„Wenn ich überleben möchte habe ich anscheinend nur einen einzigen Weg", flüsterte ich niedergeschlagen. „Ich möchte einen Kompromiss eingehen", schlug ich vor und erhob meinen Kopf. Unsicher blickte ich in Satorus Meerblaue Augen. Aufmerksam zog er eine Augenbraue nach oben und hörte mir genau zu. „Ich werde deinen Vertrag eingehen. Doch nur, wenn mir die Möglichkeit bleibt, freiwillig zu sterben", sagte ich.
Satoru wirkte ziemlich überrascht. Niemals hätte er mit dieser Ansage gerechnet. Dabei ist meine Idee nur reiner Selbstschutz. Ich kann nicht beurteilen wie mein zukünftiges Leben aussehen wird. Ob mich Schuldgefühle oder Stress auffressen werden. Ob ich vielleicht schwer krank werde oder an etwas leide. In diesem Falle möchte ich mein Leben jederzeit beenden können. „Wie du willst", murmelte er und streckte seine Hand nach meiner aus. Vorsichtig nahm er sie, hob sie etwas nach oben und fuhr mit seinen zarten Fingern zwischen meine. Anschließend bewegten sich seine Lippen, doch er sprach so leise, dass ich kein Wort verstehen konnte. Mir war allerdings klar welches Ritual er gerade ausführte. Er vollendete den Vertrag. Durch reinen Körperkontakt kann er festgelegt werden.
Aber habe ich wirklich das richtige getan? Ich habe meinen Erschaffer, meinen Bruder hintergangen. Ich habe ihm keine Dankbarkeit gezeigt. Weder für seine Kraft noch für seine Geduld. Ich bin ein schlechter Mensch. Nein. Ein schlechter Fluch. Das Recht mich als Mensch zu bezeichnen werde ich nie haben. Auch wenn ich eingepflanzte Gefühle besitze, habe ich dieses Leben nur gestohlen.
„Na dann. Können wir ja aufhören das Paar zu spielen. Schließlich bist du nun keine Gefahr mehr für Yuji", lächelte Satoru und ließ mich los. Mein Atem stockte. Plötzlich fing an mein Herz schwer zu pochen. Ich verstand nicht was geschah. Ich sollte doch eigentlich glücklich darüber sein, den Kerl endlich los zu haben. Endlich kann ich halbwegs selbstständig auf meinen eigenen Beinen stehen und das Leben als Mensch genießen. Doch irgendwas in mir zieht mich runter bei den Gedanken sich bin Satoru zu distanzieren. Was soll ich tun?
„Ahh- wär das nicht komisch? Von heute auf morgen sind wir kein Paar mehr? Das würde doch merkwürdig rüber kommen, findest du nicht?", versuchte ich mich zu retten. Etwas gedemütigt versuchte ich ihn ein Lächeln zu schenken und hoffte er würde es einfach gut sein lassen.
Doch das würde nicht zu seiner Art passen.
Lachend packte er mich an meinen Handgelenken und drückte mich nach hinten. Immer weiter und weiter, bis mein Körper gegen einen Stein abprallte. „Willst du nicht oder kannst du nicht von mir loslassen?", flüsterte er launisch.
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Sukuna's Sister
FanfictionIhre Aufgabe ist es Yuji Itadori zu überlisten und ihren Bruder Sukuna zurückzuholen. Alles schien nach Plan zu laufen, bis sich jedoch ein weißhaariger, blauäugiger Mann einmischte. --- Don't like it? Don't read it. --- Alle Charaktere stammen aus...
