mein Zimmer. Meine Klamotten." Ohne auf eine Antwort zu warten verließ ich mein Zimmer und ging runter in die Küche, in der Mary bereits Besteck auf dem Tresen hinrichtete. "Wärt ihr keine Geschwister, würde ich glatt eifersüchtig werden.", begrüßte mich Mary grinsend. Müde erwiderte ich ihr Grinsen und setzte mich auf einen Barhocker. Albträume raubten einem echt den Schlaf. Immer hin war er dieses Mal nicht mitten in der Nacht, sodass es nicht so schlimm war, dass ich danach gar nicht mehr einschlafen konnte.
"Und was gibt's neues?", fragte ich, während ich mir ein Brötchen aufschnitt und es mit Butter bestrich. "Nichts, es ist alles wie immer. Mit einem Unterschied." Fragend hob ich die Augenbrauen, da ich gerade von meinem Brötchen abgebssen hatte und nicht die Hälfte beim Sprechen wieder ausspucken wollte. "Die komplette Runde hat sich heute auf zwölf Uhr selbst eingeladen." "Waf?", fragte ich nun doch verdattert. "Alle sieben. Tylers drei Freunde und deine drei mit Kiki." "Kiafa.", sagte ich nur. "Was?" Ich schluckte kurz und sprach dann erneut. "Kiara. Kiki heißt in Wirklichkeit Kiara." "Ich wusste doch, dass Kiki nicht ihr richtiger Name ist. Na wie dem auch sei, sie kommen und es liegt an dir ob du dich in deinem Zimmer einsperren willst oder nicht." Ich wollte gerade antworten, als ein lautes Poltern von den Treppen ertönte. Tyler kam halb nackt in die Küche und legte seine Arme auf Marys Taille. Er zog sie zu sich und gab ihr einen innigen Kuss.
Als sie sich nach einer Minute immer noch nicht gelöst hatten, hustete ich gekünstelt. Sie lösten sich und man sah deutlich, wie Mary das Blut in die Wangen schoss, während das Blut meines Bruders in die andere Richtung floss. "Um Gottes Willen, Tyler! Zieh dir mal mehr an als eine Boxershorts. Sowas muss ich morgens wirklich nicht sehen. Ach was, sowas muss ich nie sehen." Lächelnd zeigte er mir den Mittelfinger, bevor er wieder die Küche verließ um meiner Bitte zu folgen. Mary sah man deutlich an, wie unwohl sie sich fühlte. "Das ist jetzt irgendwie komisch..." "Ach was." Ich sprang vom Hocker und nahm mein angebissenes Brötchen in die Hand. "Ich geh mit Coco gleich noch ne Runde joggen. Ich schätze du willst nicht mit?" Schnell schüttelte sie den Kopf. Mary hasste Sport über alles und insbesondere Joggen. Wie sie trotzdem so eine gute Figur behalten konnte, blieb mir bei den Süßigkeiten, welche öfters in ihrem Zimmer verschwanden, echt ein Rätsel. "Okay, dann frag ich mal unseren Fresssack ob er mitkommen will. Zum Besuch müssten wir aber wieder rechtzeitig da sein.", sagte ich, verließ die Küche und beschloss auf dem Weg nach oben mich heute allem zu stellen und bei meinen Freunden nachzufragen, was in der Schule bereits für Gerüchte herrschten.
Verdammt! Ich hab aus Versehen grade Kapitel 47 anstatt 46 hochgeladen :( Sry also falls es für Verwirrungen gesorgt hat haha
Naja, shame on me aber Glück für euch. Das heißt also zwei Kapitel heute Abend. Viel Spaß :*
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Badboy's Devil
RomancePechschwarzee Haare und trotzdem wunderschöne, leuchtende grüne Augen. Das sind die äußerlichen Merkmale von Flynn Black, dem heißesten Badboy der Schule. Alle sind natürlich hin und weg von ihm. Nur Clarissa, die kleine Schwester seines besten Freu...
