Ein schmerzvolles Zischen entgleitet seiner Kehle und kraftlos sprintet Oikawa die Straßen entlang. Schon etwa ganze fünf Minuten hat er all seine Kraft verbraucht, doch da ist ein Brennen in seinem Herzen, welches ihn durchhalten lässt. Ein befreiendes Gefühl hat sich in seinem gesamten Antlitz bereitgemacht und erleichternd weiß Tooru nun, dass er jemanden hat, der voll und ganz hinter ihm steht. Seine Mutter.
Wie beschützerisch sie sich vor ihn gestellt- und seinen Vater zurück gedrängt hat ist immer noch unbegreiflich für den Zuspieler. Er hat immer gedacht, dass seine Mutter den Herren liebt und in gewisser Art und Weise unterworfen ist. Aber dem ist anscheinend nicht so.
Unter seinen Füßen knirscht der Kies, welcher über den Asphalt verstreut ist und in der Ferne kann er einem Raben Krähen hören. Ein Unglücksbote?
Das Umfeld ignorierend stapft Tooru weiter bis das graue Mehrfamilienhaus sich am Horizont zeichnet.
So unfreundliches es auch scheinen mag, Oikawa weiß, dass dort sein Zuhause...seine Zukunft auf ihn wartet. Ungewollt zucken bei dem Gedanken seine Mundwinkel in die Höhe und schweratmend verschnellert Tooru noch einmal seinen Schritt.
Nervös erklimmt er die endlos langen Treppen und hält schlussendlich vor einer hölzernen Tür inne. In seinen Adern pumpt das Adrenalin und das Herz in seiner Brust scheint jeden Moment herauszuspringen.
Zaghaft klopft er an und wartet. Noch einmal wagt er es nach einigen Minuten, in denen sich nichts geregt hat, doch wieder nichts. Mai scheint nicht zuhause zu sein. Verdammt.
Vielleicht ist sie ja im Garten?
Hoffnungsvoll hüpft Oikawa die Treppen herunter und schleicht um das riesige Haus. Doch auch der Garten ist leer, keine Spur von Mai. Verwirrt kratzt er sich den Nacken und schreitet bis vor zu der gläsernen Haustüre.
Für ein paar Minuten scheint Tooru wie erstarrt. Er kann sich nicht erklären, wo das Mädchen abgeblieben ist und abwesend lässt er seinen Blick über das Grundstück schweifen.
Ein zuerst unscheinbares Schild, welches an einem der Fenster in Mai's Etage befestigt ist, lässt Oikawa aufhorchen.
Zu verkaufen.
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Zu verkaufen?
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Ein kläglicher Laut verlässt Oikawa's Kehle, als er realisiert, was dort oben geschrieben steht. Mai ist...weg?
Panik kommt in dem Jungen auf und ratlos sprintet er erneut die Wohnungstreppen herauf.
„Mai..", ruft er, „Mai...bitte....sag doch was."
Verzweifelt versucht er die Türe zu öffnen und immer wieder prallen seine Fäuste gegen das Holz. Vergeblich.
„Sag mir nicht, dass du weg bist..nein."
Unüberlegt tragen ihn seine Beine die Treppen wiedermal herab und unbewusst umkreist er einige Male das Haus, nicht wissend was zu tun ist. Sein Herz scheint außer sich und Oikawa merkt, wie Tränen sich in seinen Augen ansammeln.
Was ist er bloß für ein Arschloch, dass er die Chance seines Lebens verpasst hat. Wie dumm hat er sein müssen, um Mai nicht rechtzeitig seine Gefühle zu gestehen? Und was für ein er Weichei ist er, dass er sich ständig hat unterkriegen lassen?
‚Ich bin erbärmlich'
Mit geröteten Augen rutscht Oikawa an der Haustüre herunter, den Kopf in den eigenen Händen vergraben. Sein Kopf scheint bald zu platzen, so viele Gedanken reden auf ihn ein und schmerzvoll zieht er die Augen zusammen.
‚Mai ist fort'
...
‚Du hast sie verloren Oikawa..du bist es nicht wert geliebt zu werden'
...
‚Steh auf und such nach ihr'
...
‚Du hast für immer verloren'
...
Schreiend springt der Zuspieler nach einigen Minuten der totalen Stille auf und reibt sich fassungslos die Schläfen. Was tun...was tun? Was soll ich bloß tun?
„Oikawa?"
Erschrocken blickt er auf und wiedermal stechen ihm die blauen Augen seines Bekannten entgegen. Abwehrend verschränkt er die Arme und versucht mit allen Kräften standhaft auszusehen.
„Suchst du nach Mai?"
Woher-?
„Ich hab dich vorhin schon eine Weile beobachtet."
Fuck-
„Oikawa, falls du sie wirklich liebst...-"
„VERDAMMT nochmal Kageyama, sag mir endlich wo sie ist..bitte", gegen Ende hin versagt Tooru's Stimme und unbewusst laufen Tränen seine Wangen herab. Er kann..er kann und will sie nicht verlieren. Erst durch Mai sind seine schönen Seiten zum Vorschein gekommen. Bevor er sie getroffen hat ist er ein unausstehliches Arschloch gewesen, mit einem zu großen Ego und einem scheußlichen Charakter.
„Vor etwa Zehn Minuten ist sie in ein Auto gestiegen und dort vorne um die Ecke gebogen. Sota studiert in Tokio und genau dorthin wird sie ziehen..wenn du Glück hast, dann kannst du sie noch einholen, wenn nicht dann..."
Dann hat er sie verloren.
———
Woahhhh Showdown oder was?
Lots of love, bekki☀️
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stitches | oikawa ✓
FanfictionAlles andere als freundlich kann man die erste Begegnung zwischen Mai und Oikawa bezeichnen. Sein zu großes Ego und ihre abweisende Art lassen die beiden in eine Feindschaft geraten und sie können sich auf die Pest nicht ausstehen. Doch was ist, wen...
