Flynns Sicht
Eigentlich wollte ich nur kurz aufs Klo, doch als in in den Flur trat, sah ich Kewin und Clary. Sie hielten Händchen und sahen ziemlich vertraut aus. "Wir schaffen das zusammen." Augenmerklich verspannte ich mich. "Hey Bro.", probierte Kewin die Stimmung etwas aufzulockern, doch es brachte nichts. Er klopfte mir auf die Schulter, wofür er zum Glück Clarys Hand loslassen musste. Ich nickte ihm nur zu und er verstand. Er drehte sich noch einmal zu Clary um und zwinkerte ihr zu, weshalb ich meinen Kiefer anspannte, und verschwand in der Küche.
"Was sollte das?" Ich fühlte mich seltsam hintergangen. Ich weiß auch nicht was ich mir vorgestellt hatte. Wir ware nicht zusammen, also konnte sie mit jedem alles machen was sie wollte, dennoch wollte ich das nicht. "Was denn? Ich hab mich nur mit ihm unterhalten." "Achso und über was?" Sie presste die Lippen aufeinander und ich schnaubte. Ich beschloss doch noch aufs Klo zu gehen, obwohl ich nicht mal mehr musste. Dafür musste ich einmal kurz runter kommen und mich beruhigen. Als ich an ihr vorbei lief, packte sie mein Handgelenk und brachte mich zum stehen. Ich schaute auf sie runter. Sie ging mir gerade zur Brust, was ich echt niedlich fand.
"Was denkst du?" "Was wohl.", gab ich angepisst von mir. "Hältst du mich etwa für so Eine?" Ich zögerte. Eigentlich tat ich das nicht, aber das hatte wirklich einen falschen Eindruck gemacht. "Nein, aber so hat es gerade gewirkt." "Dann kam es falsch rüber. Wirklich!" Ich nickte nur und wollte weitergehen, doch sie ließ mich nicht los. "Du glaubst mir nicht oder?" Ich wusste nicht was ich antworten sollte und zuckte nur mit den Schultern.
Schneller als ich "kleiner Teufel" hätte sagen können, zog sie mich schon zu sich runter und küsste mich. Sie ließ mein Handgelenk los und vergrub wie jedes Mal ihre Hände in meinen Haaren. Von mir aus konnte sie es immer tun. Es fühlte sich einfach nur gut an. Ich legte meine Hände auf ihre Hüften und zog sie an meinen Körper, sodass kein Blatt mehr zwischen uns passte. Wie lange hatte ich darauf gewartet? Zu lange, das war klar. Aber egal wie oft ich mir es vorgestellt hatte, die Vorstellungen kamen nicht man ansatzweise an die Wirklichkeit ran. Eins stand fest. Ich würde nie genug davon bekommen.
"Du willst jetzt ernsthaft schauen ob Black Durchfall hat?", unterbrach uns Kewins laute Stimme. Schnell lösten wir uns voneinander und ohne lange nachzudenken schob mich Clary ruckwärts ins Klo und schloss schnell die Tür hinter sich. Sie legte einen Zeigefinger auf ihre Lippen. Keine zehn Sekunden klopfte es an der Tür. Das war knapp. "Black? Bist du da drinnen?", ertönte Jakes Stimme. Es war ungewohnt wieder mit meinem Nachname angesprochen zu werden. Irgendwie wurde ich in der Schule immer so genannt und mittlerweile hatten es auch meine Freunde übernommen. Nur Clary nannte mich noch Flynn.
"Ja. Verfolgst du mich oder was?" Jake lachte auf. "Nein. Du warst nur schon etwas länger draußen und Clary auch. Weißt du wo sie ist? War sie bei... Warte, habt ihr was miteinander? Wenn ja, dann würde Ty dich umbringen." Erschrocken riss Clary die Augen auf und starrte mich an, doch ich legte beruhigend wieder einen Arm um ihre Taille und zog sie zu mir. "Nur weil zwei Leute gleichzeitig nicht im Raum mit ihren Freunden sind heißt das direkt, dass sie was mit einander haben? Ich glaubs auch." "Was weiß ich. Also, weißt du wo sie ist?" "Nein und darf ich jetzt bitte wieder meine Ruhe haben? Ich bevorzuge Gespräche zu führen, wenn ich mich nicht auf dem KLo aufhalte." "Ist ja gut." Wir hörten wie sich Schritte entfernten und sich kurz darauf die Küchentür schloss.
Erleichternd atmeten wir aus uns sahen uns an. "Das war knapp.", meinte sie und ich nickte nur. Ich zog sie wieder zu einem Kuss zu mir, welchen sie leider viel zu schnell unterbrach. "Wenn wir nicht reingehen, dann kommen die anderen auch noch.", flüsterte sie. "Gut. Ich geh vor und du suchst dir eine Ausrede für dein fehlen und kommst danach." Sie nickte und ich schloss vorsichtig die Tür auf. Ich öffnete sie nur so weit, dass man Clary nicht sehen konnte und ging wieder in die Küche.
Clarissas Sicht
Das war wirklich verdammt knapp. Ich wartete eine Minute und überlegte mir dabei eine Ausrede. Dann sprintete ich die Treppen hoch, schnappte mir eine Jogginghose und ein Oversizeshirt und schmiss es mir über. Im Spiegel überprüfte ich schnell ob meine Lippen geschwollen waren und beschloss kurzerhand meine Haare zu einem unordentlichen Dutt zusammen zumachen. Dann sprintete ich genauso schnell die Treppe runter.
In der Küche wurde mittlerweile Musik angemacht und Kewin war in der Küche am schaffen, während die anderen am Tresen saßen. Da wir nur fünf Hocker hatten, hatte sich Flynn auf Jakes Schoß gesetzt, was ziemlich witzig aussah. Dass der Hocker das aushielt musste man ihm hoch anrechnen. Ich stellte mich neben Kewin an den Herd, auf dem zwei Pfannen mit Spiegeleier standen. "Das soll reichen?", fragte ich spöttisch und er zuckte nur mit den Schultern. "Deine Freunde haben haufenweise Eier mitgebracht und da hab ich mich geopfert und in die Kühe gestellt um Spiegeleier zu machen." "Trotzdem wird das nicht reichen. Lass mich dir helfen."
Ich stellte die anderen Herdplatten an und holte gleichzeitig Toasts und Eier aus dem Kühlschrank. Die Toast kamen in den Toaster und als der Herd heiß genug war, haute ich mehrere Eier in die Pfanne. Zum Essen gab es Spiegelei mit Rührei und Toast. "Hattet ihr eigentlich keine besseren Ideen?", fragte ich Kelly, Spencer und Emily. "Die hätten wir vielleicht noch bekommen, aber nach dem Telefonat mit dir ist uns die Lust vergangen und wir haben einfach nur noch Eier geholt.", meinte Emily. Sie wirkte überraschend gefasst als sie das Telefonat erwähnte. Hatte sie es also doch nicht so mitgenommen mit Flynn? Ich verstand sie nicht. Einmal wirkt sie total eifersüchtig wenn es um Flynn geht und ein anderes Mal juckte es sie gar nicht.
"Hach ja, das Telefonat...", schwärmte Flynn gespielt. "Das gehört der Vergangenheit an.", sagte ich verbissen. Es war mir einfach nur peinlich, vor allem, da eine gewisse Wahrheit dahinter steckte. Wenn sie weiter darüber reden würde, könnte es vielleicht sogar rauskommen. Ich weiß selbst nicht warum ich mich darauf einließ. Er war schließlich angeblich ein Fuckboy, auch wenn er mich in letzter Zeit vom Gegenteil überzeugt hatte. Vermutlich war genau das der Grund, weshalb Tyler ihn umbringen würde. Er würde denken, dass ich für ihn eine von vielen wäre, doch wenn man seinen Worten Glaube schenkte, wusste man, dass es nicht stimmte.
Auf einmal viel mir ein, dass ich mit ihm immer noch über so vieles reden musste. Und zwar nicht nur über uns, sondern auch über ihn. Er behauptete, dass er meinen Namen und somit auch mich schon die ganze Freundschaft mit meinem Bruder über kannte. Warum hatte er mich nicht vorher angesprochen? Lag es wirklich nur an Tyler? Außerdem würde mich noch interessieren, warum er so wurde wie er bis vor kurzem noch war. In den ganzen Büchern war es meistens eine Ex oder manchmal sogar die Mutter, die den Jungen dazu brachten so zu werden. Immer hatte es einen dragischen Grund. War es auch bei Flynn so?
In dem Moment nahm ich mir etwas vor. Ich würde erstmal alles langsamer laufen lassen, denn ich wollte mir mit allem sicher sein und ihn besser kennenlernen. Wenn er es nicht versteht, dann würde vermutlich mein Herz brechen, aber dann wäre er auch nicht der Richtige. Unfassbar, dass ich mein Herz so schnell an jemanden verlor. Das war ja fast schon beängstigend.
Einen wunderschönen guten Abend!
Wie versprochen melde ich mich diese Woche noch mit einem ganz angenehmen Kapitel. Wie fandets ihr?
Ich habe gerade mit einer Freundin Love, Simon geschaut und damn war das cute 😍
Kennt ihr den Film auch?
Wir lesen uns dann beim nächsten Kapitel
xoxoAlex
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Badboy's Devil
RomancePechschwarzee Haare und trotzdem wunderschöne, leuchtende grüne Augen. Das sind die äußerlichen Merkmale von Flynn Black, dem heißesten Badboy der Schule. Alle sind natürlich hin und weg von ihm. Nur Clarissa, die kleine Schwester seines besten Freu...
