Als es gongte unterbrachen wir unsere äußerst lustige Unterhaltung und setzten uns in Bewegung. Gerade wollte ich unauffällig neben Flynn laufen, um ihn um ein Treffen zu bitten, als sich jemand bei mir ganz selbstverständlich einhakte. "Wehe du und Kelly lasst mich alleine. Wenn ihr euren Traumprinzen gefunden habt, dann bin ich immer noch single like a pringle und werde euch als braver Onkel Spencer beim erziehen der Kinder helfen. Schließlich werde ich nie welche bekommen." "Adoptieren?", war meine einzige Antwort, da ich nicht wusste, was ich sonst antworten sollte. Über solch ernste Themen haben wir nie wirklich geredet.
"Warum denn adoptieren? Man kann schließlich selbst welche bekommen." Kewin tauchte auf meiner anderen Seite auf. Zusammen liefen wir die Treppen zum Eingang hoch. "Oder bist du etwa unfruchtba-" Mein Ellenbogen landete leider eine Sekunde zu spät zwischen seinen Rippen. Ich warf Kewin einen vernichtenden Blick zu. Musste er das unbedingt sagen? Was wollte er denn. Etwa dass Spencer einfach so offen gestand, dass er sich ausschließlich zu Jungs hingezogen fühlte? Dabei wusste er es doch schon, warum also die Frage? "I-Ich...", stotterte Spencer los, doch ich unterbrach ihn. "Lass es, Spence. Auf so eine Frage von einem fast Unbekanntem musst du nicht antworten." "Fast unbekannt? Ich dachte man kennt mich mittlerweile." Als Antwort verdrehte ich nur die Augen. Im Kopf probierte ich einen Plan auszuhecken, wie die beiden sich näher kommen würden, doch mir fiel einfach nichts ein. Das könnte auch daran liegen, dass ich mit meinen Gedanken gerade bei dem Besitzer des breitem und muskulösem Rücken vor mir war.
Ohne ein weiteres Wort holte ich zu ihm auf, während er mit unseren neuen zwei Turteltauben sprach. Als er mich im Augenwinkel bemerkte, verabschiedete er sich von ihnen. Normalerweise wäre es auffällig gewesen, aber da unsere Gruppe sich gerade generell aufteilte, schien es keinem besonders aufzufallen. "Ich würde dich jetzt liebend gern fragen, warum du mich das Wochenende über ignoriert hast, aber ich glaube wir sollten uns nicht zu viel Zeit lassen. Schließlich haben wir gleich Französisch." Oh verdammt. Er hatte recht, aber wo waren meine Mädels? Kelly unterhielt sich gerade mit meinem Bruder und Jake, und Emily konnte ich gerade noch sehen, wie sie in der Menge verschwand und zwar in der entgegengesetzten Richtung. "Emily.", rief ich ihr hinterher und zum Glück hatte sie mich noch rechtzeitig gehört. "Wir haben Franz du liebestrunkene Turteltaube." Anscheinend schien sie mich trotz des hohen Geräuschpegels gut verstanden zu haben, denn ihr breites Grinsen wurde bisschen schwacher und sie verabschiedete sich mit einem raschen Kuss von ihrer... was eigentlich? Waren sie nun zusammen oder nicht?
Sobald sie bei Flynn und mir ankam, stellte ich ihr genau diese Frage. "Ja, sind wir. Wie sie vorhin schon gesagt hat. In fünf Tagen sind es ein halbes Jahr." "Ehrlich gesagt bin ich beleidigt, dass du mir nicht vorher bescheid gesagt hast." Wir liefen nebeneinander hinter Kelly, Jake und meinem Bruder her und kurz darauf schloss sich Kewin auch noch uns an. "Na und? Du bist doch nicht besser. Schließlich hast du mir auch die eine Sache verheimlicht und wenn ich richtig informiert bin, wissen es Kelly und Spence immer noch nicht." "Das ist noch nicht mal ein Monat.", protestierte ich, bevor ich bemerkte, was ich Flynn somit verriet. Dieser zog überrascht die Augenbrauen hoch. "Ich dachte du wolltest vorerst geheim halten was zwischen uns ist." "Junge pass doch auf.", motzte Emily ihn an und deutete auf Kewin.
"Jetzt kommt doch alle mal runter. Ja, ich wollte es geheim halten, aber probiert dem da mal was vorzumachen." Ich zeigte auf Kewin, welcher mir ein belustigtes Zwinkern zuwarf. Flynn schien das alles nicht zu gefallen, denn er knurrte leise und wollte den Arm um meine Schulter legen, doch ich wich ihm geschickt aus. Wir waren schließlich immer noch in der Schule. "Und Em hat es unter besonderen Umständen herausgefunden." Die Besagte warf mir einen traurigen Blick zu. Sie bereute es eindeutig, Flynn als Tarnung benutzt zu haben. Aber sie konnte nichts dafür. Schließlich hatte sie keine Ahnung über meine Gefühle, weshalb ich sie auch munter angrinste. "Andere Umstände?", fragte Flynn sichtlich interessiert. Wir blieben vor der Tür stehen und ich entdeckte schon am Ende des Ganges unseren Lehrerin auf uns zueilen. Genau in dem Moment gongte es zum Unterrichtsbeginn. "Ich schätze das muss warten." "Ich will aber nicht.", gespielt trotzig verschränkte er die Arme vor seiner durchtrainierten Brust. Ich strich ihm gespielt besorgt über seinen Oberarm, wo ich seine starken Bizeps mehr als deutlich durch sein Shirt spürte. Das erinnerte mich an unseren Zusammenstoß, bei dem er meinen Namen wissen wollte, da er ihn angeblich vergessen hatte. Er war ein guter Lügner. Unfassbar dass dies erst ein Monat her war.
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Badboy's Devil
RomantiekPechschwarzee Haare und trotzdem wunderschöne, leuchtende grüne Augen. Das sind die äußerlichen Merkmale von Flynn Black, dem heißesten Badboy der Schule. Alle sind natürlich hin und weg von ihm. Nur Clarissa, die kleine Schwester seines besten Freu...
