Ein Schnipsen holt Oikawa zurück in die Realität und abwesend blickt er seinem Vater, der ihn verständnislos mustert, ins Gesicht. Wie eine Kassette spielt sich ein dumpfes Rauschen immer und immer wieder in den Ohren des Jungens ab und nicht einmal die Worte, welche sein Herr spricht, kann er aufnehmen. Es scheint als würden sie verschluckt werden.
Er muss hier weg und zwar sofort. Nicht einfach so tatenlos darf er bei all dem zusehen und so tuen, als wäre alles in bester Ordnung. Am ganzen Leib ist er am zittern und langsam kriechend, übermannt ihn die Furcht. Die Furcht vor dem, was ihn nun erwartet.
Ohne zu zögern springt der Brünette auf, immer noch das Rauschen umnebelt ihn, und ohne auf die Worte des Herren einzugehen stürmt er aus dem Büro. Schallend erklingen die lauten Rufe des Mannes noch hinter ihm, doch lange schon schenkt er ihnen keine Beachtung mehr.
Alleine auf seine schnellen, hoffentlich noch rechtzeitigen Schritte ist er fokussiert, welche sich den Weg durch die regennassen Straßen bahnen.
Feste umklammert hat Oikawa bloß sein Handy, auf welches er ab und zu einen flüchtigen Blick wirft. Was um Himmels Willen kann in dieser kurzen Zeit geschehen sein?
Die Nachricht seines Freundes Iwaizumi hat sich regelrecht in seine Pupillen eingebrannt und immer wieder kann er die wenigen Worte vor sich sehen. Erklären kann Tooru sich nicht, was passiert ist, denn lange ist er doch nicht weg gewesen?
Die Polizei steht vor dem Haus von Mai. Weißt du was da los ist?
Regelrecht spüren kann Oikawa, wie erneut das Blut in seinen Andern gefriert, wenn er an die Nachricht denkt und welch komisches Gefühl in ihm hochkommt. Wenn er doch bloß noch länger geblieben wäre..dann, dann...vielleicht hätte er all dies verhindern können?
Panisch beschleunigt er seinen Schritt und hechtet rekordverdächtig den Asphalt entlang. In ihm brüllt alles danach, Mai in den Arm zu schließen, sie in Sicherheit zu wissen und vor allem ihre Gesundheit zu bewahren. Viel eher hat er schon eingreifen sollen, nicht bloß tatenlos zusehen-, sondern tatsächlich etwas unternehmen müssen. Nur alleine wegen einem kleinen Versprechen, welches er ihr gegeben hat, ist er leise gewesen..verdammt
Sein Hals beginnt zu schmerzen, als er die kalte Frühlingsluft einatmet und in seine Lunge fließen lässt. Keine Jacke hat Tooru in der Eile anziehen können und fröstelnd hat sich eine Gänsehaut auf seiner Haut ausgebreitet, welche ihn erschaudern lässt. Doch könnte es ihm nicht egaler sein.
Rudernd schlägt er mit seinen Armen aus, um noch mehr Fuß fassen zu können, während sich das kleine Mehrfamilienhaus am Horizont erblicken lässt. Ein blaues Licht lässt Oikawa zusammenzucken, blendend hat es sich in seine Augenhaut gebrannt und die drei Polizeiautos lassen ihn fantasieren.
Nur noch wenige Meter ist der Braunhaarige vom Schreckensort entfernt, da kann er Sota vor der Türe ausmachen. Tief scheint er in ein Gespräch mit einem Polizisten verwickelt zu sein, welcher ziemlich fertig aussieht, und ständig kleine Notizen auf einem Zettel vermerkt.
Die Körperhaltung von Mai's Bruder ist distanziert, gar kalt. Er scheint angespannt, denn sowohl seine Hände sind zu Fäusten geballt, als auch seine Zähne aufeinander gepresst. Hat er etwa...geweint? Weitere Männer in Uniformen treten aus dem Haus heraus- welche Tooru fremd sind. Erst als er ‚Rettungsdienst' auf den Jacken erhaschen kann, wird ihm klar, dass auch ein Krankenwagen hierzu seien scheint.
Ist Mai vielleicht verletzt? Pochend macht sich sein Herz in der Brust bemerkbar, als er an die wohlmöglich Situation- dass die Grauhaarige Schmerzen hat-denkt. Doch rutscht ihm endgültig das Herz in die Hose, als er erkennen kann, wie zwei Männer einen Körper, der von einem weißem Laken zugedeckt ist, aus dem Hause heraustragen.
Zitternd tritt er auf den Tumult zu, welcher sich vor Ort gebildet hat und benommen streckt Oikawa seine Hand aus, greifend nach dem Laken, doch kriegt er es nicht zu fassen. Tränen quellen seine Augen hervor und ein schmerzverzerrter Schrei entgleitet ihm, als er mitansieht, wie die Leiche in ein schwarzes Auto geladen wird.
„Mai", krächzt er...„Mai",....immer wieder erklingen seine flehenden Worte, bis Tooru endgültig zusammensackt. Sota, der inzwischen auf den Jungen aufmerksam geworden ist, kniet sich nieder zu diesem und rüttelt ihn wach.
„Oikawa! Verdammt nochmal! Oikawa, bleib wach..bleib bei mir Junge!", versucht er den Brünetten wachzuhalten, doch vergeblich. Die Augen des Zuspielers fallen zu und augenblicklich ist alles schwarz.
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Vielen Dank für all euren Support!
Die Geschichte spitzt sich gerade schon ganz schön zu holla-
Lots of love, bekki☀️
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stitches | oikawa ✓
FanfictionAlles andere als freundlich kann man die erste Begegnung zwischen Mai und Oikawa bezeichnen. Sein zu großes Ego und ihre abweisende Art lassen die beiden in eine Feindschaft geraten und sie können sich auf die Pest nicht ausstehen. Doch was ist, wen...
