IV

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„Verzeihung", flüsterte Yuji bedrückt. Es gibt keinen Grund zu trauern. Schließlich ist Sukuna ein Dämon. Ein König. Er kann nicht einfach sterben. Vielleicht ist sein Körper nicht mehr auf der Erde, doch seine Seele weiht immer noch unter uns und wird bald wieder auferstehen. In voller Stärke. Alle werden von den prachtvollen, mächtigen und perfekten Sukuna hören. Sie werden niederknien und ängstlich um Güte flehen. Dabei werden sie immer mehr Fluchgeister ins Leben rufen. Ein ewiger Kreislauf wird beginnen den kein jämmerlicher Jujuzist mehr unterbrechen kann. Wir müssen uns nur noch ein bisschen Gedulden. Zuerst brauche ich Yujis Vertrauen.

„Willst du in diese Eisdiele?", fragte er plötzlich und wirkte fast so, als würde er mich ablenken wollen. Er ist viel zu gutmütig. Obwohl ich ihn erst seit kurzem kenne, macht er einen ziemlich dummen Eindruck auf mich. Die Probleme und Pflichten anderer nimmt er sich zu sehr zu Herzen. Deshalb wird er irgendwann daran zerbrechen. Menschen...
„Ja gerne", antwortete ich neutral und ging auf das Geschäft zu. Es ist unnötig kitschig verziert mit verschiedensten Dekorationen, die mit Eis zu tun haben. Wandtattoos, Maskottchen und sogar Teppiche. Überflüssige Geldausgabe in meinen Augen. Doch das spielt jetzt keine Rolle. Langsam ging ich auf einen der teuren Stühle aus Holz zu und setze mich. Wenn ich schon mit Yuji ausgehe, dann auch richtig. Auch wenn mich der Hintergrundgedanke, dass mein Bruder alles davon mitbekommt, quält. Ohne ihn Bescheid geben zu müssen, setzte sich der rosahaarige Junge zu mir. „Kennst du eigentlich schon unseren Sensei?", fragte Yuji. "Nö. Kein Plan", antwortete ich nur stumpf und sah bereits die Bedienung der Eisdiele auf uns zukommen. Mit einem freundlichen Lächeln blickte sie uns an und fragte nach unserer Bestellung.
„Zwei mal einen Erdbeerbecher. Ich bezahl das", gab Yuji plötzlich von sich ohne überhaupt zu wissen, ob ich Erdbeeren leiden kann. Warum macht er das? Er bestellt einfach und übernimmt sogar noch die Rechnung? Das sind doch überwiegend Nachteile? Ich kann sein Handeln immer noch nicht verstehen.
„Woher weißt du, dass ich Erdbeeren mag?", fragte ich neugierig und lehnte mich etwas zurück. „Wer mag denn keine Erdbeeren?", erwiderte er mit einer Gegenfrage.
Wahrscheinlich hatte er Recht. Doch dieses Gespräch war mir viel zu oberflächlich. Es zeigte keine tiefe, keinen Charakter. Nichts, was emotionale Bindung aufbauen könnte. Ich muss das Thema wechseln.
„Yuji? Darf ich dir etwas anvertrauen?", murmelte ich leise vor mich hin. Ich werde ihm eine schöne Geschichte erzählen, die seine Feinfühligkeit zum kochen bringen wird.

Sukuna's SisterGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt